Schnee sorgte für Verkehrschaos Verkehr läuft wieder normal

Schneefall und glatte Straßen haben am Mittwochmorgen (06.02.2013) den Verkehr in vielen Teilen des Landes lahmgelegt oder zumindest für starke Behinderungen gesorgt. Es kam zu mehreren schweren Unfällen. Später hat sich die Lage wieder beruhigt.


Stau durch Winterwetter

Nach dem Verkehrschaos am Mittwochmorgen (06.02.2013), das in weiten Teilen NRWs herrschte, hat sich die Situation auf den Straßen im Laufe des Tages schnell wieder beruhigt. Um 12 Uhr meldete das WDR-Verkehrsstudio nur noch 73 Kilometer Stau in NRW, um 17:30 Uhr waren es nur noch 40 Kilometer. Die Schwerpunkte lagen dabei im Ruhrgebiet, wo die Autofahrer noch länger mit den Folgen des morgendlichen Wintereinbruchs zu kämpfen hatten.

Um 8.45 Uhr am Mittwochmorgen hatte das WDR-Verkehrsstudio noch insgesamt 663 Kilometer Stau in NRW gemeldet - ein Rekordwert in diesem Jahr. Besonders betroffen: das Ruhrgebiet. Ob A42, A40, A2 oder A1 - "dort ist es total dicht", hieß es im WDR-Verkehrsstudio Dortmund. In Essen und Bochum fielen zehn Zentimeter Neuschnee. Auch auf den Autobahnen aus den Niederlanden ging so gut wie nichts mehr. Auf der A57 bei Kleve sowie der A3 zwischen Rees und Ratingen kam es zu Staus und Behinderungen zwischen 30 und 40 Kilometern Länge. Auf der A31 von Norden Richtung Bottrop standen die Autofahrer auf ungeräumter Strecke über 20 Kilometer lang.

Verkehr auf der Autobahn A3 Nähe Düsseldorf Video Schnee sorgt für Verkehrschaos (02:00 Min.) WDR aktuell vom 06.02.2013

Schnee sorgt für Verkehrschaos

Glatte Straßen und zahlreiche Unfälle


Stau durch Winterwetter im Sauerland
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Auch im Sauerland staute sich der Verkehr

Besonders im Westen und Süden des Landes kam es aufgrund teils heftiger Schneefälle zu zahlreichen Glätteunfällen. Allein auf den Straßen um Dortmund und Lünen krachte es am Morgen 70 Mal. Bei einem Unfall auf der A45 nahe Olpe rutschte ein Mann mit seinem Lastwagen gegen eine Schutzplanke. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt. Es entstand ein Stau von mehreren Kilometern Länge, die Autobahn in Richtung Dortmund wurde zunächst voll gesperrt. Am Vormittag war die Unfallstelle einspurig befahrbar. Im Kreis Wesel passierten laut Polizeiangaben 31 Unfälle, dabei wurde eine Person leicht verletzt. In Krefeld prallte eine Autofahrerin gegen einen Baum und verletzte sich leicht. Münsterland und Ostwestfalen blieben am Morgen zwar von Neuschnee weitgehend verschont. Dort führte allerdings überfrierende Nässe zu glatten Straßen. Die Polizei Lippe meldete 15 Unfälle im morgendlichen Berufsverkehr. Dabei wurden zwei Autofahrer leicht verletzt.

Probleme auch bei Bus, Bahn und Flieger

Der Zugverkehr zwischen Oberhausen und der niederländischen Grenze wurde komplett eingestellt, unter anderem war ein umgekippter Baum Schuld an den Störungen. Auch in Essen fuhren keine Busse; Straßenbahnen hatten lange Verspätungen oder fielen ganz aus. Am Düsseldorfer Flughafen fielen 60 Flüge aus. Zwischen 8.00 Uhr und 9.15 Uhr musste der Flugverkehr wegen des starken Schneefalls eingestellt werden. Es kam zu Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden. Acht Maschinen wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Auch am Flughafen Paderborn kam es zu Verspätungen und Umleitungen.

Bis zum Wochenende: wechselhaft und nasskalt

Verantwortlich für die Schneefälle war ein Tief, das am Mittwochmorgen von Nordwesten her über NRW gezogen war. Gegen 9 Uhr hatte sich die Wetterlage im Ruhrgebiet wieder beruhigt. "Das Tief wandert gerade Richtung Süden, dort wird es aber nicht so viel Schnee geben wie am frühen Morgen", sagte Rebekka Krampitz vom WDR-Wetterstudio zu WDR.de. Bis zum Wochenende muss man laut Krampitz mit wechselhaftem, nasskalten Wetter rechnen, auch die eine oder andere Schneeflocke wird herunterkommen. "Zehn Zentimeter Neuschnee wie heute morgen wird es aber nicht geben", so Krampitz. Am Wochenende stabilisiert sich das Wetter in NRW, allerdings wird es mit Temperaturen um den Gefrierpunkt auch etwas kälter.


