Ticker zum 11.11.2012 Jeck aktuell - der Ticker zum Nachlesen

3-2-1-Tusch - die Session ist eröffnet. Überall in NRW starteten die Karnevalisten in die Session 2012/2013. Was an diesem sonnigen Sonntag im November so alles Jeckes passiert ist, gibt's zum Nachlesen und -gucken hier im Ticker.

Alaaf, Helau und tschüss...


Kölner Karneval
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15.11 Uhr: Liebe Jecke, das ganze Land bleibt bis morgen Früh im Zustand erhöhter Lebensfreude. Ihr jecker Live-Ticker von WDR.de macht für heute Schluss und wünscht weiterhin viel Spaß an der Freud. Wir sind an Weiberfastnacht wieder für Sie da. Bis dahin. Alaaf, Helau und tschüss ...

Stehvermögen gefragt


Kölner Karneval
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14.58 Uhr: Die Nacht ist nicht zum Schlafen da. Der Tag allerdings erst recht nicht, möchte man diesem kölschen Narren zurufen.

Heiterkeit kennt keine Grenzen


Kölner Karneval
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14.51 Uhr: Alaaf - so ein Tag, so wunderschön wie Kölle: Jetzt werden die Jecke auch noch von der Sonne gebützt.

Brings bringt's


Brings
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14.44 Uhr: Gerade rocken Brings den Heumarkt: "Solange wir noch am Leben sind" - nun, solange wird wohl gefeiert, getanzt, gebützt, geschunkelt, Spaß gemacht und alles, was sonst noch Freude bereitet.

Alles geht


Karnevalisten Brautpaar
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14.32 Uhr: Nach wie vor wird im ganzen Land friedlich geschunkelt. Und wer es immer noch nicht wissen sollte: Der rheinische Karneval ist bei allem Spott tolerant und weltoffen, wie dieses typische Kölner Brautpaar mit anglophilen Vorlieben unter Beweis stellt.

Knacki Deuser und der FC


Karneval in Köln
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14.19 Uhr: Auch Comedian Knacki Deuser ist längst im Kölner Karneval angekommen. Und seine Liebe zum 1. FC Köln kann er auch nicht verheimlichen, wenngleich die Auseinandersetzung mit dem krisengebeutelten Zweitligisten wohl nicht immer ganz einfach ist: "Wenn du über den FC schreibst, musst du kreativ sein", sagt Knacki augenzwinkernd.

Dreigestirn außer Rand und Band


Kölner Dreigestirn
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14.02 Uhr: Im Zustand deutlich erhöhter Lebensfreude: das Kölner Dreigestirn.

Die Hände zum Himmel


Kölner Karneval
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13.50 Uhr: Die Hände zum Himmel - ganz NRW schunkelt, bützt und tanzt sich in Ekstase.

Von Höhnern und Raaben


Stefan Raab
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13.38 Uhr: Och dat noch: Humoristen-Rambo Stefan Raab gibt ein Duett mit den Höhnern. Motto: "Mer wolle fiere." Ja, wat auch sonst.

Rathaus von Jecke belagert


Düsseldorfer Narren vor dem historischen Rathaus
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13.30 Uhr: Sessionseröffnung am Sonntag, da platzt der Düsseldorfer Rathausplatz aus allen Nähten. Josef Hinkel (auf dem Rathausbalkon), Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus: "Einfach großartig, ein perfekter Tag." Helau!

Jecke Friedensbewegung


Gruppe als Giraffen verkleideter Karnevalistinnen
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13.25 Uhr: Ob Köln, Düsseldorf oder wo auch immer im Lande, die Polizei vermeldet bislang keine besonderen Vorkommnisse. Nordrhein-Westfalens Karnevalisten haben sich zur schunkelndsten Friedensbewegung der Welt vereint.

Kontrollierter Kontrollverlust


Karneval in Köln 11.11.
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13.16 Uhr: Jeder Jeck ist anders, jeder hat einen anderen Zugang zum Karneval. Die französische Journalisitin Cécile Calla bringt die rheinische Ausgelassenheit auf die Formel: närrisches Treiben = kontrollierter Kontrollverlust. Soll wohl heißen: Die Sau wird rausgelassen, aber nicht geschlachtet.

Funky Marys mit Petrus im Bunde


Kölner Karneval
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13.07 Uhr: Immer wieder ein Hingucker sind die flotten Funky Marys auf der Bühne am Kölner Heumarkt. Und die haben's gerade auf den Punkt gebracht: "Petrus muss 'ne Jeck sein." Es ist zwar bewölkt rund um den Dom, aber auch nach wie vor trocken - zumindest äußerlich. Weiter so.

