Landesregierung begrüßt Überprüfung Stresstest für Uranfabrik Gronau

Nach dem Stresstest für Atomkraftwerke hat die Bundesregierung auch der umstrittenen Uranfabrik im münsterländischen Gronau eine Überprüfung verordnet. Bei der Landesregierung stößt die Überprüfung auf große Zustimmung.


Luftbild von der Urananreicherungsanlage in Gronau
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Urananreicherungsanlage Gronau

Die Entsorgungskommission (ESK) der Bundesregierung wurde bereits Mitte Juli mit der Überprüfung beauftragt. Das geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Frage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer hervor. Über den genauen Zeitplan müsse demnach noch entschieden werden.

"Wir begrüßen diese Entscheidung", erklärte ein Sprecher des für die NRW-Atomaufsicht zuständigen Wirtschaftsministeriums in Düsseldorf. NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) habe das Bundesumweltministerium bereits zweimal in Briefen zu einer solchen Prüfung aufgefordert, erklärte der Sprecher weiter. Neben dem Stresstest soll der Betreiber, die internationale Urenco-Gruppe, auf Wunsch des Wirtschaftsministeriums auch seine turnusgemäße Sicherheitsüberprüfung vorziehen. Eine solche Prüfung ist alle zehn Jahre fällig und hätte gewöhnlich erst 2013 angestanden.

Ergebnisse im Frühjahr 2012

Der Test soll einem Bericht der WAZ zufolge von Experten der Entsorgungs- und Reaktorsicherheitskommission ausgearbeitet werden. Frühestens im Frühjahr 2012 soll er eine Einschätzung über die Sicherheit der Anlagen ermöglichen. Auf dem Prüfstand stehen neben Gronau die Brennelementefabrik in Lingen, die laufenden Forschungsreaktoren in Deutschland und die Zwischenlager, darunter Ahaus.

Zwischenfälle in Gronau

In der Urananreicherungsanlage Gronau hatten sich in den vergangenen Monaten immer wieder kleine Störfälle ereignet. Zuletzt hatte es im Juli ein so genanntes meldepflichtiges Ereignis gegeben. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums war eine geringe Menge Uranhexafluorid aus einem Ventil entwichen. Umweltinitiativen und Atomkraftgegner forderten deshalb die rot-grüne Landesregierung auf, dem Betreiberkonzern umgehend die Genehmigung zu entziehen.


Stand: 10.08.2011, 14.02 Uhr


Kommentare zum Thema (8)

letzter Kommentar: 13.08.2011, 14:03 Uhr

der Eulenspiegel schrieb am 13.08.2011, 14:03 Uhr:
Schon die Tatsache aleine das man solche Stresstest überhaubt für notwendig hält zeigt doch ganz klar das man 50 Jahre lang mit der Atomenergie, gelinde gesagt, sehr blauäugig umgegangen ist
schwarzer Martin schrieb am 12.08.2011, 09:29 Uhr:
Bisher haben unsere Anlagen alle Stress teste bestanden. Sogar Stuttgart 21, nur das die Gegner das nicht interessiert. Dann lassen die sich wieder das nächste einfallen. Und Urenko ist auch bereit in die NL zu gehen, das liegt sofort nebenan. Dann sind wir wenigstens sicher.
Horst schrieb am 11.08.2011, 13:20 Uhr:
Wer hat denn gesagt das die Strompreise sinken? Energiekosten werden nie wieder sinken das kann man sich getrost abschminken...
Nicht schon wieder schrieb am 11.08.2011, 11:11 Uhr:
Nicht schon wieder eine Schliessung hals über Kopf, diesmal bitte mit Planung und nich wieder irgendwas schliessen die Leute auf die Strasse setzen. Bisher ist der Strompreis noch nicht gesunken ganz im gegenteil er steigt obwohl schon einige AKW vom Netz sind, so langsam sollte doch mal klar sein das dies ein teurer Spass wird.
Addi schrieb am 10.08.2011, 20:05 Uhr:
Man, man, mittlerweile ist ja alles ein Stresstest! Einfach zum Ko....! Wiso gebraucht den keiner mehr normale Worte wie Überprüfung? Das Unwort des Jahres 2011!

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