Ausbau der B224 zur A52: Der Minister und die ungeliebte Autobahn
Vor knapp einem Jahr entschieden sich die Bürger Gladbecks gegen einen Ausbau der B224 zur A52. Seitdem liegt das umstrittene Verkehrsprojekt auf Eis. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) will es nun wiederbeleben.

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Die Bundesstraße B224 bei Bottrop
"Projektgruppe"" heißt das Zauberwort, mit dem der Stillstand beim geplanten Ausbau der B224 zur A52 beendet werden soll. Dafür will NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) Beteiligte und Betroffene an einen Tisch bringen. Die Projektgruppe soll sich dementsprechend zusammensetzen aus Gegnern und Befürwortern des Ausbaus, aus Vertretern der Verkehrsverbände, des Landesbetriebes Straßen.NRW und der beteiligten Kommunen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Hoffen auf gute Ideen
Die Ziele der Projektgruppe formulierte der Minister so: "Mir liegt es sehr am Herzen, bei der Lösung der Verkehrsprobleme im mittleren Ruhrgebiet rund um die B224 endlich ein Stück weiterzukommen. Ich freue mich auf gute Ideen am Runden Tisch, an dem wir ganz offen diskutieren wollen. Ich wünsche mir, dass wir schon bis Mitte des Jahres ein Paket schnüren können, das auch Öffentlichen Nahverkehr und Radwege einbezieht."
Nicht gegen den Willen der Bürger
Groschek ist auf Konsens angewiesen, obwohl er rein juristisch den Ausbau per Ministerentscheid durchsetzen könnte. Das Land NRW hatte aber vor einem Ratsbürgerentscheid, bei dem die Gladbecker am 25. März 2012 gegen das Verkehrsprojekt stimmten, zugesichert, nicht gegen den Willen der Bürger zu planen. Der Ausbau der B224 - eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen des Ruhrgebiets - zwischen Gelsenkirchen-Buer und dem Autobahnkreuz Essen Nord an der A42 ist schon seit Jahrzehnten ein Zankapfel. Während die Gegner in dem Projekt eine Transitautobahn durchs Ruhrgebiet sehen, die Gesundheit, Wohn- und Lebensqualität gefährdet, verweisen die Befürworter auf die Chancen wie zum Beispiel die bessere Anbindung etlicher Gewerbegebiete an das Autobahnnetz.
Stand: 04.02.2013, 11.45 Uhr
Kommentare zum Thema (3)
letzter Kommentar: 05.02.2013, 16:02 Uhr
- @ juergen schrieb heute, 00:01 Uhr schrieb am 05.02.2013, 16:02 Uhr:
- Und du glaubst an den Osterhasen. Groschek wird sich einen Sch... um den Ratsbürgerentscheid kümmern. Ich kenne keine Politiker mehr, die zu ihrem Wort stehen. Sie warten nur noch ein Weilchen, bis das blöde Stimmvieh vergessen hat, was gestern war.
- juergen schrieb am 05.02.2013, 00:01 Uhr:
- "Das Land NRW hatte aber vor einem Ratsbürgerentscheid, bei dem die Gladbecker am 25. März 2012 gegen das Verkehrsprojekt stimmten, zugesichert, nicht gegen den Willen der Bürger zu planen." Daraus liest ein Herr Hadelka, dass demokratische Entscheidungen nicht akzeptiert werden! Herr Hadelka, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind, oder den Sinn der Worte in einem Satz intellektuell nicht erfassen können ...... einafch mal den Mund halten!
- Carsten Hadelka schrieb am 04.02.2013, 22:38 Uhr:
- Das zeigt mal wieder, dass die wenigsten Politiker demokratische Entscheidungen akzeptieren...
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