Jecke Entwicklungshilfe


Kinder in Gardekostümen
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13.00 Uhr: Wie schön, dass es da noch Exilanten gibt, die sich auch fern der Heimat nicht vom Feiern abhalten lassen. Seit 15 Jahren wird am 11.11. in der Berliner Karnevals-Kultkneipe "StäV" (steht für Ständige Vertretung) die Session eingeläutet. Inzwischen gibt es etliche Berliner Lokale, die vom Jecken-Virus infiziert worden sind. Es handelt sich hier wohl um die angenehmste Infektion der Welt, von der man unter keinen Umständen je wieder kuriert werden möchte.

Auf den Nachwuchs ist Verlass

12.55 Uhr: Besonders karnevalsresistent sind die 45- bis 65-Jährigen. Bei jedem dritten Befragten dieser Altersgruppe steht fest, dass um Partys, Sitzungen, Umzüge und Weiberfastnacht ein großer Bogen gemacht wird. Ganz anders verhält sich die jüngere Generation. 43 Prozent der unter 24-Jährigen wollen es richtig krachen lassen, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 37 Prozent. Anlässe gibt es in NRW genug, bis die Session am 13. Februar 2013 zum Aschermittwoch beendet wird.

Knapp ein Viertel Verweigerer

12.51 Uhr: Demnach ist für 23 Prozent aller Rheinländer klar, dass Sie Karneval grundsätzlich nicht mitfeiern. 27 Prozent sagen sich: Da simmer dabei, und zwar richtig. Jeder sechste will es ruhig angehen lassen, aber das ist relativ.

Nur jeder zweite jeck?


Kölner Karneval
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12.50 Uhr: Wenn man sich das Treiben vor allen Dingen in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf vor Augen führt, mag man kaum glauben, dass sich nur knapp jeder zweite Rheinländer auf die fünfte Jahreszeit freut. Das behauptet zumindest eine repräsentative Online-Trendstudie, die im Auftrag einer großen Versicherung unter 1.000 Bürgern durchgeführt wurde.

Pirat und Hippie total hip

12.45 Uhr: Kostümtrends sind wie schon in den Vorjahren Pirat und Hippie. "Das ist 'ne Neverending-Story", sagt der Chef eines großen Kölner Kostümladens. Neu sei, dass viele Narren nicht nur die Lieder der beliebtesten Karnevalsbands mitsingen wollten, sondern sich auch so ausstaffierten. Bei Brings braucht man etwa die Krawatte, den Hut, den Rock, alles in groß kariertem Schottenmuster. In der vergangenen Session hatten intellektuell angehauchte Jecke mit Eurokrisen-Kostümen für Furore gesorgt.

Bläck Fööss in ihrem Element


Bläck Fööss
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12.43 Uhr: Sie zeigen seit über 40 Jahren Flagge: die Bläck Fööss, die vielleicht kölscheste aller kölschen Bands. Am Freitag noch beim Arsch-huh-Konzert, rocken sie gerade den Heumarkt. Ein Traum ...

Düssel-OB verhohnepiepelt Köln

12.37 Uhr: Er kann es nicht sein lassen. Düsseldorfs OB hat in seiner Gegenrede auch den Kölnern schnell noch einen mitgegeben:
"Apropos Tiere, ich musste echt lachen
Wie die Kölner in Düsseldorf Werbung machen
Auf riesigen Wänden las man hier sodann
Schau`n sie sich doch mal die Kölner Affen an
Damit wollten die Südstädtler Düsseldorf rocken
Und die Radschläger aus ihrem Aquazoo locken
Mit de Seilbahn über den Rhein sie zu schicke
Um für 'teures Jeld kölsche Aape zo kicke'
Statt Fische meinten se ihr Aape wör`n schöner
Dabei reichen uns doch schon ihre singenden Höhner
Geh in Aquazoo rat ich, reich ne Karte dir rüber
Denn Fisch ist gesund: 'Guten Morgen, mein Lieber!'"

Tage wie diese


Nils Bokelberg
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12.33 Uhr: Nicht unbedingt in Köln abspielbar, aber die Hymne "Tage wie diese" der Düssel-Punker "Die Toten Hosen" passt auch da heute prima. Halten wir uns also an Ex-Viva-Moderator Nils Bokelberg, der uns vorhin postete: "Tage, an denen der WDR ein Fenster der Sehnsucht ist". Wir sagen Danke und Alaaf!

