Kabinett entschärft Kanal-TÜV noch weiter Pflicht zur Dichtheitsprüfung wackelt

Von Rainer Kellers

Rot-Grün nimmt bei der Dichtheitsprüfung noch einmal Änderungen vor. Das Kabinett hat am Dienstag (24.01.2012) Eckpunkte einer neuen Rechtsverordnung beschlossen. Danach soll der umstrittene Kanal-Check für Privathäuser entweder ganz wegfallen oder mit einer Frist bis 2023 versehen werden.

Kommentare zum Thema (24)

letzter Kommentar: 27.01.2012, 13:20 Uhr

unabhängiger hans schrieb am 27.01.2012, 13:20 Uhr:
bööhhh ? = euro
unabhängiger hans schrieb am 27.01.2012, 13:19 Uhr:
@horst link also es soll kommunen gegeben haben, die haben gegen strafaufforderung von "bis zu" 50.000 ? die bürger dazu verdonnert, ihre rohre bis ende 2011 prüfen und ggf. sanieren zu lassen ( siehe ältere beiträge ). das sehe ich rechtlich als kritisch, da eigentlich für nrw fixdatum 2015 stand. ich bin kein jurist aber einwandfrei ist das nicht. naja und gebeutelte und gegner haha ja da hast du recht. natürlich bin ich auch froh, wenn das gesetz weg wäre ( wäre doch selbst betroffen von prüfung ). da brauchen wir nicht zu diskutieren!!!!!!!!
horst link schrieb am 27.01.2012, 12:55 Uhr:
unabhängiger hans, es gibt keine rechtliche Grundlage für Schadenersatzleistungen. Die Kosten sind auf Grundlage eines gültigen Gesetzes entstanden. Dieses Gesetz wird jetzt für die Zukunft geändert - dumm gelaufen. Und um nochmal auf unsere pragmatischen Entscheidungsträger zurück zu kommen - wie sieht wohl das Verhältnis von Gegnern zu bereits "gebeutelten" Wählern aus?
unabhängiger hans schrieb am 27.01.2012, 12:44 Uhr:
furchtbares deutsch: wie sollen politiker den leuten, die 20.000 euro schon bezahlt haben für die sanierung, erklären, daß alles nur ein karnevalsscherz war?
unabhängiger hans schrieb am 27.01.2012, 12:40 Uhr:
@ horst link wir sind ja einer meinung weg damit. auch bei mehrfamilienhäusern weg. ich glaube aber die angst vor schadenersatz ist größer. wie sollen die politiker leuten, die 20.000 ? !! bezahlt haben, daß alle nur ein Karnevalsscherz war. Ich befürchte Variante 1 hoffe aber noch auf 2 !!
horst link schrieb am 27.01.2012, 12:27 Uhr:
unabhängiger hans, zuerst einmal - Gerechtigkeit ist ja gut. Die Nichtprüfpflicht für Ein und Zweifamilienhäuser entsteht ja dadurch, dass soziale Härten vermieden werden sollen. Mehrfamilienhausbesitzer erziehlen in erster Linie Renditen. Eine Umlegbarkeit der Kosten der Dichtheitsprüfung auf die Mieten sollte grundsätzlich überlegt werden. Das wäre dann Gerechtigkeit. Politiker sind pragmatisch - die Kanallobby soll irgendwie ruhig gestellt werden - "kleine Leute" sollen nicht belastet werden. Also Variante2 - alles andere wäre politischer Selbstmord für alle beteiligten Entscheidungsträger - das hat auch Rot Grün endlich eingesehen.
unabhängiger hans schrieb am 27.01.2012, 10:32 Uhr:
jetzt kommt noch hinzu, daß ich gewerkschaften und mieterbund einmischen und jammern über die benachteiligung der mehrfamilienhäuser. die müßten und efh ( einfamilienhäuser ) nicht und das müßten die armen mieter bezahlen und die eh ach so reichen eigentümer könnten das schon bezahlen ( hypotheken und ständig irgendwelche reparaturkosten unterschlagen wir mal ). also die fangen jetzt mit einer gerechtigkeitsdebatte an. dann kommen noch die voreiligen, die schon gemacht haben oder machen mußten und viel geld bezahlt haben. ich fürchte, daß die regierung und auch cdu/fdp aus angst vor schadenersatzansprüchen und eine andauernde gerechtigkeitsdiskussion nur die kleine lösung wählen und das unsinnige gesetz nicht abschaffen sondern nur verschieben auf 2023. verdammte schei..e!!
Didder schrieb am 27.01.2012, 09:11 Uhr:
Horst, du magst mit Deiner Einschätzung Recht haben. In unserer Gemeinde wurde es so gehandhabt. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass es sich nicht unbedingt um voreilenden Gehorsam sondern einfach um die Angst vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Behörden handelt. Und diese (meist ältere) Leute sind halt gekniffen.

