Nordische Kälte bis in die Rheinebene Das große Zittern

Es tarnt sich harmlos als "Cooper", aber eigentlich müsste das Hoch, das Nordrhein-Westfalen seit Sonntagabend (29.01.2012) im Griff hat, "Väterchen Frost" heißen. Aus Russland kommt das Kaltluftgebiet. Es bringt bis zu minus 20 Grad und Dauerfrost.


Raureif auf einem Gänseblümchen
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Dauerfrost hat NRW spätestens ab Mittwoch im Griff.

Russland im Winter - rein temperaturmäßig kein schöner Gedanke. Man sollte sich allerdings auch in unseren Breitengraden mit ihm anfreunden, denn seit Sonntagabend (29.01.2012) schleicht sich von Osten aus ein Kaltluftgebiet in Nordrhein-Westfalen ein, das aus dem westlichen Russland und dem nördlichen Skandinavien klirrende Minusgrade bis an den Rhein bringt. Verantwortlich dafür, dass sich auch Deutschland nach zwei Monaten Feuchtigkeit und Herbststimmung endlich wie im Winter fühlen darf, ist ein Hoch mit dem völlig unrussischen Namen "Cooper". Und wie es scheint, bleibt es uns auf länger erhalten.

Für Romantiker begann die Kältewelle am Montag (30.01.2012) mit Schnee, allerdings hält sich die weiße Pracht laut WDR-Wetterexperte Fabian Ruhnau in Grenzen. Im Osten NRWs können im Laufe des Tages ein bis zwei Zentimeter liegen bleiben."

In der Eifel und im Sauerland: minus 15 Grad


Der Atem einer Joggerin zeichnet sich im Gegenlicht der Sonne ab.
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Nicht nur Jogger sollten sich warm einpacken.

Bis Dienstag (31.01.2012) ändert sich erstmal nichts, am Rhein klettern die Temperaturen tagsüber noch bis knapp über Null, "in Ostwestfalen herrscht aber bereits Dauerfrost", sagt Ruhnau. Richtig unangenehm wird es dann in der Nacht zu Mittwoch (01.02.2012): Der Frost aus der Osthälfte NRWs wird sich dann im gesamten Land verbreiten, am Morgen bleibt das Thermometer in den Städten bei minus 6 bis minus 9 Grad stehen. Im Sauerland, in Ostwestfalen und in der Eifel sorgen knackige minus zehn bis minus 20 Grad für großes Schlottern. Ein Ende ist nicht in Sicht: "Bis auf Weiteres wird es wohl richtig kalt und trocken bleiben", wagt Ruhnau eine Langzeitprognose.

Auch für die Autofahrer werden die kommenden Tage schwierig. Zwar ist dank trockener Witterung nicht mit Eisregen oder Blitzeis zu rechnen. Trotzdem konnte es vor allem am Montag (30.01.2012) in den Morgenstunden rutschig werden, wenn die dünne Schneeschicht der Nacht zu einem Matschfilm auf der Fahrbahn wurde. Erfreulicherweise hat es bislang keine schweren Unfälle gegeben. Auch wenn keine Nässe in Sicht ist: "Auf Glätte sollte man sich bei Dauerfrost immer einstellen", rät Ruhnau. Vor allem in Bereich von Brücken und Flussufern kann Glatteis entstehen.


Stand: 30.01.2012, 08.10 Uhr


Kommentare zum Thema (30)

letzter Kommentar: 31.01.2012, 09:54 Uhr

Dobrowolski schrieb am 31.01.2012, 09:54 Uhr:
"Der Russe" hat uns doch noch nie etwas vernünftiges gebracht.
Sun Taunus schrieb am 30.01.2012, 23:39 Uhr:
Ach was solls, besser kalt und Sonne, als Regen und Wind! Man kann nur hoffe, dat keine Wasserleitung einfriert..... grins. Und für Hunde is dat auch nicht so schön..... vielleicht sollte man denen ein Mäntelchen kaufen..... :-) Ansonsten... "Cooper" lass frieren!
Fux schrieb am 30.01.2012, 22:34 Uhr:
@ MG, merken sie wo mein Beitrag, auf den sie sich beziehen, verbleiben ist? Wie dem auch sei, ich freue mich auf kalte Tage mit eisigen Temperaturen und Sonnenschein, das ist Winterwetter wie ich es mag. Da werde ich mal eine Runde mit dem Rad machen, an die Ruhr gehen und die Seele kalt auftanken. Daheim dann nen lecker Tee oder einen Grog, ich freu mich drauf :-).
MG schrieb am 30.01.2012, 20:35 Uhr:
@Fux, entschuldigung wegen dem Schreibfehler. Wenigstens wurde erkannt was gemeint ist, es besteht ja nicht der geringste Zweifel über die Qualität der Marke, bezweifelt wird ja nur ob der Träger keine Minderwertigkeitskomplexe hat. Da muss sich doch der Träger einer No- Namemarke unterbemittelt fühlen obwohl bei ihm auch das Wasser abperlt und er nicht friert.
Eifelyeti schrieb am 30.01.2012, 20:08 Uhr:
Na hoffentlich kommt der Winter jetzt endlich in Fahrt. Denn merke: ein ordentlicher Winter und ein ebensolcher Sommer gehören in unseren Breitengraden nunmal zusammen. Was jetzt noch fehlt, ist eine ordentliche Schneeauflage, zur Freude von Kindern und Wintersportlern.

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