Nach Brand in Kölner Müllsortieranlage Feuerwehr beendet Löscharbeiten

Von Frank Menke

Die Feuerwehr hat die Löscharbeiten in der Müllsortieranlage in Köln-Niehl am Samstagmorgen (28.07.2012) beendet. Der Großbrand sei gelöscht, sagte ein Sprecher WDR.de. Die Arbeit der Polizei geht derweil weiter: Die Brandursache ist noch nicht geklärt.


Ein Feuerwehrmann geht in Köln-Niehl an einem Müllberg vorbei
Bild 1 vergrößern +

Müllsortieranlage Köln-Niehl: Die Feuerwehr hat ihre Arbeit beendet

"Wir haben die Löscharbeiten gegen 9.00 Uhr beendet. Das Feuer ist gelöscht, auch begünstigt durch das feuchte Wetter. Wir gehen zurzeit davon aus, dass keine Brandnester mehr vorhanden sind", sagte ein Sprecher der Kölner Feuerwehr WDR.de am Samstagmorgen (28.07.2012). Lediglich Aufräumarbeiten seien noch zu erledigen. Seit Mittwochabend (25.07.2012) hatte der Großbrand die Wehrleute und die Polizei in Atem gehalten.

Vorsichtsmaßnahmen nicht mehr nötig

Wie die Feuerwehr weiter berichtete, gibt es für die Anwohner im Kölner Norden inzwischen auch keine Belästigung mehr durch den Brandgeruch. "Außer in unmittelbarer Nähe der Brandstelle, aber das ist völlig normal", sagte der Sprecher. Die Feuerwehr hatte nach Ausbruch des Brandes den Anwohnern im Kölner Norden empfohlen, Fenster und Türen möglichst geschlossen zu halten. Dies sei nun hinfällig. Eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden. Das hätten alle Messungen ergeben.

Die Stadt Köln empfiehlt auf ihrer Internetseite allerdings weiterhin, Obst und Gemüse aus heimischen Gärten vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, "dass sich Ablagerungen aus der Luft auf den Lebensmitteln niedergeschlagen haben".

Polizei ermittelt weiter

Noch nicht zweifelsfrei geklärt ist die Brandursache. "Die Ermittlungen dauern an", sagte ein Sprecher der Kölner Polizei WDR.de am Samstag. Die Ermittler hatten wegen der Löscharbeiten die Halle noch nicht betreten können. Nach Angaben eines Sprechers der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft hat vermutlich eine brennbare Flüssigkeit, die illegal als Gewerbemüll angeliefert worden sein könnte, den Brand ausgelöst. Während des Schredderns habe es plötzlich eine Verpuffung gegeben. Das Feuer habe sich daraufhin rasant ausgebreitet.

Vermutlich ein Millionenschaden

Nach Angaben der Polizei hatten rund 1.500 Tonnen Müll in der 2.000 Quadratmeter großen Halle gelagert. Teile der Halle wurden abgerissen, damit der brennende Müll abgetragen werden konnte und weil sie einsturzgefährdet war. Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte bei dem Großfeuer nicht verletzt. Die Arbeiter der Entsorgungsfirma hatten sich rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit bringen können.Den Sachschaden bezifferte ein Polizeisprecher "auf mindestens mehrere 100.000 Euro", vermutlich gehe er aber in Millionenhöhe.


Stand: 28.07.2012, 14.40 Uhr


Kommentare zum Thema (1)

letzter Kommentar: 28.07.2012, 16:55 Uhr

wo sind die wirklich grünen geblieben schrieb am 28.07.2012, 16:55 Uhr:
wenn es um den grünen punkt geht, gehts nicht mehr um co2-reduktion oder recycling, sondern um kostenpflichtige parallelsysteme der müllentsorgung, die gelder bei vielen kommunalen betrieben mit zusätzlichem fuhrpark und personal bieten, sowie der investorengemeinde sichere einkommen liefern, aber einfacher und effizienter über eine tonne mit restmüll und trennung in der verbrennungsanlage zu organisieren wäre. Dabei hätten reduzierte fuhrparks und kilometerleistungen einen co2 reduzierenden effekt und die tatsache mehr plastik zu verbrennen eine entlastung der dritten welt und der ozeane zur folge(und wieder transorteinsparungen/co2) beim grünen punkt ist der umweltgedanke weit hinter dem finanziellem aspekt für wenige zurückgefallen, zum schaden der umwelt?