Nachrichten aus dem Karnevalsgetümmel: Ausgetickert: Weiberfastnachtsmeldungen zum Nachlesen
Die Jeckness regierte im Land: Knallbunt kostümierte Karnevalisten schunkelten sich selig, Jürgen Drews rockte Billerbeck - und der Chef des Kölner Anwaltsvereins wies Krawattenabschneiderinnen auf das Recht auf Eigentum hin. Wen's interessiert … Hier im Ticker jedenfalls ging es derweil heiter weiter mit den besten Meldungen aus dem Karnevalsgetümmel - hier zum Nachlesen!
Alaaf, Helau, bis Rosenmontag
14:45 Uhr: Liebe Jecke, der Weiberfastnachts-Ticker von WDR.de verabschiedet sich für heute. Die große Sause geht allerdings weiter. Feiern Sie tüchtig weiter, aber nicht bis zu den allerletzten Kraftreserven. Der absolute Höhepunkt, der Rosenmontag, kommt ja erst noch. Und dann sind Sie beim WDR.de-Ticker wieder live dabei. Bis dahin also. Alaaf, Helau, und tschüss ...
Ohne Worte
14:22 Uhr: Jeck auf den ersten Biss: Vampirismus in Düsseldorf.
Kuh-Kaff Köthen missioniert
14:11 Uhr: Köthen - noch nie von der sachsen-anhaltinischen Narrenhochburg gehört? Der Überlieferung nach wurde der kleine Ort in den 1950er Jahren von Rheinländern karnevalistisch missioniert. Damals hätte es wohl geheißen: Von den Besten lernen heißt siegen lernen. Die Kreisstadt in Sachsen-Anhalt wird im Volksmund liebevoll "Kuh-Kaff Köthen" genannt, denn einst war dort ein Viehhandelsplatz. Der Karnevalsverein trägt daher die Abkürzung "KuKaKö". Ein Verbot der SED konnte den "KuKaKö" nicht dauerhaft stoppen: Seit 20 Jahren gibt es ihn wieder.
Breetlook oder was?
14:00 Uhr: Alaaf und Helau sind die bekanntesten Karnevals-Schlachtrufe. Doch es geht auch anders. Im Krefelder Stadtteil Hüls ruft man zum Beispiel Breetlook. Das klingt wie aus dem Englischen geklaut, ist aber in Wahrheit ein Mundart-Begriff für Lauch. Folgerichtig haben die Jecke dort an Karneval Lauchstangen in der Hand und wedeln damit. Im nahe gelegenen St. Hubert rufen die Verkleideten Zint Huppert Kaak. Und in St. Tönis heißt es Klappertüüt.
Diaspora schunkelt mit
13:52 Uhr: Machtwechsel in der Staatskanzlei in Hannover: Nein, Bundespräsident Christian Wulff ist nicht aus Schloss Bellevue vertrieben worden und an alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Zur Weiberfastnacht haben dort 20 Lindener Närrinnen das Zepter im Regierungssitz übernommen. Für Ministerpräsident David McAllister (CDU) gab es als Entschädigung Bützchen von den Funkenmariechen.
Völlig losgelöst
13:45 Uhr: Ekstase im halben Dutzend - mit 'nem schönen Gruß aus Düsseldorf.
Hochgerüstet
13:39 Uhr: Für Abrüstungsgespräche sind Kölner Jecke heute nicht zu haben ...
Scherbenfrei und Spaß dabei
13:32: Uhr: Zwar gilt in diesem Jahr in der Düsseldorfer Altstadt ein Glasverbot. Dennoch breitet sich dort langsam ein Scherbenmeer aus. Der Grund: Die großen Bottel werden brav an den Kontrollstellen abgegeben, aber Schnapsfläschchen werden erst in die verbotene Zone eingeschmuggelt, dann geleert und schließlich auf den Boden geworfen. Da hilft auch eine Kostümierung als Fakir nur bedingt.
Die haben doch 'nen Vogel
13:23 Uhr: ... und hier noch etwas für die Ornithologen am Kölner Dom.
Die Hände zum Himmel
13:18 Uhr: Köln von seiner schönsten Seite ...
Turbo-Prinz
13:14 Uhr: Der Aachener Prinz Rainer I. hatte schon gestern Abend das Rathaus im Handstreich erobert. Bei einer Ratssitzung übernahm er die Macht über die alte Kaiserstadt und ließ sich dafür von seinem Volk auf dem Marktplatz feiern. Ein echter Turbo-Prinz, dieser Rainer.
Vorsicht, Spielverderber
13:06 Uhr: Bei aller Raserei: Auch für Jecke gelten Regeln. Sagt zumindest der Chef des Kölner Anwaltsvereins. Thomas Haas. Beim Thema Krawattenabschneiden weist er darauf hin, dass auch an den tollen Tagen das Recht auf Eigentum gelte. Niemand müsse also hinnehmen, dass der Schlips abgeschnitten wird. Nun, eine entsprechende Anzeige dürfte aber selbst bei den Grünen Funken (der Polizei) für große Heiterkeit sorgen ...
Ein Jeck im Kornfeld
12:57 Uhr: Neues von Jürgen Drews. Der schlägt in Billerbeck nicht nur musikalisch sein Bett im Kornfeld auf. Der Junge geht schwer auf Tuchfühlung mit den lokalen Närrinnen. Und die singen dazu was? Na klar: Er gehört zu mir ...
Der Rubel rollt und rollt und rollt
12.48 Uhr: Laut einer vom Festkomitee Kölner Karneval in Auftrag gegebenen Studie werden allein in der Domstadt pro Session 460 Millionen Euro umgesetzt. Damit werde der Erhalt von 5.000 Arbeitsplätzen in der Region unterstützt, lobt NRWs Karnevals-, äh, Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger. Für Düsseldorf kommt ein Wirtschaftsgutachten des Comitees Düsseldorfer Karneval auf bis zu 300 Millionen Euro Umsatz pro Session und rund 3.500 Arbeitsplätze. Für Bonn schätzt der Festausschuss Bonner Karneval die jährlichen Karnevals-Umsätze auf rund 150 Millionen Euro.
Jecker die Kassen nicht klingeln
12:41 Uhr: Der Karneval in NRW sorgt auch in diesem Jahr wieder für Riesenreibach in vielen Branchen. Am lautesten jubeln Gastronomen, Taxi-Unternehmer, Kostümhändler und "Kamelle"-Hersteller. Allein in den beiden Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf werden rund 750 Millionen Euro erwirtschaftet. Alaaf und Helau!
Jecke lassen sich nicht schrecken
12.32 Uhr: Vom Schmuddel-Wetter lassen sich die Jecken nicht schrecken. Fröhlich und ausgelassen feiern Zehntausende den Beginn des Straßenkarnevals, schunkeln sich einfach warm. Die Polizei meldet bislang keine besonderen Vorkommnisse.
König von Billerbeck
12:25 Uhr: Jürgen Drews hat abgedankt. Der selbsternannte König von Mallorca hat seine Insel verlassen und das münsterländische Billerbeck eingenommen. Dort beglückt er das Volk nun mit selbstgesungenen Narren-Gaben.
Prinzenpaar ist schon high
12:19 Uhr: Im Zustand deutlich erhöhter Lebensfreude befindet sich bereits das Düsseldorfer Prinzenpaar. "Ihr macht uns high", sang es gerade am Rathaus. Gemünzt ist die Spaß-Hymne nicht auf deren niederländische Freundinnen Mary Juana und Tanja Tütjen, sondern auf ihr Narrenvolk.
Vorteilsannahme im Amt
12.09 Uhr: Bonns Wäscherprinzessin Marie-Christine I. hat eine spezielle Taktik in Sachen Rathaussturm: Sie besänftigt erst einmal die Mächtigen, indem sie Kamelle regnen lässt. Sowas nennt man eigentlich Vorteilsannahme im Amt. In Zweifelsfragen einfach mal den Bundespräsidenten fragen ...
Viva Colonia

