Demonstration in Dortmund "Diesen Film wollen wir nicht"

Von Markus Rinke

"Ja – Toleranz" und "Nein – Gewalt" stand auf vielen Schildern, die die Menschen bei der Demonstration in Dortmund am Samstag (22.09.2012) getragen haben. Rund 1.500 waren gekommen, um gegen das umstrittene Mohammed-Video zu protestieren. Sie waren verletzt und wütend - aber friedlich.


Männer und Kinder mit Transpartenten

"Diesen Film wollen wir nicht" - Immer wieder hallt der Sprechchor durch die Dortmunder Innenstadt. Spricht man die Demonstranten an, so erklären sie, wie sehr sie sich durch den Film provoziert fühlen. Viele fordern ein Verbot. Ihre Argumentation: Das gehöre nicht mehr zur Meinungsfreiheit.

Die Demonstration führt etwas abseits der Fußgängerzone entlang. Die Sprechchöre hallen durch die Straßen. Auffallend viele libanesische Flaggen sind zu sehen. An der Kirche Sankt Reinoldi endet der Demonstrationszug.

Demonstranten fordern Verbot des Films


Organisator Ali Sahyoun
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Ali Sahyoun fordert ein Verbot des Videos

Die Demonstration ist zwar laut, sie bleibt aber friedlich. Die Schilder mit der Aufschrift für Toleranz und gegen Gewalt haben die Organisatoren verteilt. Der aus dem Libanon stammende Ali Sahyoun hat die Demonstration organisiert.Er will nicht nur, dass der Film verboten wird, er solle auch im Internet gelöscht werden. Sahyoun läuft durch die Reihen, spricht mit den Ordnern. Und es gibt nicht nur die Sprechchöre, die ein Verbot des Videos fordern, sondern auch die, in denen es heißt "Islam bedeutet Frieden", "Respekt für alle Religionen" oder "Frieden schützen wir". Das ist auch das Bild, das Ali Sahyoun vermitteln will: "Wir wollen zeigen, wir sind so, wir sind nicht anders."

Demonstration ist privat organisiert

Mit "wir" meint Ali Sahyoun wohl vor allem wohl Libanesen, die den Großteil der Demonstranten auszumachen scheinen. Hinter der Demonstration stehen keine Kirchen, Vereine und Verbände. Das betont auch Sahyoun: "Ich bin als Privatperson hier. Ich habe viele Bekannte in Dortmund und über das Internet viel Werbung gemacht. Aber es ist die Liebe zu dem Glauben, warum viele Menschen hier sind."

Keine Unterstützung durch muslimische Gemeinden


Ahmad Aweimer
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Ahmad Aweimer: "Noch gibt es keinen Bedarf für eine Demonstration"

Etwas abseits steht ein Mann im schwarzen Anzug und beobachtet die Demonstranten. Es ist Ahmad Aweimer vom Dortmunder Rat der muslimischen Gemeinden und zugleich Dialog- und Kirchenbeauftragter des Zentralsrats der Muslime in Deutschland. "Wenn es hier überhaupt radikale Kräfte gibt, dann sind die sehr ausgrenzt und haben kaum Chancen", freut sich Aweimer. Warum er nicht demonstriert? "Wir sehen keinen Bedarf, ich weiß auch nicht, ob dieser dumme Film unsere Aufregung verdient. Es kommt uns entgegen, wie schlecht der Film gemacht ist", so Aweimer.

Seine Einstellung zu der Demonstration werde sich aber ändern, wenn politische Organisation oder rechte Verbände versuchen würden, den Film öffentlich aufzuführen. Dann werde auch der Zentralrat der Muslime zu Demonstrationen aufrufen, so Aweimer. In einem solchen Fall hoffe der Zentralrat der Muslime auf große Unterstützung durch Politik, Kirchen und Gesellschaft – so wie es schon war, als Pro NRW die Mohammed-Karikaturen gezeigt hat.


