Schießerei in Wuppertaler Innenstadt Geständnisse nach Juwelier-Überfall

Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in Wuppertal-Barmen am späten Mittwochnachmittag (18.10.2012) wurde eine Angestellte getötet, eine weitere schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Die beiden mutmaßlichen Täter haben den Überfall am Donnerstag gestanden.

Polizist nach dem Raubüberfall im Juweliergeschäft in Wuppertal Video 33-Jährige stirbt nach Überfall auf Juwelier (01:35 Min.) WDR aktuell vom 18.10.2012

33-Jährige stirbt nach Überfall auf Juwelier

Am Donnerstag (18.10.2012) wurden die beiden 21 und 38 Jahre alten Männer dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen wird Mord, versuchter Mord und Raub vorgeworfen, sagte der Wuppertaler Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt. Die Männer hätten den Überfall eingeräumt, sagte Kaune-Gebhardt. Weitere Einzelheiten nannte er zunächst nicht.

Völlig unvermittelt geschossen

Die beiden Männer hatten das Geschäft in Wuppertal-Barmen kurz nach 17 Uhr überfallen. Nach Angaben des Staatsanwalts soll der 38-Jährige gezielt auf die Frauen gefeuert haben. Die 33-Jährige wurde von einer Kugel getroffen, die Jüngere von drei Projektilen verletzt. Nach der Tat erbeuteten die Täter Schmuck und flohen. Die schwer verletzten Frauen wurden von einem Arzt versorgt, der sich zufällig in der Nähe des Juwelier-Geschäftes aufhielt. Die 33-Jährige starb im Krankenhaus. Ihre 25-jährige Kollegin wurde lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden. Ihr Zustand war auch am Donnerstagnachmittag noch kritisch. Die Frau sei in ein künstliches Koma versetzt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Flucht über die A46

Nach dem Überfall flohen die mutmaßlichen Räuber in einem Auto mit belgischem Kennzeichen über die A46 Richtung Düsseldorf. Gegen 18.30 Uhr wurden sie auf einer Landstraße nahe Bergheim gestellt. Beamte in einem Streifenwagen hatten das Auto entdeckt und die Verfolgung aufgenommen. In Elsdorf wurden sie gestoppt und überwältigt. Dabei erlitt einer der Männer leichte Verletzungen.

Die beiden Beschuldigten leben den Angaben zufolge in Belgien. Bei dem 38-Jährigen handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um den Schützen. Der Mann ist bereits vorbestraft, unter anderem wegen Raubes und Einbruchs.


Stand: 18.10.2012, 16.02 Uhr


Kommentare zum Thema (40)

letzter Kommentar: 19.10.2012, 10:24 Uhr

Oskar schrieb am 19.10.2012, 10:24 Uhr:
@ Recherchieren mangelhaft Den Tätern war dieser Umstand wohl eher egal, wenn er denn den Tatsachen entspräche, da der ältere Täter 2004 bereits in Wuppertal wegen Raubes verurteilt wurde und somit beste Bekanntschaft mit der Justiz in Wuppertal anzunehmen ist.
Der Pflugschieber schrieb am 19.10.2012, 10:00 Uhr:
@ downburst schrieb heute, 02:33 Uhr: ,,Unglaublich, was hier alles zu lesen ist! Jetzt kommen all die Selbstjustizfanatiker, Waffenfetischisten, Rassisten und solche, die von einer zu laschen rot-grünen Regierung halluzinieren, aus ihren anonymen Internetlöchern gekrochen.'' - O O O - Jedenfalls haben einige noch eine Meinung; eine Meinung zu haben ist besser, als den Kopf in den Sand stecken, meinen Sie nicht auch? Fanatisch liest sich hier nichts. Ob Sie regelmäßiger Kunde eines Juweliers waren oder nicht, das interessiert doch überhaupt nicht. Raubmord ist ein so schweres Unrecht, dass die Anonymität solcher Verbrecher innerhalb einer einigermaßen intakten sozialen Gesellschaft eigentlich nicht mehr erlaubt sein darf.
WDR.de schrieb am 19.10.2012, 10:02 Uhr:
Posting wurde entfernt, weil es gegen unsere Kommentarregeln verstößt
Anonym schrieb am 19.10.2012, 09:18 Uhr:
@ downburst Nein, es ist nicht besser zu allem zu schweigen.
@downburst schrieb am 19.10.2012, 08:10 Uhr:
Es mag "politisch korrekt" sein, diejenigen, die sich nicht zuletzt angesichts der kontraproduktiven Strategie von Rot/Grün Sorgen um ihre Sicherheit machen, zu diffamieren. Der traurigen Realität in NRW wird das jedoch nicht gerecht. Und dem Andenken an die Opfer schon gar nicht.

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