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Die Höhner
12:00 Uhr: Derweil intonieren die Höhner am Alter Markt "Viva Colonia". Die Stimmungshymne wird selbst in Düsseldorf inbrünstig abgesungen, allen Rivalitäten zum Trotz. Vielleicht wissen die Landeshauptstädter aber auch einfach nicht, was Colonia bedeutet.
An den Kragen gegangen
11.55 Uhr: Erste Zwischenbilanz von Düsseldorfs OB Elbers: 20 Krawatten sind ihm schon abgeschnitten worden. Doch die Möhne bekommen den Hals nicht voll ...
Renitente Ehefrauen
11:50 Uhr: Kleine Karnevalskunde II.: Auch Ehefrauen verweigerten ihren Männern damals für einen Tag im Jahr den Gehorsam. Die Weiberfastnacht muss etwas geradezu Revolutionäres gehabt haben und war vor allem im katholischen Köln oft von Ausschweifungen begleitet. Der Brauch, dass Frauen Männern die Krawatten abschneiden, kam dagegen erst nach 1945 auf.
Nonnen in voller Lust
11:45 Uhr: Kleine Karnevalskunde: Der "Wieverfastelovend", wie es auf kölsch heißt, geht bis tief ins Mittelalter zurück. Besonders in den Kölner Nonnenklöstern soll es dabei wüst hergegangen sein. So wurde aus dem Benediktinerkloster St. Mauritius berichtet, dass man die Fastnacht "in voller Lust" gefeiert habe und alle Nonnen verkleidet gewesen seien. Am Tag wurde "getanzt und gesprungen"; und des Nachts, als die Äbtissin selig schlummerte, Karten gespielt.
Höhner heben ab
11.41: Wenn die Höhner über den Kölner Alter Markt fliegen, ist das wie eine Injektion Frohsinn: Frontmann Henning Krautmacher heizt den Jecken mächtig ein.
Düsseldorf raderdoll
11.33 Uhr: Das Düsseldorfer Narrenvolk tobt vorm Rathaus, darin die Prominenz. Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) hat sich dieses Jahr als Vampir verkleidet und verfolgt OB Elbers durch die Flure. Motto: Liebe auf den ersten Biss.
Jeck Attäck
11.25 Uhr: Jeck Attäck in Düsseldorf: Wilde Weiber beim Rathaussturm ...
Rücktritt vom Rücktritt
11:21 Uhr: Im westfälischen Unna hat zwar der kleinste Karnevalsumzug der Welt nach 55 Jahren seinen Dienst eingestellt. Der 77-jährige Helmut Scherer, der an Weiberfastnacht mit seinem Handwagen allein durch die Stadt zog, gibt aber nicht ganz auf. Er führt jetzt einen Kinderumzug unter dem Motto "Kinder an die Macht" an. Kinder hatten sich in den vergangenen Jahren gerne mal dem Bollerwagenmann angeschlossen.
Elbers entmachtet

