Wochenauftakt im Schnee: 470 Unfälle auf den Autobahnen
Das winterliche Wetter hat zum Wochenstart (21.01.2013) für zahlreiche Beeinträchtigungen in NRW gesorgt. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr, bei Unfällen blieb es meist bei Blechschäden. Züge fuhren verspätet und Flüge fielen aus. Bis Mitte der Woche gibt es immer wieder Schnee.

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Schneetreiben auf der Autobahn im Stau
Am Montagvormittag (21.01.2013) kam es auf den Autobahnen insgesamt zu mehr als 470 Unfällen, wobei es in den meisten Fällen bei Blechschäden blieb, wie ein Sprecher der Landesleitstelle sagte. 25 Menschen wurden verletzt - nicht alle Unfälle seien jedoch auf die Witterung zurückzuführen, betonte der Sprecher.
Schon früh am Morgen staute sich der Verkehr landesweit auf knapp 380 Kilometer. Aus den Meldungen stach eine besonders hervor: Auf der A2 zwischen Bad Eilsen und Gütersloh gab es Richtung Dortmund auf einer Strecke von 60 Kilometern Staus und stockenden Verkehr und in der Gegenrichtung zwischen Gütersloh und Bad Salzuflen über 20 Kilometer.
Stau in Bielefeld
"Ja, das ist halt der Bielefelder Berg", sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei auf Nachfrage von WDR.de und es klang so, als sei er Winterkummer gewöhnt. "Hier ist alles dicht." Gleich mehrere Lkw hätten sich auf beiden Fahrbahnen quergestellt. "Die Polizei hat da nichts gesperrt, die haben sich selbst blockiert." Auch auf weiteren Autobahnen gab es Unfälle mit zum Teil quer stehenden Lkw.
Verspätungen bei der Bahn
Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte zunächst, es gebe kaum Verzögerungen wegen des Schnees, "das bewegt sich im Bereich von wenigen Minuten." Wie man "wenig" definiert, ist nun wohl Auslegungssache, der ICE von Frankfurt nach Amsterdam hatte beispielsweise um viertel vor neun Uhr eine halbe Stunde Verspätung, als Grund nennt die Bahn auf ihrer Website "witterungsbedingte Störung". Später teilte die Bahn mit, dass es wegen einer Oberleitungsstörung zwischen Düren und Langerwehe im Raum Köln zu Verspätungen komme. Reisende berichteten WDR.de von Verspätungen und Zugausfällen auf der Strecke zwischen Solingen und Köln.
Ausweichlandungen am Flughafen Köln/Bonn
Auch wenn der Flughafen Köln/Bonn am Montagvormittag nur einen Flugausfall hatte, so ist er dennoch stärker vom Winterwetter betroffen. In Frankfurt hat das Wetter den Flugplan gehörig durcheinandergewirbelt, dadurch kam es zu zwölf Ausweichlandungen in NRW. Darunter seien Passagiermaschinen wie zum Beispiel zwei A380 und Frachtflugzeuge gewesen, sagte eine Flughafensprecherin WDR.de: "Das ist schon eine besondere Situation für uns, die wir nicht häufig haben." Am Flughafen Düsseldorf wurden insgesamt 44 Starts und Landungen gestrichen, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Grund dafür war hauptsächlich, dass die Maschinen gar nicht erst nach Düsseldorf kamen, da sie aufgrund des Wetters vor allem in London, Paris, Frankfurt oder München nicht starten konnten.
Der Winter bleibt

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Ab Donnerstag wird es deutlich kälter
Auch am Dienstag ist wieder mit glatten Straßen zu rechnen, warnt Rebekka Krampitz vom WDR-Wetterstudio. "Im Rheinland gehen die Temperaturen wieder in den Plusbereich, sodass der Schnee anschmilzen wird." Dienstag und Mittwoch ist es meist bewölkt, und es fällt nur wenig Schnee. Ab Donnerstag wird es voraussichtlich wieder merklich kälter: "Dann haben wir ruhiges, aber frostiges Winterwetter."
Stand: 21.01.2013, 17.56 Uhr
Kommentare zum Thema (54)
letzter Kommentar: 22.01.2013, 11:23 Uhr
- Schlummi schrieb am 22.01.2013, 11:23 Uhr:
- Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Wir haben Winter und da gibt es nun mal Eis und Schnee. Aber wie im jedem Jahr kommt der Winter plötzlich und unerwartet.
- Jan Bratzel schrieb am 22.01.2013, 10:15 Uhr:
- Da der wunderschön polemisch verfasste Kommentar gelöscht wurde: ich wünsche viel Erfolg bei Unfall No. 471; mit besten Wünschen nach Siegen. Nachträglich herzlichen Glückwunsch zum augenscheinlich im Lotto gewonnen Führerschein. Das Problem sind sind nicht Räumdienste, sondern die Fahrer selber (an die eigene Nase fassen hilft manchmal). Grüße vom Britzfelder Hang. Herzlichst, Ihr Jan Bratzel
- Atze schrieb am 21.01.2013, 17:37 Uhr:
- @ Eifelyeti, gut bemerkt, soweit war ich in meiner Einschätzung gegen 11:00 Uhr auch gekommen, wurde allerdings wegen zu deutlicher Kritik, aus dem Programm genommen. Der WDR ist große Klasse und immer aktuell, da sollten sich anderen Sender mal ne dicke Scheibe beim WDR abschneiden. Ich möchte nichts anderes sehen und hören und Jean Pütz könnte doch mal eine Sendung über Fahrphysik machen, achnee, der ist ja im Ruhestand. Dann könnten alle sehen, dass Reis- SUV gleich den SUV aus Deutschland reagieren, so sie auf Schnee und Eis treffen.
- sedi schrieb am 21.01.2013, 17:30 Uhr:
- Also ich kann mich nicht beklagen.Die Straßen waren ziemlich frei,die Busse und die Bahn waren pünktlich.Die Bahn sogar pünktlicher als im Sommer. :-) Auch waren die Bahnsteige,Treppen und die Zuwege geräumt und gestreut.Und das alles um 5.30 Uhr.Prima Arbeit von allen Beteiligten!! Allerdings waren 80% aller privaten Gehwege voller Schnee,teilweise noch mit dem von vor über einer Woche.Was mich aber nicht weiter wundert.Dort ist man wohl mehr damit beschäftigt, sich über die öffentlichen Räumdienste aufzuregen und Kommentare zu schreiben.Da bleibt wohl keine Zeit,vor der eigenen Türe zu ''kehren''. Außer natürlich die Garageneinfahrt......
- Eifelyeti schrieb am 21.01.2013, 17:14 Uhr:
- @Jeffrey 09:34 Uhr: Oder hinter solchen Schlaubergern wie dir gestanden, weil die Damen und Herren Oberschlauberger mal wieder zu dämlich waren, eine Rettungsgasse freizuhalten. Außerdem, deutsche SUV`s sind auch nicht besser als die asiatischen SUV`s. Die Gesetze der Physik gelten für alle und lassen sich auch durch deutsche SUV`s nicht austricksen, gelle.
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