Verletzte bei Zugunglück nahe St. Goar Sperrung auf der Rheinstrecke

Nach dem Unglück eines Intercity auf der Rheinstrecke bei St. Goar ist es am Montagmorgen (12.09.11) zu Verspätungen und Zugausfällen im Schienenverkehr gekommen. Der Zug war am Sonntagmittag (11.09.11) bei St. Goar entgleist, weil Geröll auf den Schienen lag. Bei dem Unglück wurden 15 Menschen verletzt.


  Intercity bei St. Goar entgleist
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Der entgleiste IC 2313 bei St. Goar

Die Züge des Fernverkehrs würden auf die rechte Rheinseite umgeleitet. Man müsse mit einer Verspätung von etwa 25 Minuten rechnen, sagte Torsten Sälinger, Sprecher der Deutschen Bahn, am Montagmorgen (12.09.11) zu WDR.de. Die Mittelrheinbahn warnt auf ihrer Internetseite vor erheblichen Beeinträchtigungen im Raum St. Goar. Regionale Zugverbindungen auf den Strecken Bingen-Koblenz und Oberwesel-Koblenz fielen am Montagmorgen aus. Es wurde ein Schienenersatzverkehr auf der Bundesstraße 9 eingerichtet. Doch auch hier kommt es zu Problemen, da die Ausweichstrecke zum Teil nicht für Busse geeignet ist, sagte eine Sprecherin der Mittelrheinbahn zu WDR.de. Pünktliche Anschlussfahrten zu andere Zugverbindungen können darum nicht gewährleistet werden.

Intercity bei St. Goar entgleist Video: St. Goar: Aufräumarbeiten gehen weiter (01:36) WDR aktuell
12.09.2011

St. Goar: Aufräumarbeiten gehen weiter

Erdrutsch durch heftige Regenfälle

Grund für die Entgleisung des Zuges am Sonntag (11.09.11) war ein Erdrutsch, der durch heftige Regenfällen ausgelöst wurde. Weil Geröll, Schlamm und Sand auf den Schienen lagen, entgleiste der Intercity in dem engen Rheintal zwischen St. Goar und Fellen. An Bord des Zuges waren etwa 800 Menschen. Der Lokführer erlitt einen Oberschenkelbruch, zehn Fahrgäste und vier Zugbegleiter kamen mit leichten Verletzungen davon. Starker Regen hatte Schlamm, Sand und Gestein auf die Gleise gespült.

Feuerwehr musste Fahrgäste mit Leiter befreien

Die Feuerwehr fuhr mit einer Drehleiter über die tiefer gelegene B 9 an die Unfallstelle heran, um die Fahrgäste mithilfe der Leiter aus dem Zug zu befreien. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die Fahrgäste wurden zunächst in eine Veranstaltungshalle nach St. Goar gebracht, wo sich die Bahn um ihre Weiterfahrt kümmerte.

Sperrung bis Dienstag möglich

Nach Angaben der Bundespolizei bleibt die Zugstrecke voraussichtlich bis Dienstag (13.09.11) gesperrt. Die Lok und mehrere Waggons wurden bereits in der Nacht geborgen. Doch auch das Gleisbett ist durch den Erdrutsch stark beschädigt und muss geräumt und repariert werden. Auch die B9 bleibt zunächst bis mindestens 13 Uhr am Montagmittag gesperrt. Wegen der Bergungsarbeiten zwischen Fellen und St. Goar mussten dort Kräne aufgestellt werden. Der Verkehr wird umgeleitet.


Stand: 12.09.2011, 09.10 Uhr