Shell-Raffinerie in Köln-Godorf: Noch ein Leck bei Shell
Zum wiederholten Mal hat es in der Rheinland Raffinerie bei Köln ein Leck gegeben. Am Sonntag (02.12.2012) ist eine Flüssigkeit ausgetreten, die als Rückstand bei der Rohölproduktion entsteht.

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Die Shell Raffinerie in Wesseling
Die Nachrichten um Lecks in den Rohren der Shell Rheinland Raffinerie nehmen offenbar kein Ende. Am Montag (03.12.2012) teilte das Unternehmen mit, dass am Sonntag ein "aromatenhaltiges Öl-Wassergemisch" aus einer Leitung auf dem Werksgelände ausgetreten sei. Auf Anfrage von WDR.de erklärte Shell-Pressesprecher Constantin von Hoensbroech, die Flüssigkeit entstehe als Rückstand bei der Rohölverarbeitung. Sie enthalte unter anderem das Lösungsmittel Xylol.
Xylol kann in hoher Konzentration giftig sein. Wie viel Flüssigkeit ausgetreten ist und was die Ursache war, konnte der Pressesprecher nicht beantworten. Diese Fragen sollen durch Gutachter geklärt werden. Auch die Bezirksregierung Köln will zunächst die Ergebnisse des Gutachtens abwarten. Aufschluss soll außerdem der Bericht eines Mitarbeiters der Bezirksregierung geben, der nach dem Vorfall vor Ort war.
Ob der Boden belastet ist, wird ermittelt
Ein Bodensachverständiger soll zudem eventuelle Verunreinigungen des Bodens an der Austrittsstelle ermitteln. In der Mitteilung von Shell hieß es am Montag, dass eine Gefährdung der Nachbarschaft durch die Flüssigkeit ausgeschlossen werden könne. Nachdem das Leck in einem betonierten Rohrgraben festgestellt worden sei, habe man die Leitung abgeschaltet. Die Betriebsfeuerwehr hätte das ausgetretene Gemisch mit Schaum abgebunden und anschließend abgesaugt, heißt es in der Mitteilung weiter.
Nicht das erste Leck dieser Art
Bereits im Oktober waren in der Shell-Raffinerie in Godorf 500 Liter einer ähnlichen Flüssigkeit ausgetreten. Auch damals konnten Shell und Bezirksregierung Details zu der Flüssigkeit nicht nennen und verwiesen auf spätere Gutachten. Bislang konnte die Bezirksregierung Köln noch nicht klären, ob zu diesem Vorfall bereits ein Gutachten vorliegt.
Im März 2012 waren rund eine Million Liter Flugbenzin aus einer maroden Leitung der Shell Raffinerie in die Erde geflossen. Seitdem gibt es immer wieder Nachrichten über Lecks in den zum Teil über 70 Jahre alten Leitungen.
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- "Rheinland Raffinerie"
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Die "Rheinland Raffinerie" ist laut Shell die größte Raffinerie Deutschlands. Sie besteht aus zwei Teilen, dem Werk Nord in Köln-Godorf und dem Werk Süd in Wesseling sechs Kilometer weiter südlich. In Wesseling werden neben Mineralölprodukten vor allem Aromate, Olefine und Methanol als Grundprodukte für die petrochemische Industrie hergestellt.
Stand: 04.12.2012, 12.50 Uhr
Kommentare zum Thema (13)
letzter Kommentar: 05.12.2012, 14:14 Uhr
- Anarchie = Reindemokratie schrieb am 05.12.2012, 14:14 Uhr:
- @ armes afrika schrieb heute, 12:43 Uhr: Wer kümmert sich um Deutschland wen Angie sagt ich habe fertig?!!!!!!!!!!
- armes afrika schrieb am 05.12.2012, 12:43 Uhr:
- Schaut euch Niger an. Dort im Nigerdelta hat Shell seit Jahrzehnten gewütet. Es tritt unkontrolliert Öl aus stillgelegten Bohrlöchern aus, eine riesige Fläche ist total verseucht und die Menschen haben eine um 10 Jahre verringerte Lebenserwartung. Aber wer kümmert sich um Afrika wenn alles ausgebeutet ist ?
- technischer defekt schrieb am 05.12.2012, 12:39 Uhr:
- So funktioniert lautlose unsichtbare und Kosten neutrale Verklappung.
- Marcel schrieb am 05.12.2012, 11:53 Uhr:
- Man kann sich aufregen wie man will, ändert aber nichts daran, dass SHELL weiter machen kann wie gewohnt. Wann begreift das Volk endlich seine Macht zu gebrauchen und dieses Unternehmen zu boykottieren? SHELL verseucht die Umwelt in einem NICHT erträglichen Maße... SHELL lässt sich mit -zig tausend Euros subventionieren (vom braven Steuerzahler)... Wann greift endlich der Staat durch???
- Anarchie = Reindemokratie schrieb am 05.12.2012, 07:07 Uhr:
- @ Besorgter Rheinländer schrieb heute, 01:00 Uhr: Halllooooo das ist Schell wie sagt der Folksmund? "wer gut schm... der gut Fährt" und das hat immer noch bestand.
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