Wechselhaftes Wetter in NRW Der Sturm und die Folgen

Der Sturm, der am Mittwoch (30.01.2013) über NRW gezogen ist, hat weniger Schäden angerichtet als befürchtet. In Dortmund wurde ein Besenwagen umgeweht, in Köln fielen Metallteile von einer Brücke, in Düren sackte eine Böschung ab.

Eine kräftige Windböe hat am Mittwoch (30.01.2013) in Dortmund einen Besenwagen der Entsorgungsbetriebe Dortmund umgeweht und gegen ein parkendes Auto gedrückt. Der 32 Jahre alte Fahrer wurde eingeklemmt und musste von Anwohnern befreit werden. Er kam mit mehreren Blessuren und einem Schock in ein Krankenhaus. In Köln wurde eine Rheinbrücke wegen herabfallender Gerüstteile für zwei Stunden gesperrt. Verletzt wurde niemand. Auch Fahrzeuge wurden nicht beschädigt.

In Rommerskirchen wurde ein Auto offensichtlich von einer starken Windböe erfasst, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die Fahrerin wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. In Düren sackte eine Böschung über eine Straße und beschädigte mehrere Autos. Verletzte gab es dort nicht. Im ganzen Land rückte die Feuerwehr zu kleineren Einsätzen aus, sicherte lockere Dachziegel und räumte umgestürzte Bäume und Äste zur Seite.


Ursache für die kräftigen Böen war eine Kaltfront, die mit teils heftigen Regenschauern über das Land zog. Zugleich war es außergewöhnlich warm. Bis zu 15 Grad betrugen die Temperaturen am Mittwoch (30.01.2013) in Köln und Bonn: "Das ist in der Tat ungewöhnlich mild für Ende Januar", sagte WDR-Meteorologe Oliver Klein zu WDR.de.


Im Flachland erreichten die Stürme mit Geschwindigkeiten um die 80 Stundenkilometer Windstärke neun, in höheren Lagen der Eifel oder des Rothaargebirges wehte der Wind sogar mit knapp 100 Stundenkilometern. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde auf dem Kahlen Asten gemessen (94 km/h), knapp gefolgt von Aachen-Orsbach mit 93 km/h.

Die Aussicht für Karneval: nasskalt

In den kommenden Tagen muss mit wechselhaftem Wetter gerechnet werden. Am Donnerstag legt sich der Wind etwas, die Temperaturen erreichen nur noch sechs bis neun Grad. Stärkeren Wind gibt es dann wieder am Freitag, die Temperaturen sinken weiter. Am kommenden Wochenende steigen die Thermometer im Flachland nur noch auf zwei bis fünf Grad, es gibt Schneeregen, über 400 Meter auch Schnee. Für Karneval sagt Meteorologe Klein "eher nasskaltes Wetter" voraus. "Ein stabiles Hochdruckgebiet ist nicht in Sicht, man muss sich auf wechselhaftes Wetter einstellen."


Stand: 31.01.2013, 08.36 Uhr


Kommentare zum Thema (6)

letzter Kommentar: 31.01.2013, 08.36 Uhr

Wetterfrosch schrieb am 31.01.2013, 08.36 Uhr:
Und schon wieder das leidige Thema Wetter ...
Was erleben... schrieb am 31.01.2013, 00.04 Uhr:
...wir denn? Es ist Winter. Es ist Wetter. Es ist NORMAL!!!!
Anonym schrieb am 30.01.2013, 22.28 Uhr:
Das Wetter ist keine Katastrophe. Katastrophen kommen plötzlich und unerwartet zB. wie ein Vulkanausbruch. Was wir nun erleben ist das , was wir alle zu verantworten haben, und es wird schneller als vorausgesagt schlimmer werden, denn die Jagd nach immer mehr Profit hat in unseren Köpfen immer noch Vorrang.
Hans schrieb am 30.01.2013, 20.36 Uhr:
Bei uns sind schon überall das Sonnenöl und die Badehosen ausverkauft.
andrea schrieb am 30.01.2013, 14.10 Uhr:
Das ist doch kein Wetter - das ist eine Katastrophe!

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