Anerkennung ausländischer Abschlüsse: Zuwanderer sollen nicht nur Hilfskraft sein
Ausländische Berufsabschlüsse sollen in Nordrhein-Westfalen künftig schneller und einfacher anerkannt werden. Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) hat dazu am Montag (16.07.2012) einen Gesetzentwurf vorgestellt. Demnach soll das Verfahren für 163 Berufe vereinheitlicht werden.
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Arbeitsminister Schneider: Irrsinn, dass ein Ingenieur als Hilfskraft arbeite
Sie kellnern, putzen, jobben hier und dort anstatt in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten - bis zu 80.000 Einwanderer, die über qualifizierte, aber in Deutschland nicht anerkannte Berufsabschlüsse verfügen, leben laut Arbeitsministerium in NRW. Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) schimpft das eine "Vergeudung von Ressourcen". Es sei wirtschaftlicher Irrsinn, dass ein Zuwanderer mit Ingenieurdiplom in NRW als Hilfskraft arbeite.
Abhilfe schaffen soll ein neues Gesetz, das allen Menschen unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit das Recht einräumt, ihren ausländischen Berufsabschluss mit dem deutschen Äquivalent vergleichen und gegebenenfalls anerkennen zu lassen. Das Bundesgesetz "zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" ist bereits diesen April in Kraft getreten, das Landesanerkennungsgesetz stellte Schneider an diesem Montag (16.07.2012) in Düsseldorf vor.
Im NRW-Gesetz wird Verfahren für 165 Berufe vereinheitlicht

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Integrations- und Arbeitsminister Schneider
Geregelt werden darin die Berufe, für die die einzelnen Bundesländer und nicht der Bund zuständig sind. Im föderalen Staat gibt es sehr viele Berufe, die ausschließlich die Länder regeln - zum Beispiel Ingenieure, Erzieher und Architekten. Der Bund ist unter anderem für Ärzte, Rechtsanwälte und die 350 dualen Ausbildungsberufe zuständig.
163 von 165 Landesberufen werden nun vom Landesanerkennungsgesetz NRW erfasst und ihre Anerkennung vereinheitlicht. Ausgenommen sind Lehrer und Landesbeamte, hier sollen weiterhin die spezifischen Fachgesetze gelten. Zudem hat Schneider in den Entwurf eine Garantie reinschreiben lassen: Jedes Anerkennungsverfahren soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein. In Laufe des Verfahrens gleichen die für den Beruf zuständigen Stellen die vorgelegten Zeugnisse und Arbeitsnachweise, Inhalte und die Dauer der Ausbildung im Ausland mit der in Deutschland ab.
Beratung umsonst - Anerkennung kann bis zu 600 Euro kosten
Zuwanderer sollen auch die Möglichkeit bekommen, sich nachzuqualifizieren. 50 Beratungsstellen in ganz NRW sollen vorab klären, ob ein Anerkennungsverfahren überhaupt sinnvoll ist, und dann helfen, die zuständige Stelle herauszufinden. Diese Beratung ist kostenlos. Teuer wird es, wenn es tatsächlich zum Anerkennungsverfahren kommt: 100 bis 600 Euro müssen Zuwanderer dann - sozialgestaffelt - als Bearbeitungsgebühr zahlen.
"Die Anerkennung ist eine Eintrittskarte ins Berufsfeld, keine Garantie auf einen Job", so der NRW-Arbeitsminister. Die Zuwanderer müssten deutsch sprechen, und man könne natürlich nur anerkennen, was auch anerkennungswürdig sei. Die deutschen Berufsstandards dürften nicht abgesenkt werden. Zudem könne man den Fachkräftebedarf nicht über Zuwanderung alleine decken.