Stand: 06.02.2013, 17.41 Uhr


Kommentare zum Thema (62)

letzter Kommentar: 07.02.2013, 22:41 Uhr

Anonym schrieb am 07.02.2013, 22:41 Uhr:
Wenn weiterhin unser Geld in die Ex- DDR fließt brauchen wir uns über Personalabbau bei Straßen NRW oder bei den Städten nicht zu wundern. Kindergärten, Schwimmbäder, Theater, Kitas, sie werden geschlossen oder das Angebot schwindet. Die Straßen sind kaputt wie ich es noch nie erlebt habe. Der Winter ist nur temporär, der Rest der Probleme bleibt und wird sich auch nicht ändern, wenn Westdeutschland sich nicht endlich wehrt.
Heinzb aus nrw schrieb am 06.02.2013, 22:05 Uhr:
Ein vollkommenes, gewolltes Versagen der dafür Verantwortlichen in Oberhausen, Streufahrzeuge fuhren ohne streuen der Straßen im Stau mit, Busverkehr in Oberhausen eingestellt für Stunden, spiegelglatte Straßen, Mittags in Std. 13.00 bei Schnee- und Eisschmelze 3 Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen mit einem Eimer Salz per Handstreuung auf die Ampelübergänge für Fußgänger der Duisburger Straße in Oberhausen. Mein Vater sagte mir, in den 40er Jahren in Stalingrad fuhren die Busse und Straßenbahnen bei 1 m Schneehöhe und - 40 Grad C. pünktlich, obwohl die Deutschen vor Stalingrad lagerten. Aber da waren die Straßen wohl noch in Ordnung und nicht so mit Schlaglöchern gespickt wie heute hier in Oberhausen in NRW, in Deutschland. Und 40 Grad Minus haben wir auch nicht, das werden wohl die Probleme sein, denke ich.
roberta schrieb am 06.02.2013, 21:52 Uhr:
die vielen winter früherer jahre ohne schnee ohne große kälte haben wohl zu einer gewissen aversion gegen schnee geführt. in thüringen wird generell nicht gestreut, gar nicht, und da kommen die leute auch klar und es gibt nicht solche staus wie in nrw wenn sich nur eine schneeflocke blicken lässt.es ist winter, entgegen aller seltsamen prophezeiungen in sachen klimaerwärmung, erderwärmung, im flachland gebe es keine winter mehr mit minusgraden und schnee, im bergland nur noch in hohen lagen. lange ist es nicht her, dass die medien dieses szenario verbreitet hatten. und nun? schnee im winter in nrw unterhalb des kahlen astens....oh wunder. alle schimpfen auf die räumdienste, alle sind sauer. warum? winter ist schnee und winter ist kalt. und die kinder haben riesenspaß weil sie endlich mal mit den schlitten raus können. also, nicht alle meckern und maulen, früher aufstehen und den kiddies den scnnee gönnen.
Dieter aus WES (Niederrhein) schrieb am 06.02.2013, 18:26 Uhr:
Ich selbst mit Wohnort in der Nähe von Wesel war selbst von diesem ganzen Dilemma betroffen, da ich erzwungener Maßen vor gut drei Jahren eher unfreiwillig zum Pendler geworden bin und wie jeden Morgen mit dem Auto nach Münster fahren wollte. Zweckloses Unterfangen, wie sich herausstellte, denn um Oberhausen herum ging nichts mehr, obwohl es sich mit der eigentlichen Schneemenge in Grenzen hielt. Hier war`s ursächlich wohl eher, wie so häufig, der sich in den letzten Jahren mehr und mehr auf die Straßen verlagerte "fahrende" - oder heute morgen eher stehende - "Lagerraum", der schon bei der relativ wenigen Glätte immer wieder zum Stehen kam und so auch noch mehr Straßenglätte verursachte. Solange der Gesetzgeber hier nichts unternimmt, werden wir alle darunter weiterhin leiden müssen und viele Stunden unserer aller kostbaren Arbeitszeit auf der winterlichen Straße verbringen müssen! Na, wenn das Sinn macht ...
geradi schrieb am 06.02.2013, 17:20 Uhr:
ja ja wir haben noch winter,gelle

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