Schießerei in Siegen Waffennarr muss ins Gefängnis

Im April schoss ein 28-Jähriger in Siegen um sich. In seiner Wohnung fanden die Beamten Maschinengewehre, Pistolen und mehrere Tausend Schuss Munition. Das Landgericht Siegen verurteilte ihn am Freitag (07.09.2012) zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten.


Auf dem Tisch liegende Waffe mit daneben liegender Munition
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Die Herkunft der illegalen Waffen ist noch nicht geklärt

Der Mann aus Siegen hatte ein umfangreiches Waffenarsenal gehortet. Die Polizei stellte in der Wohnung von Axel K. drei Sturmgewehre, ein Maschinengewehr, eine Maschinenpistole, fünf Pistolen, zwei Revolver, eine scharfe Handgranate sowie mehrere Tausend Schuss Munition und 250 Gramm Schwarzpulver sicher. Woher die illegalen Waffen stammen, sei noch unklar, sagte Gerichtssprecher Dirk Kienitz. Die Vorwürfe der Anklage gegen den Siegener lauten: Bedrohung von Beamten, Verstoß gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Am Freitag (07.09.2012) musste er sich deswegen vor dem Landgericht Siegen verantworten. Das Urteil wurde noch am selben Tag gefällt: K. muss für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Der Strafrahmen für die Vergehen liegt zwischen einem und fünf Jahren. Mit dem Strafmaß habe der Richter deutlich gemacht, wie gefährlich die Situation war, die der Verurteilte schuf: "Die Polizei hat sogar an einen finalen Rettungsschuss gedacht", so der Sprecher des Gerichts.

Video Großeinsatz der Polizei in Siegen (01:43 Min.) WDR aktuell vom 26.04.2012

Großeinsatz der Polizei in Siegen

Angeklagter verschanzte sich in der Wohnung

Alex K. hatte am 25. April 2012 einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nach Angaben der Polizei sollten ihn zwei Beamte an diesem Morgen an seinem Arbeitsplatz verhören. Nachdem sie ihre Dienstausweise gezeigt hatten, habe der Angeklagte eine Pistole gezogen, sie bedroht und die Herausgabe ihrer Dienstwaffen gefordert. Auf dem Weg zu seinem Auto habe er einen Schuss abgegeben. Daraufhin sei der Mann in seine Wohnung geflohen und habe versucht, mit seinem umfangreichen Waffenarsenal zu flüchten.

Beim Verlassen des Hauses standen die Einsatzkräfte aber bereits vor der Tür und hatten das Gebiet weiträumig abgeriegelt. Nach Angaben der Polizei zog sich der 28-Jährige daraufhin wieder ins Haus zurück und feuerte eine Salve von Schüssen aus seinem Sturmgewehr in die Luft. Verletzt wurde dabei niemand. Der Siegener hatte Polizei und Anwohner über acht Stunden in Atem gehalten, bevor er schließlich aufgab und sich stellte.


Stand: 07.09.2012, 12.01 Uhr


Kommentare zum Thema (26)

letzter Kommentar: 10.09.2012, 03:29 Uhr

RechtsDaumenLinks schrieb am 10.09.2012, 03:29 Uhr:
@HeinzB aus NRW. Wo leben Sie eigentlich? Ach egal. Auf jeden Fall möchte ich dort auch gerne Leben. Wobei eine Lockerung des Waffengesetzes sicher auch nicht schlecht wäre. Man stelle sich mal vor man bekäme beim Aldi ab einem Einkaufswert von 150,-€ was nettes won Walter, Sig-Sauer oder Glock dazu. Ab 300,-€ dürfte es dann gerne auch mal ein beliebtes Sturmgewehr aus Russischer Produktion sein, aber nur mit Fair-Trade Siegel bitte. Dann hätten wir doch annähernd die ach so erstrebenswerten amerikanischen Verhältnisse was ja auch eine kulturelle Bereicherung darstellen würde. Na und darauf sind wir doch alle ganz scharf.
Analytiker schrieb am 08.09.2012, 09:36 Uhr:
@dummer Martin : "Wir haben nach Amerika die meisten Toten durch Schusswunden." Wo haben Sie denn diesen Unfug gelesen ? Seit die Sozialisten in Venezuela regieren, hat das Morden dort Hochkonjunktur. In anderen Staaten Südamerikas sieht es auch nicht besser aus. In Südafrika muß sogar der Rettungsdienst bewaffnet seinen Dienst versehen, in diversen asiatischen Staaten in Asien geht auch die Post ab. Zum Glück sieht es bei uns ganz anders aus. Die Anzahl der durch Schußwaffen getöteter ist hier sehr klein.
dummer Martin schrieb am 08.09.2012, 08:47 Uhr:
@Zentralorgan: Diesen Kerl als harmlos zu bezeichnen, ist eine Umkehrung der Fakten sondergleichen. Der war - an seinem Arbeitsplatz - anscheinend bewaffnet, hat den Polizisten die Waffen abgenommen, hat um sich geschossen und in seiner Wohnung ein Waffenlager. Solche Leute "verteidigen" sich nicht, das sind die Angreifer! Wir haben nach Amerika die meisten Toten durch Schusswunden.
Das Zentralorgan schrieb am 08.09.2012, 04:09 Uhr:
Nein, otto. Die Forderung nach freier Meinungsaeusserung ist die "groesste Dummheit". Die Forderung nach Waffen, um "die groesste Dummheit" evtl. absichern zu koennen, ist nur die zweitgroesste Dummheit.
Atze schrieb am 08.09.2012, 00:00 Uhr:
@heinzb: ist schon erfrischend wie du den unterschied zw. bürgern, politik und politikern beschreibst. schau auch mal beim WDRgolf7 rein, dort bekommst du das volle betroffene programm von neudeutschen weltverbesserern zu lesen. Ein neues Auto wird serienmäßig gebaut und der Mob schreit nach Sühne für des dritten reiches. Arschlochmentalität setzt sich durch.

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