Landesparteitag in Essen Linke setzt auf Wagenknecht

Die Linkspartei in NRW zieht mit ihrer stellvertretenden Bundesvorsitzenden Sahra Wagenknecht an der Spitze in den Bundestagswahlkampf. Beim Landesparteitag in Essen erhielt die 43-Jährige am Samstag (02.02.2013) über 93 Prozent der Stimmen.


Sahra Wagenknecht
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Traumergebnis ohne Gegenkandidaten: Sahra Wagenknecht

Mit genau 93,9 Prozent bestätigten die Delegierten den Vorschlag für den ersten Platz der Landesliste. Gegenkandidaten gab es nicht. Vor zwei Wochen war die Bundestagsfraktionsvizechefin bereits als Mitglied einer achtköpfigen Spitzentruppe der Bundespartei vorgestellt worden.

Vor der Wahl der Landesliste stellten die Linken auch inhaltlich die Weichen für den anstehenden Wahlkampf. Ein vom Landesvorstand eingereichter Leitantrag mit dem Titel "Sozial, ökologisch, solidarisch" wurde mit großer Mehrheit angenommen. Darin fordern sie einen Politikwechsel mit einer Umverteilung zugunsten von sozial Schwachen sowie ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr. Bislang sitzen elf Linke-Politiker aus NRW im Bundestag. In bundesweiten Umfragen liegen die Linken derzeit zwischen sechs und acht Prozent. Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt die Partei bundesweit noch 11,9 Prozent - in NRW waren es 8,4 Prozent.

Weniger Mitglieder im Landesverband


In Nordrhein-Westfalen ist ist die Linkspartei allerdings derzeit nur noch außerparlamentarische Opposition, seit sie bei der Landtagswahl im Mai 2012 nur 2,5 Prozent erzielt hatte. 6.800 Mitglieder hat die Partei derzeit landesweit. 2010 waren es noch 8.800 gewesen. Zwischen 2010 und 2012 war die NRW-Linke das Zünglein an der Waage im Landtag, konnte Einfluss auf die Politik der damaligen rot-grünen Minderheitsregierung nehmen.

"Mindestens" 5 Prozent sollen es werden


Wolfgang Zimmermann
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Ex-Fraktionschef Wolfgang Zimmermann

Bei der Bundestagswahl im Herbst glaubt Ex-NRW-Fraktionschef Zimmermann an ein Ergebnis von "mindestens fünf Prozent in Nordrhein-Westfalen". Zwar sagt er, dass seine Landesverband ohne Vertretung im NRW-Parlament öffentlich kaum wahrgenommen werde. Doch in der Bundespolitik hält sich die Linke nach wie vor für einen wichtiger Faktor.


Stand: 02.02.2013, 16.00 Uhr


Kommentare zum Thema (38)

letzter Kommentar: 05.02.2013, 16:33 Uhr

Anonym schrieb am 05.02.2013, 16:33 Uhr:
93 % Lächerlich. Der Genosse Honnecker hatte mehr....
SK schrieb am 05.02.2013, 14:02 Uhr:
Seit ihr noch zu retten? Jeder der links wählt hat nicht erlebt, was dieses Klientel im Ostblock angerichtet hat, sie richten ganze Volkswirtschaften zu Grunde, heben persönliche Freiheit auf, verfolgen jeden der eine eigene Meinung hat, ich wünsche jedem der so eine Partei wählt 20 Jahre Ostzone, dann reden wir noch mal drüber...
Anonym schrieb am 05.02.2013, 10:32 Uhr:
Wenn die restlose Negativbeurteilung der DDR ein Sprungbrett dafür bietet, in der BRD etwas zu werden, dann stimmt was nicht - mehr, es wäre grob ungerecht. - Ich wurde von meiner lieben Mama in die Welt gesetzt, aber nicht um mit Erhellung knarrende Dachstübchen zu reparieren, das soll mal jeder in seinem eigenen Dachstuhle leisten.
Petera schrieb am 05.02.2013, 00:08 Uhr:
Ich wundere mich welchen Blödsinn hier manche Leute schreiben. Frau Wagenknecht kommt zwar aus der DDR sie hat aber auch die negativen Seiten der DDR kennen gelernt. So durfte sie dort zum Beispiel nicht studieren weil sie den Herrschenden, ganz in Gegensatz zu Frau Merkel, nicht linientreu genug war.
Anonym schrieb am 04.02.2013, 20:40 Uhr:
19:36 Uhr: ,,Frau Wagenknecht hält von Demokratie nur solange etwas, bis sie gewählt ist. Danach winkt uns die Herrschaft der Arbeiterklasse, natürlich unter der Führung einiger weniger Funktionäre des Politbüros.'' - Dann wirst du nie führen. Welche Herrschaften herrschen in der Demokratie? Sind es sehr viele, und sind auch ArbeiterInnen darunter?

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