Duisburg: Entscheidung über Wambachsee: Seeblick soll am runden Tisch entschieden werden
Eigentlich wollte die Stadt Duisburg das Nordufer des Wambachsees an einen Investor verkaufen. Eine Bürgerinitiative lehnte sich dagegen auf und scheiterte am Montag (24.09.2012) damit - zumindest vorläufig, denn gleichzeitig entschied der Stadtrat den Verkauf zu vertagen. Ein Gespräch am runden Tisch soll die Lösung bringen.

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Das Nordufer des Duisburger Wambachsees
Was der Duisburger Rat am Montagnachmittag (24.09.2012) beschlossen hat, könnte man auch als salomonisches Urteil bezeichnen: Das Bürgerbegehren von Anwohnern des Wambachsees ist zwar gescheitert, aber das Ufer des Gewässers im Stadtteil Wedau bleibt bis auf Weiteres zugänglich. Der ursprünglich geplante Verkauf des Nordufer-Grundstücks an einen Investor ist vertagt. Die Stadt möchte sich nach WDR-Informationen mit den Interessengruppen an einen runden Tisch setzen, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Zustandegekommen war diese Kompromisslösung auf Antrag der SPD und der Linken, die mit einigen Stimmen aus anderen Fraktionen eine Mehrheit fand.
Quorum erreicht, Begründung aber fehlerhaft

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Seit dem Frühjahr protestieren Wedauer Bürger
Zuvor hatte der Rat das Bürgerbegehren abgelehnt, das gegen die Bebauung der Fläche am See 17.474 Unterschriften gesammelt hatte. 15.860 Unterschriften seien gültig gewesen, hieß es am Montag während der Ratssitzung. Das erforderliche Quorum sei damit zwar erreicht worden, allerdings scheiterte das Begehren aus formaljuristischen Gründen. Laut WDR-Informationen seien Fragestellung und Begründung nicht deckungsgleich gewesen. Schon im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung durchblicken lassen, dass es die Aktion für ungültig hält.
Initiative fordert auch Öffnung der Nachbargrundstücke
Jürgen Lehmann, einer der Vertreter der Wedauer Initiative, zeigte sich nach der Entscheidung gegenüber WDR.de unter Vorbehalt erleichtert: "Sollte das Gespräch mit den Interessengruppen zu dem Ergebnis kommen, dass das Grundstück nicht bebaut wird, sind wir zufrieden." Zusätzlich forderte Lehmann, dass Nachbargrundstücke, die bereits für die Öffentlichkeit gesperrt seien, wieder freigegeben werden. Demgegenüber steht das Interesse der Stadt, das Grundstück zu Geld zu machen. Duisburgs Haushalt unterliegt wegen Überschuldung momentan einem radikalen Sparprogramm. Da ist jede Einnahmequelle willkommen.
Stand: 24.09.2012, 16.56 Uhr
Kommentare zum Thema (6)
letzter Kommentar: 25.09.2012, 17:48 Uhr
- demokratie schrieb am 25.09.2012, 17:48 Uhr:
- wer redet hier von Demokratie,ich sehe sie leider immer weniger,die DDR läßt grüßen.
- Katrin schrieb am 25.09.2012, 10:35 Uhr:
- Bodo@, wir schicken unsere Schuldenhanni jetzt zu" Wetten das". Wäre es nicht ein Segen wenn man sie dort behielt. Vielleicht wird dann in NRW weniger Sozi - Mist gebaut.
- Bodo schrieb am 25.09.2012, 08:41 Uhr:
- Was haben denn die Menschen von der SPD erwartet? In NRW haben sie auch mit den Grünen vor der Wahl einen teuren Abwasser TÜV für kleine Einfamilienhaus Besitzer kategorisch abgelehnt. Nach der Wahl soll er dann doch kommen. Die Firmen die Rohre untersuchen haben sich doch schon so sehr auf das tolle Geschäft gefreut, da kann Frau Kraft sie doch nicht enttäuschen.
- Bürger für Duisburg schrieb am 24.09.2012, 22:19 Uhr:
- Zunächst haben wir diesen selbstherrlichen SPD Genossen einmal die Stirn gezeigt. Wir werden weitermachen und den Totalausverkauf unserer Heimatstadt mit allen Kräften verhindern.
- Fred schrieb am 24.09.2012, 21:57 Uhr:
- Die Stadt wird sicher den Bereich verkaufen- Duisburg verkauft noch das letzte Hemd zum Nichtwohle der Bürger. Es wird hier immer über den Bürger hinweg entschieden. Selbst ehemals ruhige Stadtteile wie z. B. Röttgersbach haben u. a. wegen starkem Zuzug und Neubau am Wochenende kaum noch Erholungswert. Kleinflugzeuge terrorisieren seit Monaten bis in die Nacht die Wohngegend- abgesehen von dem Zuwachs des normalen Flugverkehrslärm. Das wird wohl alles Klammheimlich hinter dem Rücken der Bürger genehmigt. Daher wird sicher auch noch das schöne Eckchen veräußert. So kann man Menschen auch aus der Stadt vergraulen und dann schreit man, das die tatsächlichen Steuerzahler abwandern.
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