Sprung aus der Stratosphäre verschoben: Rekordversuch scheitert am Wind
Der Sprung des Extremsportlers Felix Baumgartner aus 36 Kilometern Höhe ist am Dienstagabend (09.10.2012) erneut abgesagt worden. Zu starker Wind verhinderte einen sicheren Start des Ballons, der ihn in die Stratosphäre bringen sollte.

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Extremsportler vor Stratosphärensprung: Felix Baumgartner bei den Vorbereitungen
Damit musste auch der zweite Rekordversuch vorzeitig beendet werden. Der 43-jährige Felix Baumgartner saß mit seinem Druckanzug bereits in der Kapsel, als er die Nachricht vom Abbruch erhielt. Bereits am Montag (08.10.2012) hatte eine Schlechtwetterfront den Start verhindert. Baumgartner will als erster Mensch im freien Fall nur mit einem Druckanzug und einem Helm geschützt die Schallmauer durchbrechen.
Weltweite Enttäuschung
- Audio: Alles war schon startklar, dann kam der Wind und das Aus für Baumgartners Rekordversuch (10.10.2012) Martin Ganslmeier / Stefan Vogt, WDR 2 Morgenmagazin
Den ganzen Tag über hatten Menschen überall auf der Welt mitgefiebert, ob und wann der Sprung stattfindet. Vor allem bei Twitter liefen mit dem Hastag #livejump sekündlich Meldungen zum Rekordsprung ein. User drückten die Daumen, wünschten Glück, wunderten sich aber auch über den Sinn der Aktion. Der Sponsor des Sprungs hatte einen Live-Stream geschaltet, auf dem allerdings bis zum Abend nur der Himmel über der Wüste in New Mexico zu sehen war. Als dann endlich Bilder von den Startvorbereitungen zu sehen waren, stieg auch die Spannung wieder an - um dann der Enttäuschung über die erneute Startverschiebung zu weichen.
Wetterkapriolen in New Mexico
Auch Baumgartner war über den Abbruch sichtlich enttäuscht. Dabei hatten schon die Vorbereitungen für den Start im Laufe des Dienstags unter keinem guten Stern gestanden. Lange verzögerten sich die Arbeiten wegen des Wetters. Der Heliumballon, der die Kapsel tragen soll, ist so dünn, dass er nur abheben kann, wenn die Windgeschwindigkeit unter 3,2 Kilometern pro Stunde liegt. Nach dem plötzlichen Abflauen der Winde über der Wüste des US-Staats New Mexico wurde der Ballon, der die Spezialkapsel auf die gewünschte Höhe bringen sollte, dann aber für den Start vorbereitet. Mit dem bekannten Ergebnis: Der Wind frischte wieder auf. Wann ein neuer Versuch gestartet werden soll, stand zunächst nicht fest.
Stand: 10.10.2012, 11.30 Uhr
Kommentare zum Thema (10)
letzter Kommentar: 11.10.2012, 17:18 Uhr
- Bahnhof schrieb am 11.10.2012, 17:18 Uhr:
- Die Sensation wäre es wenn er unten aufschlägt und erst in einigen hundert Meter Tiefe gefunden würde. Wer finanziert eigentlich einen solchen Unfug?
- Astronaut schrieb am 11.10.2012, 07:42 Uhr:
- Lasst den Typen doch springen, wen interessiert es ? Ich denke, die Menschheit hat -weiß Gott- andere Sorgen.
- Na toll schrieb am 11.10.2012, 06:57 Uhr:
- Hey, noch ne Meldung: Ich werde heute auch nicht aus 36km Höhe abspringen...... Über so was MUSS doch berichtet werden....... Oh Mann....
- Segler schrieb am 10.10.2012, 14:46 Uhr:
- ich frage mich ja nur, was mit dem Ballon und der Kapsel passiert. Diese Dinge werden ja wohl auf Dauer nicht oben bleiben. Wenn er in A startet dann auf 36 km ist. Wo ist B? Wo landet er? Ich schließe mich den anderen an. Tolle Rekorde die keiner braucht. Vielleicht hätte er diese Millionen in ein afrikanisches oder asiatisches Land seiner Wahl gebracht. Für das Geld wären einige Leute über Jahre satt geworden.
- Peter schrieb am 10.10.2012, 13:27 Uhr:
- Das ganze subsumiert sich under der Rubrik: Rekorde die die Welt nicht braucht!
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