WESTPOL - Ihre Meinung: Rabattgutschein in der Apotheke?
Wer von "Apotheker-Preisen" spricht, meint keine Billig-Angebote - ganz im Gegenteil. Aber sind Apotheken tatsächlich so teuer, wie ihr Ruf? Oder hat Qualität einfach seinen Preis? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

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Dürfen Apotheker Rabatte anbieten?
Erst im August 2012 hat der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes entschieden: Europäische Versandapotheken müssen sich an die deutschen Preisbindungsvorschriften halten. Damit ist vorerst Schluss mit günstigen Angeboten und Rabatten von Versand-Apotheken. Oder nicht? WESTPOL berichtet am Sonntag (09.12.2012) über eine Apothekerin, die freiverkäufliche Präparate wie Hustensaft oder Schmerztabletten 10 bis 50 Prozent unter dem Listenpreis anbietet. Die Kunden freut's, doch ihre Kollegen wollen das nicht hinnehmen.
Soll Apothekern der Kampf um den Kunden verboten werden? Schließlich ist die Ware Gesundheit ein teures Gut, das auch teuer verkauft werden muss. Oder zählt in erster Linie der Preis, weil sich nur günstige Medikamente auch jeder leisten kann? Ihre Meinung interessiert uns!
Stand: 07.12.2012, 20.43 Uhr
Kommentare zum Thema (125)
letzter Kommentar: 13.12.2012, 20:47 Uhr
- einfacher Bürger schrieb am 13.12.2012, 20:47 Uhr:
- Vielen Dank, Dirk. Endlich mal einer der auf das Thema zurückkommt. Es geht doch um eine Apothekerin die sich nicht an die Gesetze hält. Das kam in dem Bericht doch eindeutig herüber. Gesetzesbrecher müssen bestraft werden, wo bleibt die deutsche Rechtssprechung!!!!
- Abraxas- gekontert. schrieb am 13.12.2012, 17:14 Uhr:
- "Z.B der Skandal mit Krebsmedikamenten für Chemotherapie, die von deutschen Apothekern gepanscht und verkauft wurden um große Profite zu machen" Hier wurden nicht gepanscht und es ging auch nicht um große Profite. Dummschwätzen kann jeder. Abraxas, bevor Sie dummes Zeug erzählen, lesen Sie.1000 Zeichen reichen für eine vollständige Replik nicht aus. Googlen Sie einfach.
- Iris schrieb am 13.12.2012, 13:11 Uhr:
- Wo ist das Problem? Ich kenne einige Apotheken in Köln die ihren Kunden entweder Wertmünzen oder eine Art "Rabattmarken" mit einem Wert von 50 Cent, auch für eingelöste Rezepte, bieten. Wenn das Illegal ist, dann müssen dringend die Gestze geändert werden. Den koservativen Apothekern und deren Lobby, die nicht einsehen wollen das ihre Lizenz zum "Gelddrucken" nun dem Wettbewerb Platz macht, muß Paroli geboten werden. Die Aktion der Easy Apotheke ist zu begrüßen! Den Apotheken gehen auch langsam die Argumente aus, denn mit der viel beschworen Beratungsqualität ist es nicht weit her, das begreifen immer mehr Kunden. Die Standesprivilegien der Apotheker sind nun wirklich nicht mehr Zeitgemäß und vor allem zum Nachteil der Kunden. Es werden letztlich nur die Apotheken gut überleben die sich inovativ von diesen dummen Standesvereinbarungen entfernen. Ich kaufe jedenfalls nur noch in Apotheken die mir Rabatt gewähren, ich handele manchmal wie auf einem Bazar,es lohnt sich!
- Dirk schrieb am 13.12.2012, 00:37 Uhr:
- Die Reportage stellt einen komplexen Sachverhalt falsch dar. Es geht im Fall der Easy-Apotheken nicht um Rabatte von freiverkäuflichen Arzneimitteln. Die gibt es in anderen Apotheken auch. Es geht um die Preisbindung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Hier verstößt die Apothekerin im Beitrag gegen geltendes Recht, indem sie Rabatt in Form von 1 Euro Gutscheinen gibt. Dass die anderen Apothekern die Kundschaft davon läuft, weil sie nicht gegen Gesetze verstoßen wollen, ist nicht hinnehmbar. Die Reportage sagt aber aus, dass die Apotheker insgesamt gegen niedrige Preise sind. Und an alle ,die hier die Liberalisierung des Apothekenmarktes fordern: Viel Freude, wenn Sie am Wochenende im Notdienst für ein dringend benötigtes Medikament den zehnfachen Preis bezahlen, weil die Apotheker selber die Preise festlegen dürfen. Jeder, der schon mal nachts einen Schlüsseldienst benötigte, weiß welche Preise ein unregulierter Markt für Nachfrager in Notsituationen hervorbringt.
- Wolfgang Schmitz schrieb am 12.12.2012, 15:30 Uhr:
- Es wird Zeit den Handel mit Arzneimitteln zu liberalisieren und den Apothekern ihre unverhältnismäßigen Standesprivilegien abzuerkennen. Warum keine Arzeimittel in Drogerien oder Supermärkten verkaufen. Zumindest für Rezeptfreie Medikamente sollte das möglich sein. Die Beratung in den Apotheken ist in den meißten Fällen auch nicht besser als keine Beratung!
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