Landesanerkennungsgesetz soll 2013 in Kraft treten
NRW setzt mit dem Gesetzentwurf den Beschluss der Ministerpräsidenten um, das Anerkennungsrecht deutschlandweit möglichst einheitlich zu gestalten. Der bereits vom rot-grünen Kabinett gebilligte Gesetzentwurf soll nach der Sommerpause ins Parlament eingebracht werden. Im Januar 2013 soll das Landesgesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Kraft treten.
Stand: 16.07.2012, 14.33 Uhr
Kommentare zum Thema (36)
letzter Kommentar: 21.07.2012, 20:02 Uhr
- Geist schrieb am 21.07.2012, 20:02 Uhr:
- Ja, der Guntram und die Löhr, die haben Ahnung. Wie sagte Annette Schavan -auch Ahnung-: "..sie kommen nach Deutschland und werden hier ausgebildet." Warum kann man keine Deutschen ausbilden? Die suchen Ausbildungsplätze. Sind die ausbildungsresistent? Müssen wir Migranten bevorzugen in allen Lagen, weil die Deutschen zu tumb sind? Land der Dichter und Denker - wird abgelöst von Fanatikern irgendwelcher Art, die auch nichts können. Wenn ich als Hochqualifizierter in ein Land ginge, würde ich einen großen Bogen um Deutschland machen. Warum wohl? Weil ich die arbeitsunwilligen aus meiner und anderen Heimaten und die arbeitsunwilligen Deutschen unterstützen müsste und mir das unqualifizierte Geschwätz von Möchtegernpolitikern um die Ohren hauen lassen muss. Haben die was gelernt? Wissen die, wie eine Volkswirtschaft funktioniert? Nein, die hatten nur das richtige Parteibuch unter dem Arm und sind geistig arm -mit Ausnahmen-.
- Das Zentralorgan schrieb am 21.07.2012, 19:12 Uhr:
- Versuchen "unsere" Politiker mal wieder die "auslaendische-Fachkraefte-Luege" aufzuwaermen. Entweder ist das die totale Entruecktheit "unserer" Volksvertreter oder einfach nur deren kriminelle Energie.
- futsch schrieb am 21.07.2012, 11:42 Uhr:
- ja wo solls hingehn.... diese regierungsprogramme sind doch nur die auswüchse einer gesellschaft, die merkt das sie nur von frauen erzogen worden ist. der hart-aber-fair beitrag sagt ja alles. die mama sagt du kannst alles, wirst fußballer, sänger oder was "kreatives"... keiner wird mehr mit freude handwerker, ingenieur oder mediziner... und dieser geißt ist dem deutschen volke abhanden gekommen. deshalb verkaufen wir unsere werte jetzt an leute, die dieses gen noch haben. die arbeiten arbeiten wollen es aber nicht dürfen.... mit viel KRAFT und Merkel in die DDR...aber diese gesellschaft macht es unseren neuen salafsitischen herrschern wenigstens einfach sich noch des rests an freiheitlichem geites in deutschen landen zu entledigen.... FREUNDSCHAFT..... Es rettet uns kein höh'res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun! Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht! Die Internationale
- Anarchie = Reindemokratie schrieb am 20.07.2012, 12:23 Uhr:
- futisch, frag doch mal die Angela, die hat doch durch die DDR den Werdegang schlecht hin hingelegt. In der DDR linientreu zur Doktorin der Physik und nun Chefin von ganz Deutschland. Geht doch, oder nicht?
- futisch schrieb am 20.07.2012, 11:26 Uhr:
- na herzlichen glückwunsch. das ist das ende deutscher akademischer abschlüsse für die man uns in aller welt beneidet. zuerst holen wir uns die "ingenieure" oder ander akademiker ins land, dann wird das wualitätsmerkmal made in germany wieder zum spot, dann verkaufen wir die zukünftigen akademiker aus eigener produktion an unser spd-einheist schule und zu guterletzt beantragen wir wirtschaftshilfe aus china.... gute nacht deutschland....DDR 2.0 wir kommen...einheitsbrei, staatsüberwachung gleichschaltung der massen
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