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Machtlos: OB Dirk Elbers (l.)
11.18 Uhr: So, Düsseldorfs OB Dirk Elbers hat seit sieben Minuten auch nichts mehr zu melden. Die Möhne haben das Rathaus übernommen, gehen dem Stadtoberhaupt an den Kragen und schnibbeln ihm die Krawatten ab.
Jetzt geht's los!

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Jecker Countdown mit Dreigestirn
11.11 Uhr: Es ist vollbracht: NRW bebt in seinen Grundfesten, hinein in die tollen Tage!
Ekstase am Alter Markt

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Jecke am Alter Markt
11.09 Uhr: Gleich ist es soweit: In wenigen Augenblicken wird die allgemeine Raserei ihren ersten Höhepunkt erlbene, der Straßenkarneval in Köln und anderswo offiziell eröffnet.
Kein Bier am Stiel

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So schützen sich Jecke vor der Feuchtigkeit
11.07 Uhr: Das Bier in den Bechern wird heute nicht einfrieren. Es ist wieder milder geworden im Rheinland, dafür aber auch feuchter. Äußerlich trocken werden die Jecke also nicht unbedingt durch die Weiberfastnacht kommen. Es bleibt den ganzen Tag unbeständig und nieselig. Doch was soll's: Einem echten Karnevalisten scheint die Sonne immer aus dem Herzen.
Sturm aufs Ersatz-Rathaus
11.03 Uhr: Die Waschweiber in Bonn-Beuel können aber erstmals in der Geschichte nur ein Ersatzrathaus stürmen. Das richtig ist wegen Bauarbeiten gesperrt.
Wiege der Weiberfastnacht
11.01 Uhr: Mag Köln auch das Epizentrum des Frohsinns sein, die Wiege der Weiberfastnacht steht in Bonn-Beuel. Wäscherinnen waren es, die 1824 ihren Ehemännern tüchtig den Kopf wuschen, ein Damenkomitee gründeten und die Herrschaft an sich rissen. Während die Damen feierten, mussten die Männer mal zur Abwechslung die Wäsche ausliefern.
OB Elbers gut vorbereitet
10.57 Uhr: In Düsseldorf wird wie fast überall in NRW gleich das Rathaus gestürmt, diesmal unter dem Sessionsmotto "Hütt dommer drüwer lache" (Hochdeutsch: Heute lachen wir darüber). Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) wird sich zwar wie immer zieren, dann den Weibern aber doch den Rathausschlüssel herausrücken. Auf Schnibbel-Attacken ist er besten vorbereitet: Er hat rund 30 Krawatten in seinen Sakko-Taschen.
Prinzenpaar regiert Düsseldorf

