Mieter klagt gegen Kündigung Rauchen in der eigenen Wohnung auf der Kippe

Können auch Mietwohnungen zu Nichtraucherzonen erklärt werden? Am Amtsgericht Düsseldorf wird bald die Klage eines starken Rauchers verhandelt, dem deshalb fristlos gekündigt wurde. Eine Klage habe kaum Aussicht auf Erfolg, meinte der zuständige Richter am Donnerstag (04.07.2013).

Kommentare zum Thema (185)

letzter Kommentar: 06.07.2013, 11.39 Uhr

WW schrieb am 06.07.2013, 11.39 Uhr:
@Bernie Fritz: Ihr Vergleich mit Diktaturen ist lächerlich. In Deutschland werden demokratisch legitimierte Gesetze angewandt. Es sind nicht spinnerte Politiker, die hier verrückte Ideen durchsetzen; vielmehr werden die Vorstellungen einer Mehrheit der Bevölkerung umgesetzt. Das ist in einer Demokratie völlig normal. Und es ist eben keine private Entscheidung, wenn ich mit anderen Leuten unter einem Dach lebe und diese permanent belästige.
Wahrheitsucher schrieb am 06.07.2013, 11.39 Uhr:
@ww 11:15 Uhr Sehen Sie, dass ist das Problem, Sie belehren mich mit einem mir sehr bekannten Spruch, den Sie selber nicht leben, aber ich. Warum ist das so? Auch Sie haben eine auf die Raucher kaprizierte Auffassung. Aber Freiheit ist doch wohl mehr wie ich finde. Das bezieht sich doch nicht auf den Freiheitsentzug durch Denunzianten, Gängelung, denn eines der wichtigsten Freiheiten ist Toleranz in angemessener Weise. Das vermisse ich bei der Raucherdiskussion.
Bernie Fritz schrieb am 06.07.2013, 11.35 Uhr:
Zunächst vom Grundsatz her, ich bin kein Raucher, muß aber zu dieser Düsseldorfer- Richterentscheidung ganz klar sagen, diesen juristischen Schwachsinn können nur "Düsseldorfer" entscheiden. Sollte diese Praxis Wahrheit werden, frage ich mich allen Ernstes: Lebe ich noch in einem demokratischen Rechtsstaat??? Und noch eines: Wehret den Anfängen, es fängt mit einem Rauchverbot in der privaten Wohnung an und endet..............? So etwas hatten wir schon alles mal in der ehem. DDR und zwischen 1933 u. 1945. Finger weg von den privaten Entscheidungen der Bürger in diesem Lande!
Ansichten schrieb am 06.07.2013, 11.21 Uhr:
@ww11:10 Uhr Die Aufzählung ist Fehlerhaft, denn die Mütter die ständig zu Hause sind, weil die Blagen krank sind und nicht selber, im übrigen, das klappt sehr spontan und ist bei allen Wetterlagen sehr beliebt. Ansonsten finde ich das die Zeit der Nörgler, Bessermenschen, Alleswisser, Gutmenschen gezählt ist, weil sie hoffentlich keiner mehr wählt und ernst nimmt.
WW schrieb am 06.07.2013, 11.16 Uhr:
@So isses: Warum sollte der WDR das tun? Es wäre Aufgabe des Klägers, das im Prozess nachzuweisen. Wenn Ihre Behauptung zutreffend wäre, wäre das doch ein Leichtes.
WW schrieb am 06.07.2013, 11.15 Uhr:
@Wahrheitssucher: Sie haben aber einen seltsamen Freiheitsbegriff. Freiheit bedeutet nicht, dass man tun und lassen kann, was man will. Die Freiheit des Einzelnen geht immer nur so weit, wie die Freiheit anderer nicht eingeschränkt wird - das ist es, was Raucher (offensichtlich in einem mühsamen Prozess) lernen müssen. Freiheit bedeutet nicht, dass ich 2 in der Stunde für 10 Minuten meinen Arbeitsplatz zum Rauchen verlasse - denn ANDERE (der Arbeitgeber und die Kollegen) müssen das ausbaden. Freiheit bedeutet nicht, dass ich überall qualmen darf - denn ANDERE müssen das ausbaden, deren Freiheit wird eingeschränkt. Diejenigen, die hier ihre Freiheit in Gefahr sehen, übersehen, dass sie selbst es sind, die permanent die Freiheit anderer einschränken. Mieter in Mehrfamilienhäusern mit zugequalmten Treppenhäusern müssen aus Rauchersicht die damit verbundene Belästigung in Kauf nehmen - aber warum eigentlich? Damit der Raucher "frei" sein kann? Nein nein, so läuft das zum Glück nicht mehr!
So isses schrieb am 06.07.2013, 11.11 Uhr:
Die Vermieterin dieses Hauses ist KEINE Privatperson. Der Rentner ist der einzige private Mieter, alle anderen sind Selbstständige, die ihre Büros dort haben. wer nun immer noch glaubt, der Vermieterin ginge es ums Rauchen, der glaubt auch, die Erde sei eine Scheibe. Es geht einzig und alleine darum, die Räume des Rentners teurer zu vermieten. Was mich so ankotzt, ist die Tatsache, dass der WDR und die anderen Pressevertreter diesem Sachverhalt nicht nachgehen, und dies aufklären. Das wäre eine grössere Geschichte.
WW schrieb am 06.07.2013, 11.10 Uhr:
Für mich ist der Fall klar: Als Arbeitgeber stelle ich keine Raucher ein, als Vermieter vermiete ich keine Wohnungen an Raucher. Als Arbeitgeber war ich früher tolerant in dieser Frage - das Ergebnis: extrem viele Fehlzeiten bei den Rauchern, und zwar tageweise (häufige Erkrankungen) wie auch stundenweise (wegen "Raucherpausen", die den Kollegen, die während dieser Zeit ans Telefon oder in den Kundenkontakt mussten, zunehmend auf den Keks gingen). Als Vermeiter war ich früher ebenfalls tolerant in dieser Frage, aber zum einen mussten Raucherwohnungen regelmäßig auch nach kürzesten Mietzeiten komplett renoviert werden, zum anderen gab es immer Streit mit anderen Mietern, die sich dann bei mir beschwerten oder sogar die Miete kürzten. Ich glaube, dass die Zeit des Rauchens einfach vorbei ist - nur dass das bei einigen noch nicht angekommen ist. Ich habe nichts gegen Raucher, nur ist ihnen offenbar nicht klar, wie sehr sie anderen auf den Keks gehen.

zurück zum Artikel