Gästebuch zur Hauptuntersuchung NRW gegen jährliche Auto-Prüfung

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) lehnt die von der EU-Kommission geplante jährliche Hauptuntersuchung für ältere Autos ab. Damit sei niemandem geholfen, kritisierte er am Freitag (13.07.2012). Was halten Sie von den Plänen? Diskutieren Sie mit in unserem Gästebuch.


Zwei Mitarbeiter des TÜV-Rheinland bei einer Untersuchung
Bild 1 vergrößern +

EU will jährlichen TÜV für ältere Autos

EU-Verkehrskommissar Siim Kallas will Autos ab einem Alter von sieben Jahren künftig jährlich statt wie bisher alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung schicken. Technische Mängel seien Ursache für sechs Prozent aller Autounfälle und für 2.000 Tote pro Jahr, so Kallas. In die meisten Unfälle seien Autos verwickelt, die sechs Jahre oder älter seien.


Von einer solchen Neuregelung seien bundesweit schätzungsweise 20 Millionen Autos betroffen, rechnete NRW-Verkehrsminister Groschek am Freitag (13.07.2012) vor. Die Fahrzeughalter würden damit pro Jahr mit 60 bis 100 Euro zusätzlich zur Kasse gebeten. "Dabei hat sich die Prüfpraxis in Deutschland seit vielen Jahren bewährt. Eine wesentlich erhöhte Verkehrssicherheit in NRW schafft man mit dem EU-Plan jedenfalls nicht", bemängelte Groschek. Der Zentralverband des deutschen KFZ-Gewerbes begrüßte hingegen die Idee des EU-Verkehrskommissars. Schon bei sechs bis acht Jahre alten Autos sei die Schadenhäufigkeit pro Jahr und Auto drei Mal so hoch wie bei Autos, die zwei bis vier Jahre alt seien, teilte der Verband in Bonn mit.

Was halten Sie von den EU-Plänen? Sind sie eine sinnvolle Maßnahme für die Verkehrssicherheit? Oder halten Sie die Pläne für übertrieben?


Stand: 13.07.2012, 17.55 Uhr


Kommentare zum Thema (96)

letzter Kommentar: 18.07.2012, 13:01 Uhr

heinz schrieb am 18.07.2012, 13:01 Uhr:
wir solten uns nicht alles gefallen lassen, was die"EU" so vor hat !!!
Horst schrieb am 17.07.2012, 11:28 Uhr:
Find ich gut die Jährliche HU ist doch nur ne versteckte Subvention die der Autoindustrie zu gute kommt indem leute genötigt werden einen neuen PKW zu kaufen statt den alten weiterzufahren. Nur so kann das nötige Wachstum erreicht werden...
arno schrieb am 16.07.2012, 00:28 Uhr:
In die meisten Unfälle sind Auts verwickelt, die sechs Jahre oder älter sind, steht im Artikel. Ja klar, weil es so viele davon gibt! Es ist ja auch sowohl aus ökonomischer wie auch aus ökologischer Sicht ein Unding, eine solche Großanschaffung öfter als alle zehn Jahre zu tätigen, wenn das Auto gar keine Probleme macht und man nicht ungewöhnlich viel fährt. Mein 17jähriger war übrigens auch in einen Unfall verwickelt. Technische Mängel hatte er nicht, war kurz vorher ohne Vorbereitung durch eine Werkstatt ohne Mängel durch den TÜV. Aber der LKW, dessen Fahrer ihn übersehen hat, hatte einfach mehr Masse.
Horst Fenske schrieb am 15.07.2012, 23:53 Uhr:
Der Fortschritt und die Entwicklung der Technik verleiht den Fahrzeugen immer größere Sicherheit und da wollen Brüsseler Dilettanten genau das Gegenteil dessen, was aus besagtem Grund gar nicht nötig ist. Der 2-Jahresturnus ist deshalb völlig ausreichend, vielleicht sogar zu kurz. Deshalb, reine Abzocke...möchte wissen, wie 'effektiv' die Lobby der Überwachungsvereine dort ist. Schon wieder so'n Stück Europa, was die Bürger nicht brauchen.
Dr. Hermes schrieb am 15.07.2012, 19:49 Uhr:
Sicherheit ja - aber keine Abzocke !!! Eine HU mit einem "gepflegten" und techn. mängelfreien Auto legt der TÜV in knapp 30 Minuten hin, inkl. Rechnung und Zahlungsvorgang. Dafür rund 80,-- EUR abzukassieren ist eine Frechheit !!! Nein es ist staatl. unterstützte Abzocke !!! Die Prüfungen sollen sein, aber zu Preisen die nachvollziehbar sind. Außerdem wird hier doch nur eine falsche Sicherheit vermittelt. Kein Auto ist 24 Monate verkehrssicher, ohne jegliche weitere Pflege und Sorgfaltpflicht. Um Schrott- und unsichere Fahrzeuge auszusortieren bedarf es keiner teuren HU für rund 80,-- EUR. Das ganze Gebührenmodell sollte geändert werden. Am Anfang lange Fristen und je älter je kürzer die Fristen und max. 40 EUR der Check !!! Ich empfand meine HU letzten Samstag für einen 5 Jahre alten Wagen mit 80,-- viel zu teuer !!! Ich hoffe nur die TÜV Station Bergheim zahlt für das plärende Radio (mit Verkabelung zum Prüfstand) wenigstens GEZ-Gebühren aus eigener Tasche und nicht ich.

