Aufregung rund um den Bütgenbacher See Wels soll Hund geschluckt haben

Von Claudia Zimmermann

Helle Aufregung im idyllischen Ort Bütgenbach im deutschsprachigen Belgien. Ein Wels soll einen Hund verschluckt haben, direkt vor den Augen seiner Besitzerin.


Flusswels
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Der Flusswels ist der größte reine Süßwasserfisch Europas

Bis vor kurzem war hier an der deutsch-belgischen Grenze die Welt noch in Ordnung. Ein idyllischer Dorfplatz, eine Kirche, knapp sechstausend Einwohner und ein wunderschöner, ruhiger See inmitten prachtvoller Natur. Viele kamen gerne hierher zum Baden. Doch jetzt sieht alles anders aus. Der gefräßige Riesenwels ist im Dorf das Tagesgespräch. Der Bütgenbacher See - ein Ausflugsziel für Liebhaber von Horrorszenarien und Monstergeschichten? Da erinnert man sich an den Killerwels Kuno, der vor Jahren in einem Mönchengladbacher Teich einen Dackel verschluckt haben soll. Immer wieder tauchen Geschichten von solchen Fischen auf, die kleine Hunde gefressen haben sollen.

Beim Baden gefressen

Der kleine Hund soll im Bütgenbacher See gebadet haben, als der Wels auftauchte und zuschnappte. Weg war der Hund. Doch Zeugen gibt es nicht, auch die Hundehalterin hat sich bisher nicht gemeldet, womöglich steht sie unter Schock. Was ist also dran an der Geschichte aus Bütgenbach?

Der Wels ein Monsterfisch?


Helmuth Schleck
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Helmuth Schleck, Fischereiaufseher Bütgenbach

Tatsache ist: Der Flusswels ist der größte reine Süßwasserfisch Europas. Er kann bis zu anderthalb Meter groß und fünfzig Kilo schwer werden, manche berichten sogar von noch größeren Exemplaren. Der Raubfisch hat ein gigantisches Maul – es misst ein Fünftel seiner Körpergröße. Dass ein solcher Fisch mit seinem Riesenmaul einen kleinen Hund verschlucken kann, das kann sich der Fischereiaufseher aus Bütgenbach durchaus vorstellen.

Wahrheit oder Gerücht?

Beweise gibt es also nicht, die Besitzerin des Schoßhundes ist verschwunden. Aber für die Bütgenbacher steht jedenfalls fest: Der Wels vom See ist das neue Monster von Loch Ness.


Stand: 11.10.2011, 17.30 Uhr


Kommentare zum Thema (25)

letzter Kommentar: 13.10.2011, 17:41 Uhr

ABO schrieb am 13.10.2011, 17:41 Uhr:
Bei Google mal "Grössten Welse" eingeben, der zweite Link zeigt ein Video: "Monster in Badeseen",hi,hi dagegen ist der hier zur Debatte stehende Wels ein Stichling, ein Kümmerling. Die Biester werden bis zu 2,50 Meter lang, und bis zu 200Kg schwer. Und früher hat es mal einen gegeben, der war über 350 Kg schwer. Ich fordere ein sofortiges Badeverbot für alle Dackel!
Eman Rhi schrieb am 13.10.2011, 12:32 Uhr:
Eine unglaublich mysteriöse Geschichte, die einen kalten Schauer den Rücken herunter fahren lässt. Ein Killer-Wels, ein verschwundener Hund und erfolglose Jäger. Dieser Stoff hat das Zeug zu einem Mysterythriller. Ganz ehrlich, ich finde diesen Bericht interessanter als die Schlagzeile: "Der Industriedienstleister Ferrostaal kommt aus der Krise nicht heraus." Passt super in die Kategorie "Panorama". Bitte an der Geschichte dranbleiben, lieber WDR.
@reni schrieb am 13.10.2011, 07:46 Uhr:
weil ich von hier keinen Zugriff auf andere Nachrichtenseiten habe.
Förster, Alexander schrieb am 12.10.2011, 20:56 Uhr:
Bevor nun die ganzen Welsangler den See überfluten, möchte ich an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, das es sich um ein Vereinsgewässer handelt und 2 Genemigungen notwendig sind um dort zu angeln. Einmal die Postgenemigung für die Wallonischen Gewässer und die Vereinskarte der LRPE . Im übrigen sei gesagt , das es sich rund um den See um ein Naturschutzgebiet handelt, und offenes Feuer (Grillen) und Nachtangeln verboten sind. Bei Zuwiederhandeln wartet eine Strafanzeige und die Beschlagnahme der gesammten Ausrüstung auf die Angler.
Förster, Alexander schrieb am 12.10.2011, 20:28 Uhr:
Gehöre selber zur Fischereiaufsicht im Bütgenbach, habe im sommer schon öfter den Albino Wels gesehen, immer an der selben stelle. ( er ist auch bei Tauchern bekannt ) Anglern die ich auf dem see getroffen habe, berichteten, das ihnen beim " BISS" die Angel zerlegt wurde an eben besagter Stelle. Wer sich also mit dem Fischen beschäftigt und selber das Gewässer über Jahre "gelesen" hat, dem bleibt keine andere Schlussfolgerung. Ob wir als Fischer nun belächelt werden oder nicht ( Anglerlatein ), wir wissen was sich unter der Oberfläche dieses Gewässers regt und bewegt. Werde am Wochenende selber mal wieder auf die Jagt nach diesem Tier gehn, wie schon öfter. Bis lang, aber leider ohne Erfolg.

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