Düsseldorfs OB keilt zurück


Dirk Elbers
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12.28 Uhr: Unterdessen hat Düsseldorfs OB Dirk Elbers (CDU) den Spottversen des Hoppeditz Contra gegeben. Kostprobe:
"Ja, 'du und im Recht'…, ach, dass ich nicht lache…
Und nimmst gleich zu Anfang den Rat in die Mache..
Und tust so,  als ob die Ratsleut` in Ehren
In unserer Stadt alle Dummschwätzer wären
Und ich heut der Einzige bin der sich traut
Und dir hier verbal mal den Hintern verhaut
Von wegen -  mein Freund – ein Jeder im Rat
Für hohle Sprüche nichts üb(e)rig hat
setzen klug ihren Geist ein  wenn’s um`s Reden hier geht
sonst stünde die Stadt, lang nicht da wo sie steht
und sie steht nicht schlecht da, ruf ich zu dir rüber -
und das gibt nen Tusch heut: 'Guten Morgen, mein Lieber!'"

Was für eine Eselei


Esel
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12.20 Uhr: Gerade kommt auch noch diese Meldung rein: Für eine Eselei mit einem Esel erhält der Comedian Michael Kessler den karnevalistischen Eselorden 2012. Damit darf er sich "Esel von Wesel" nennen, teilte die Stadt vorhin mit. Es sei unverzeihlich, dass Kessler mit einem Esel durch die Uckermark gewandert sei, stellte die Präsidentin des Närrischen Parlaments, Ulla Hornemann, in Anspielung auf die Fernsehreihe "Kesslers Expeditionen" fest: "Jedes Kind weiß schließlich, dass die Kanzlerin Angela Merkel zur Uckermark und der Esel zu Wesel gehört." Die Stadt verleiht den Eselorden am Karnevalssonntag bei einer Prunksitzung.

Stelter macht alle jeck


Karneval Köln
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12.13 Uhr: "Wollt Ihr Party", fragt Barde Bernd Stelter das Narrenvolk auf dem Heumarkt. Die Antwort aus Zehntausenden Kehlen: Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Wahnsinn, Hölle, Hölle, Hölle. So viel Lebensfreude gibt es nur in Kölle.

Prinz Poldi schunkelt mit - im Herzen


Lukas Podolski auf einem Wagen des Kölner Rosenmontagszugs
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12.08 Uhr: Fern der Heimat, aber voller Sehnsucht: Kölns Fußballheld Lukas Podolski verfolgt im Londoner Exil das jecke Treiben in seiner Heimatstadt, postete vorhin via Twitter ein fettes "Kölle Alaaf". Ob er auch dieses Jahr beim Rosenmonmtagszug mitmacht? Wer weiß ...

Alle Jecke sind gleich


Narren in Köln
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12.01 Uhr: Für die Kölner Karnevalisten symbolisiert die 11 in erster Linie die Einheit im Karneval. Die 1 steht neben der 1 als Zeichen der Gleichheit aller Narren. Die ELF steht in Köln, das lange französisch besetzt war, aber auch für die Parole der Revolution: E für Egalité (Gleichheit), L für Liberté (Freiheit), F für Fraternité (Brüderlichkeit). "Diese Deutung", so das Festkomitee, "ist für Köln maßgebend."

Jecker Zahltag


Kölner Karneval
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11.56 Uhr: Eine weitere Erklärung ist, dass in früheren Zeiten am 11. November landwirtschaftliche Betriebe ihre Arbeit für das Jahr beendeten und bis in den Frühling einstellten. Daher wurde an diesem Tag den Knechten und Mägden der Lohn ausbezahlt - ein perfekter Anlass mithin, um mal so richtig krachen zu lassen.

Maßlos, sündhaft, ausgelassen

11.53 Uhr: Wie viele andere Zahlen wurde die 11 früher auch mit Hilfe des Glaubens gedeutet. Sie stand für maßloses Leben und Sünde. Auf alten Bildern des Weltuntergangs zeigen Uhren oft die elfte Stunde an. Da das wilde und ausgelassene Treiben während des Karnevals der Kirche meist nicht gefiel, wurde die Zahl 11 mit den Narren verbunden. Das sagen jedenfalls einige Experten.

Warum eigentlich Elfter Elfter?


Kölner Karneval
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11.50 Uhr: Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt die neue Karnevalssession. Warum genau dann? Darüber streiten die Gelehrten. Vermutungen gibt's viele. Es ist eine Schnapszahl, eine Narrenzahl, wie man im Mittelalter gesagt hätte. Einer mehr als die zehn Finger und einer weniger als die zwölf Apostel. Nichts Halbes und nichts Ganzes also. Früher begann am 11. November, dem Martinstag, eine Fastenzeit bis Weihnachten. Und da wollte man vorher noch mal richtig über die Stränge schlagen.