Alle Kommentare anzeigen



tagesschau.de

  • Bundesliga: Düsseldorf und Fürth steigen ab

    Am letzten Bundesliga-Spieltag hat sich Hoffenheim mit einem Sieg gegen Dortmund auf den Relegationsplatz gerettet. Düsseldorf und Fürth steigen damit ab. Schalke steht in der Champions-League-Qualifikation und Frankfurt und Freiburg nehmen an der Europa League teil.

  • Merkel unterstützt Franziskus' Finanzmarktkritik bei Audienz

    Nach ihrer Audienz bei Papst Franziskus hat Kanzlerin Merkel von einer "ermutigenden Diskussion" gesprochen. Sie lobte die "einfachen und berührenden Worte", mit denen Franziskus die Menschen erreiche - und unterstütze dessen Finanzmarktkritik.

  • Endlagersuche: Lammert warnt vor "Mammutbehörde"

    Umweltminister Altmaier sprach bereits von einer "historischen Einigung". Doch der Konsens bei der Endlagersuche könnte bald Geschichte sein. Bundestagspräsident Lammert sagte, er würde dem Gesetz so nicht zustimmen. Es drohe eine "Mammutbehörde".

  • Vertriebene: Haderthauer fordert bundesweiten Gedenktag

    Bayerns Sozialministerin Haderthauer hat den Sudetendeutschen Tag in Augsburg mit einer Forderung an die Bundesregierung eröffnet: Ein Tag im Jahr solle offiziell der Vertriebenen gedacht werden. Bayern startet 2014 damit.

  • Ein Jahr Facebook-Aktie: Börsengang mit wenig Freunden

    Mehr als eine Milliarde Menschen sind Mitglied bei Facebook. Vor einem Jahr ging das größte Online-Netzwerk der Welt an die Börse. Doch der Start verlief alles andere als erfolgreich. Die Aktie verlor zwischenzeitlich mehr als die Hälfte ihres Ausgabewertes.

  • Großdemonstrationen von Regierung und Opposition in Ukraine

    In Kiew hat es gleich zwei Großdemonstrationen gegeben: Die Opposition forderte die Freilassung ihrer Führungsfigur Timoschenko und den Rücktritt von Präsident Janukowitsch. Dessen Anhänger trafen sich zu einem antifaschistischen Marsch.

  • China: Wieder Todessprünge bei Foxconn

    Der taiwanesische Zulieferer von Apple, Sony und Nokia kommt nicht aus den Negativschlagzeilen: Erneut haben sich in einer chinesischen Fabrik der Elektronikfirma Foxconn Mitarbeiter in den Tod gestürzt, wie eine Menschenrechtsgruppe berichtet.