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Das aktuelle Düsseldorfer Prinzenpaar Thomas und Anke
10.50 Uhr: Beim Kölner Erzrivalen Düsseldorf ist das natürlich alles anders. In der Landeshauptstadt regiert in der fünften Jahreszeit ein Prinzenpaar. In diesem Jahr sind es der bewegungsfreudige Prinz Thomas und seine Venetia Anke.
Tollität, Deftigkeit, Lieblichkeit

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Das Kölner Dreigestirn
10:44 Uhr: Das Kölner Dreigestirn wird auch Trifolium genannt. Die jecke Dreierbande aus Prinz, Bauer und Jungfrau gibt es seit 1870, wird allerdings erst seit 1938 offiziell Dreigestirn genannt. Seine Tollität, der Prinz, ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. Der Bauer, Seine Deftigkeit, symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Die Jungfrau, Ihre Lieblichkeit, ist die beschützende Mutter Colonia. Sie wird stets von einem Mann dargestellt.
Schunkel-Champions

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Jeckes Federvieh: De Höhner
10:36 Uhr: Musikalisch untermalt wird der Start in den Kölner Straßenkarneval von der Crème de la Crème der Stimmungs-Musikanten. Ob Höhner, Bläck Fööss, Brings - wer heute nicht am Start ist, gehört nicht zur Schunkel-Champions-League.
Jecker Countdown
10.30 Uhr: In Köln stürmen um 11.11 Uhr nicht wild gewordene Frauen das Rathaus. Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) übergibt dem Dreigestirn - Prinz Marcus II., Bauer Thorsten und Jungfrau Olivia - ganz freiwillig die Schlüssel. Um 11.11 Uhr zählen sie dann auf der Bühne des Alter Markt gemeinsam mit Zehntausenden den närrischen Countdown herunter. Danach brechen alle Dämme, versprochen.
Jedem jeck sing Pappnas
10.25 Uhr: Unter dem Motto "Jedem Jeck sing Pappnas" (Frei übersetzt: Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden) wird die Session in Köln, nach eigenem Verständnis die Welthauptstadt des Frohsinns, gefeiert. Schon am frühen Morgen stürmten die ersten Narren am Dom vorbei zum Alter Markt, um sich für die große Freiluftsitzung einen Platz in der ersten Reihe zu sichern.Crème de la Crème der Stimmungsbarden
Hautevolee nach Noten
Musikalisch untermalt wird der Start in den Kölner Straßenkarneval von der Crème de la Crème der Stimmungs-Musikanten. Ob Höhner, Funky Marys, Brings – alle sind dabei.
Jeder Jeck ist anders
10.20 Uhr: Jeck sind heute alle, aber jeder Jeck ist anders. Ein Evergreen unter den Weiberfastnachts-Anekdoten ist folgende: Vor einigen Jahren landete ein asiatischer Geschäftsmann an Weiberfastnacht auf dem Düsseldorfer Flughafen. In der Ankunftshalle wurde er gleich von bunt kostümierten Möhnen attackiert und seiner schicken Krawatte entledigt. Die Polizei schritt nicht ein, was den des Frohsinns unkundigen Mann dermaßen verstörte, dass er unverzüglich die Heimreise antrat - ohne den Flughafen verlassen und seine Geschäftstermine wahrgenommen zu haben.
Schnipp schnapp
10.15 Uhr: Mit Scheren bewaffnet haben es die Weiber auf das beste Stück der Herren der Schöpfung abgesehen - auf deren Krawatten. Da bekommen Männer mit ausgeprägten Kastrationsängsten schon mal weiche Knie, auch wenn alles nur (ein großer) Spaß ist. Der Brauch des Krawattenabschneidens hat nach Meinung einiger Heimatkundler eigentlich seine Berechtigung verloren. Er entstand zu einer Zeit, da die Männer noch uneingeschränkt das Sagen hatten.
Jecker Weltfrauentag
10.11 Uhr: Alaaf! Helau! Ekstase! Punkt 11.11 Uhr stürmen die wilden Weiber die meisten Rathäuser im Land, putschen sich an die Macht. Und dabei geht es den Stadtoberhäuptlingen buchstäblich an den Kragen.
Stand: 16.02.2012, 10.11 Uhr






















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