Rosenmontag in NRW: Jecken feierten friedlich
Ausgelassen aber friedlich haben Millionen Jecken in ganz NRW den Rosenmontag (20.02.2012) gefeiert. Die Polizei hatte wenig zu tun, nur vereinzelt kam es zu einigen Festnahmen. Im Kreis Euskirchen wurde jedoch ein junger Mann bei Umzugsvorbereitungen lebensgefährlich verletzt.

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Warten auf die Jecken - Kölner Polizisten im Hauptbahnhof
ie Stadt Düsseldorf hat den Narren am Rosenmontag (20.02.2012) in einer ersten Bilanz "beste Stimmung" bescheinigt und von einem "perfekten Karnevalstag" gesprochen. Der Rosenmontagszug mit rund einer Million Besuchern sei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, berichtete der Ordnungs- und Servicedienst der Stadt. Die Rettungsdienste verzeichneten bis zum frühen Abend mehr als 150 Einsätze am Rande des Zuges. 63 Mal mussten Patienten ins Krankenhaus, davon fünf mit Notarzt. An Glasscherben verletzten sich sechs Narren. Ein Helfer wurde durch einen Böller verletzt. Er kam mit Verdacht auf ein Knalltrauma ins Krankenhaus.
In Köln sollen nach ersten Schätzungen mehr als eine Million Narren an der sieben Kilometer langen Strecke gestanden und gefeiert haben. Dabei ist es nach Angaben der Rettungsdienste weitgehend ruhig geblieben. "Wir hatten 212 Hilfeleistungen", sagte Gesamteinsatzleiter Klaus Albert von den Maltesern. Im Vorjahr seien es 194 gewesen. 14 Mal mussten die Sanitäter tätig werden, weil Narren zu viel getrunken hatten. 60 Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Laut Bundesploizei, die unter anderem für den Köln Hauptbahnhof zuständig ist, verlief die An- und Abreise von rund 350.000 Jecken per Bahn "störungsfrei und ruhig".
Friedliche Umzüge nicht nur im Rheinland
Auch die Polizei in Münster meldete am Montagabend einen "überwiegend friedlichenen" Verlauf des Tages. Abgesehen von einigen betrunkenen Jugendlichen und kleineren Schlägerein zeigte sich Polizeidirektor Martin Mester zufrieden. Er blicke "aus polizeilicher Sicht auf einen eher ruhigen Rosenmontagsumzug zurück". Seine Kollegen in Oberhausen hatten ebenfalls einen ruhigen Dienst. Es sei weder beim "Pöstertreck" in Oberhausen-Alstaden mit 7.000 Teilnehmern, noch beim Umzug in Vondern mit 6.000 Teilnehmern zu Zwischenfällen gekommen, so die Behörden. In Stadtlohn stahlen Unbekannte die Kennzeichen von zwei Polizeifahrzeugen. Ansonsten blieb aber auch dort alles friedlich.
![Bildrechte: WDR/dpa[M]bhm Archiv: Ein Rettungswagen mit Blaulicht vom Deutschen Roten Kreuz im Einsatz](/themen/Polizei106_v-ARDAustauschformat.jpg)
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Rettungskräfte hatten wenig zu tun
In Gelsenkirchen verfolgten nach Polizeiangaben bis zu 100.000 Jecken den Rosenmontagszug. Vereinzelt kam es dabei zu Zwischenfällen, drei Personen wurden festgenommen. Ansonsten zog die Polizei auch hier eine positive Bilanz. Aber: "Nichtsdestotrotz waren auffällig viele Jugendliche stark alkoholisiert", erklärte Polizeidirektor Klaus Sitzer. In Krefeld hingegen war die Zahl der alkoholisierten Jugendlichen im Vergleich zum Vojahr eher rückläufig, teilte die Polizei mit. Bei einem 16-Jährigen wurde jedoch ein Blutalkoholwert von 2,28 Promille festgestellt. Er musste ärztlich behandelt werden. Insgesamt verfolgten in Krefeld 200.000 Jecken das närrische Treiben an der Zugstrecke. Obwohl die Polizei einige Auseinandersetzungen schlichten und sieben Personen festnehmen musste, zog sie am Montagabend eine "durchweg positive Bilanz" des Tages.
Unfall im Kreis Euskirchen
Zu einem tragischen Zwischenfall kam es in Blankenheim. Nach Angaben der Kreispolizei in Euskirchen hatten Karnevalisten in Ripsdorf einen Umzugswagen mit einem Traktor aus einer Scheune ins Freie fahren wollen. Auf der schnee- und eisglatten Ausfahrt kam das Gespann ins Rutschen. Der 24-Jährige, der als Einweiser tätig war, wurde zwischen Anhänger und einer Hauswand eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Mit einem Hubschrauber wurde er nach Bonn geflogen, wo er jedoch wenig später starb. Der für Dienstag (21.02.2012) geplante Umzug wurde abgesagt.
Stand: 21.02.2012, 07.51 Uhr
Kommentare zum Thema (1)
letzter Kommentar: 21.02.2012, 22:28 Uhr
- heinzb aus nrw schrieb am 21.02.2012, 22:28 Uhr:
- Da kann die Polizei ja froh sein, der Pleb hat Brot und Spiele friedlich angenommen, sehr zum Gefallen der Ordnungshüter.
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