Unfall am Dortmund-Ems-Kanal Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vater

Die Umstände des Unfalls sind mysteriös, deswegen ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft: Ein Auto stürzte am Dienstagabend (16.10.2012) in den Dortmund-Ems-Kanal. Ein achtjähriges Mädchen kam ums Leben. Ihr Vater und der fünfjährige Bruder schweben weiter in Lebensgefahr.

 

Bei einer mutmaßlichen Familientragödie ist in Dortmund ein achtjähriges Mädchen ums Leben gekommen, Vater und Bruder erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch (17.10.2012) mitteilte, war der 28-jährige Mann am Dienstagabend (16.10.2012) mit seinem Pkw in den Dortmund-Ems-Kanal gefahren - in dem Wagen saßen auch noch seine beiden Kinder. Taucher mussten die Insassen aus dem Auto retten. Das Mädchen starb später in einem Krankenhaus.

Fenster offen, Kinder angeschnallt


Rettungskräfte nähern sich in der Nacht in einem Rettungsboot einem zuvor in den Emskanal gefahrenen und untergegangenen Pkw zu.
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Rettungskräfte nähern sich in der Nacht dem untergegangenen Pkw

Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts. Nach Angaben der Anklagebehörde hatten der Vater und seine beiden Kinder auf der Rückbank des Automatikwagens gesessen. Als das Auto in den Kanal rollte, waren die Fenster geöffnet. Eine Zeugin beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Weitere Angaben zum Tathergang konnte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht machen.

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Das Fahrzeug lief innerhalb kurzer Zeit mit Wasser voll und sank. Taucher der Feuerwehr befreiten die drei Insassen aus dem Auto in fünf Metern Tiefe. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers mussten sie von Notärzten reanimiert werden. Es habe eine Stunde gedauert, bis die Menschen ins Krankenhaus transportiert werden konnten.

Obduktion im Laufe des Mittwochs

Die Leiche des Mädchens sollte im Laufe des Mittwochs obduziert werden. Der Vater und der fünfjährige Sohn schwebten auch am Mittwochabend noch in Lebensgefahr. Das mögliche Motiv für die Tat ist bislang unklar. Ob es möglicherweise einen Streit des 28-Jährigen mit seiner Freundin - der Mutter der Kinder - gegeben hatte, konnte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht sagen.

Taucher suchten im Wasser nach möglichen weiteren Personen, weil laut Feuerwehr zunächst nicht klar war, ob noch jemand in dem Auto gesessen hatte. Später zogen Spezialisten den Wagen mithilfe eines Luftkissens an den Rand des Kanals, wo ihn ein Kran der Feuerwehr aus dem Wasser hob.


Stand: 18.10.2012, 17.52 Uhr