Die NRW-Parteien zur Kulturpolitik Können wir uns Kultur noch leisten?

Theater stehen vor der Schließung, Projekte werden gestrichen: Bröckelt das Kulturland NRW? Vor der Landtagswahl kamen Vetreter der Parteien zum WDR 3-Gespräch zusammen - und diskutierten über finanzielle Engpässe und kulturelle Bildung.


Das Dortmunder U bei Nacht
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Können künftig nur noch Leuchtturm-Projekte realisiert werden?

Kultur ist Sozialverantwortung, Kultur wirkt anregend, Kultur trägt zur Bildung bei, Kultur ist identitätsstiftend: Darin sind sich die fünf Parteien, die nach der Wahl am 9. Mai voraussichtlich in den Landtag einziehen werden, einig. Doch vielerorts steckt die Kultur in der Krise: Mehrere nordrhein-westfälische Theater wie in Wuppertal oder Oberhausen stehen vor dem Aus, und Prestigevorhaben wie der Bau des Festspielhauses in Bonn werden gestoppt. Es scheint, als werde in Zeiten klammer Kassen besonders an kulturellen Projekten und Einrichtungen gespart.


Können sich Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden, Kultur überhaupt noch leisten? Welche Einflussmöglichkeiten hat die Landesregierung, die Gemeinden auf ihre kulturellen Aufgaben zu verpflichten? Und wird Kultur in NRW überhaupt angemessen repräsentiert? Diesen Fragen stellten sich im Rahmen des "Kulturpolitischen Forums" von WDR 3 die kulturpolitischen Sprecher der im Landtag vertretenen Fraktionen. Ebenfalls beteiligt an diesem Gespräch war FDP-Bundesminister a.D. Gerhart Baum, der Vorsitzende des nordrheinwestfälischen Kulturforums, unter dessen Dach die Interessen von über 80 kulturellen Einrichtungen vertreten werden. Seine Einrichtung hatte die Anregung zu der Zusammenkunft gegeben.

WDR.de hat vorab die wichtigsten Thesen dieser Diskussion zusammengefasst und um die Standpunkte der Partei Die Linke ergänzt, die bislang noch keine Landtagsfraktion stellt.

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Stand: 01.05.2010, 06.00 Uhr