Drogenprozess gegen Ex-Nationaltorwart Eike Immel bestreitet Kokain-Kauf

Der frühere Fußball-Nationaltorwart Eike Immel muss sich seit Dienstag (23.10.2012) wegen mutmaßlichen Drogenbesitzes vor dem Amtsgericht Dortmund verantworten. Beim Prozessauftakt bestritt Immel die Vorwürfe. Das Urteil wird am kommenden Dienstag (30.10.2012) erwartet.


 Eike Immel wartet auf den Beginn seines Prozesses
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Eike Immel im Gerichtssaal

Ein halbes Dutzend Kamerateams befand sich im Gerichtssaal des Dortmunder Amtsgerichts. Auf der Anklagebank saßen der Ex-Nationaltorwart Eike Immel und ein Mitangeklagter. Der Mitangeklagte soll mit Drogen gehandelt haben. Von ihm soll Immel vor fünf Jahren 78 mal Kokain gekauft haben. Außerdem soll der ehemalige Profifußballer in Jahr 2005 einige Monate lang seiner Unterhaltspflicht nicht nachgekommen sein.

Immel selbst schwieg vor Gericht und ließe seine Anwältin eine Erklärung vorlesen. Darin beteuert er, dass es ihm leidtäte, den Unterhalt nicht bezahlt zu haben. Den Drogenkauf bestritt er vehement. Er habe zwar einmal das Bordell in Schwerte, in dem der Kauf abgewickelt worden sein soll, besucht und sich dort mit seinem damaligen Freund, dem Mitangeklagten, getroffen, er habe aber nie Drogen genommen und auch keine Drogen gekauft.

Der Prozessausgang ist völlig offen

Der Mitangeklagte ist bereits wegen Versicherungs- und Scheckbetrugs vorbestraft. Der Dortmunder wird nun beschuldigt, in einem Bordell Kokain an Immel verkauft zu haben. Auch er bestreitet den Vorwurf. Er habe nie Drogen an Immel verkauft. Hätte er Drogen an Immel verkaufen wollen, hätten sie sich dazu nicht im Bordell treffen müssen, erklärte er vor Gericht. Beide Angeklagte lebten zeitweise im gleichen Haus.

Eine Zeugin, die den Drogenmissbrauch beobachtet haben will, soll laut Bernd Schulte-Hilversum, Sprecher am Amtsgericht Dortmund, ihre Aussage in Teilen widerrufen haben. "Das ist eine sehr offene Sache", sagte Schulte-Hilversum zum WDR.de.

Die Hauptbelastungszeugin war krank und daher nicht vor Gericht erschienen. Sie wird am kommenden Dienstag (30.10.2012) gehört. Dann soll auch das Urteil verkündet werden.


Stand: 23.10.2012, 15.17 Uhr


Kommentare zum Thema (10)

letzter Kommentar: 25.10.2012, 10:03 Uhr

Info schrieb am 25.10.2012, 10:03 Uhr:
Nur zur Info: Ein Gerichtssprecher geht nur vor die Kamera wenn zu viele Presseanfragen kommen! Das Gericht bittet die Presse sicher nicht zum Gespräch! Der Rummel wird von der Presse gemacht, nicht vom Gericht!!!
Fußballgott schrieb am 24.10.2012, 16:39 Uhr:
@ So isses... Wenn Sie Bordelle und Kokain mit assozialem Lebenswandel initieren wünsche ich Ihnen trotzdem ein klein wenig Spaß im Leben ;-P Meine Güte; auch ein Hr. Immel ist nur ein Mensch und hatte garantiert Spaß dabei - O H N E andere zu schädigen.
Armes Deutschland - beschämendes NRW schrieb am 24.10.2012, 15:21 Uhr:
Endlich hat man ihn gefunden – den schlimmsten Verbrecher des Landes. Das hat schon was, wenn sich ein Gerichtssprecher vor die WDR Kameras und Mikrofone stellt und kundtut wie oft Herr Immel Kokain gekauft haben soll. Warum stellt sich keiner so Mediengeil da hin und spricht die Dinge um wirkliche Verbrecher an. Es ist beschämend wie tief wie hier sinken in diesem schmutzigen Land. Herr Immel tut mir schlichtweg leid.
Das ist alles? schrieb am 24.10.2012, 12:22 Uhr:
Aufgrund_einer Zeugenaussage_einer wackeligen Zeugin?Kennt die evtl. die Ex-Ehefrau? Da wollte sich wohl mal wieder ein Staatsanwalt einen Namen machen.
So isses... schrieb am 24.10.2012, 10:21 Uhr:
Der sieht ja schon richtig fertig aus....Bordell-Kokain etc..was für ein assozialer Lebenswandel...

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