zurück zum Artikel



tagesschau.de

  • Studie: Jede vierte Klinik zahlt "Fangprämien" für Patienten

    Schickst du mir deinen Patienten, geb ich dir Cash: Viele Ärzte kassieren Extra-Honorare beispielsweise von Kliniken, wenn sie Patienten dorthin überweisen. Laut einer Studie ist dies keine Ausnahme, sondern eine weit verbreitete Praxis. Gesundheitspolitiker reagierten empört, die Ärztekammer warnt vor Stimmungsmache.

  • Gauck entlässt Röttgen und begrüßt Altmaier

    Keine zehn Minuten hat es gedauert, dann hatte Norbert Röttgen seine Entlassungspapiere in den Händen und Peter Altmaier die Ernennungsurkunde. Bundespräsident Gauck würdigte den Geschassten: Röttgen habe früher als andere erkannt, dass es Zeit sei für die Energiewende.

  • Peter Altmaier: Merkels grüner Feuerwehrmann

    Bundespräsident Gauck hat Peter Altmaier zum neuen Umweltminister ernannt. Auf den Merkel-Vertrauten warten mehrere dicke Brocken. Entsprechend groß ist der Druck, der auf seinen Schultern lastet. Denn für den Bundestags-Wahlkampf will die Kanzlerin schnelle Fortschritte sehen.

  • Geringverdiener arbeiten fast 45 Stunden pro Woche

    Für die meisten Geringverdiener sind Überstunden an der Tagesordnung. Eine Studie des DIW ergab, dass Vollzeitkräfte im Niedriglohnsektor im Schnitt fast 45 Stunden pro Woche arbeiten. Ein Viertel schuftet sogar mindestens 50 Stunden. Trotzdem verdienen die meisten weniger als 1400 Euro im Monat.

  • OECD sieht Rezessionsgefahr in der Eurozone

    Die Schuldenkrise und die daraus folgende Sparpolitik in der Eurozone bergen laut OECD die Gefahr einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale. Für das laufende Jahr sei eine leichte Rezession wahrscheinlich. Es drohe aber sogar eine schwere Rezession in der Eurozone. Deutschland bleibe aber die Wachstumslokomotive.

  • Studie: Dramatisch hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen

    Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist laut einer neuen UN-Studie dramatisch hoch. Es bestehe die Gefahr, dass es Europa mit einer "verlorenen" Generation zu tun bekommt - die politische Umwälzungen auslösen könnte, meint der Mitautor der Studie, Ekkehard Ernst, im Gespräch mit tagesschau.de.

  • NATO plant zweite Afghanistan-Mission ab 2015

    Nach einem Abzug der ISAF-Truppe will die NATO Afghanistan nach 2014 nicht sich selbst überlassen. Der NATO-Gipfel in Chicago beschloss, im Jahr 2015 eine Trainings- und Ausbildungsmission zu starten, auch die Bundeswehr wird dabei sein. Kampftruppen soll es am Hindukusch aber nicht mehr geben.