Stand: 23.09.2012, 13.26 Uhr


Kommentare zum Thema (75)

letzter Kommentar: 28.09.2012, 13:33 Uhr

Maike schrieb am 28.09.2012, 13:33 Uhr:
Ich habe meine Spendenaktion eingestellt, durch die Nachrichten hab ich erfahren das der Macher dieses Filmes in U sitzt, jetzt ist Schluss, keine einzige Spende kommt mehr von mir,ich hoffe das alle nicht mehr spenden, werden, wenn sie so intolerrant sind bin ich es eben auch.
Stürmer schrieb am 27.09.2012, 22:57 Uhr:
Ich bin mal gespannt darauf, wie deutsche Politiker darauf reagieren wenn afrikanische Moslems (aus religiösen Gründen) auf die Beschneidung ihrer Töchter pochen. Wird dann auch das Grundgesetz bis zum Bersten gedehnt? Wird Deutschland dann auch wieder die Unversehrtheit seiner Bürger gegen zugewanderte religiöse Ansichten eintauschen?
Maike schrieb am 27.09.2012, 11:23 Uhr:
Ich bin dafür das in Deutschland ein Verbot der Bura und Nikas ausgeprochen wird das sind Verhüllungen wo man nicht erkennen kann wer darunter steckt, nur die Augen sind frei, in Frankreich ist es schon verboten, ich dachte wir sind Europa, und nun fordere ich auch das es in Deutschland ein Trageverbot gibt. Liebe Politiker vergesst bitte nicht das euch das deutsche Volk wählt, es kann doch nicht sein das die mehr Rechte eingeräumt bekommen als wir Wähler, und ich spreche mich gegen die Beschneidung in Deutschland aus, wenn die ihre Männer zerstümmeln sollen sie das in ihren Land machen, ich finde es gut das viele deutsche Ärtze sich dagegen wehren, und es muss noch strengere Gesetze für die Zuwanderer geben. Und auch die Ausübung ihre Religon nicht an unseren Schulen, dafür haben die ihre Moscheen, wo sie ihre Kinder unterrichten können.
Koslowski schrieb am 26.09.2012, 23:19 Uhr:
Wer nichts weiss muss halt glauben. Deutschland auf dem Weg zurück ins Mittelalter. Traurig, das sich die Politik in Deutschland schon lange nicht mehr am deutschen Bürger festmacht, sondern an irgentwelchen Randgruppen. Traurig, das die deutsche Politik die lang erkämpften Werte unserer Kultur nicht mal gegenüber Zuwanderern einfordert. Traurig, das Leute wie unser Ex-Präser sich lieber um Fremde kümmern als um das eigene Volk. Traurig, das die Überwindung religiösen Fanatismusses von der Politik rückgängig gemacht wird. Der Rassismuss nach innen, gegen Deutsche, wird hochgelobt, jede Kritik nach aussen wird als Hetze gebrandmarkt. In Deutschland 2012 werfen sich Politiker schwer ins Zeug damit man kleinen Jungen endlich wieder Gesetzeskonform Teile vom Penis abzuschneiden darf.... Freut euch nicht zu früh ihr Frauen, ihr kommt auch noch dran.
Maike schrieb am 26.09.2012, 09:42 Uhr:
Es gab schon einen Schmähfilm über den Papst, aber die Christen sind nicht auf die Strasse gegangen, weil eine Religon ist nach wie vor eine persönliche Einstellung des Menschen, ich glaube auch aber ich nerve meine Mitmenschen nicht mit meiner Religon. die Moslems nerven andauernd mit ihrer Religon, und egal was man sagt man wird immer als Nazis beschimpt. mir selbst ist es vor ein paar Jahren passiert, bei der WM meinen Sohn fiel auf das ich Milch und Brot hatte vergessen einzukaufen, ich bat ihn mich auf dem laufenden bei dem Spiel zu halten, als ich noch nicht in meiner Wohnung war rief mein Sohn Tor Tor da wurden wir als Nazis beschimpft, man darf sich nicht freuen ohne beleidigt zu werden, meine Tochter hatte als es so warm war einen kurzen Rock an, sie wurde als Hure beschimpft, meine Nachbarn Moslems haben mich sogar drauf angesprochen wie ich meine Tochter nur so rum laufen lassen kann, ich sage aber nichts wenn die ihr Gebet runterschreien

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