Rennbahn unter Quarantäne: Pferdeseuche stoppt Danedream
Die Weltklassestute Danedream kann ihren Titel am Sonntag nicht in Paris verteidigen. Der Grund: Die Kölner Rennbahn wurde am Montag (01.10.2012) für drei Monate unter Quarantäne gestellt, weil ein Tier an der Pferdeseuche erkrankt war - die Stute darf das Gelände nicht verlassen.
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Pferdeseuche stoppt Danedream
(01:56 Min.)
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WDR aktuell vom 02.10.2012
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Pferdeseuche stoppt Danedream
Damit wird Danedreams Karriere sozusagen im vollen Lauf gestoppt. Geplant war, dass die Stute in Paris beim wichtigsten Rennen der Welt antritt, beim "Prix de l'arc de Triomphe" antritt - dort also, wo sie ein Jahr zuvor Überraschungssiegerin geworden war. Nach einem weiteren Rennen in Japan im November sollte sie mit gerade einmal vier Jahren in Rente gehen und in der Zucht eingesetzt werden. Daraus wird nichts: Auf der Kölner Rennbahn, wo Danedream untergebracht ist, ist ein Pferd an einer infektiösen Anämie erkrankt. Diese hochansteckende "Pferdeseuche" ist zwar für Menschen ungefährlich und befällt nur Pferde und andere Einhufer. Wenn ein Tier aber erkrankt ist, muss es eingeschläfert werden, auch wenn es keine Symptome zeigt.
Kein Pferd darf raus, kein Pferd darf rein
Dieses Schicksal widerfuhr auch dem erkrankten Pferd. Sein Name wird nicht bekannt gegeben, die Geschäftsleitung des Rennvereins will auch nicht öffentlich darüber spekulieren, wo es sich angesteckt haben könnte. Der Geschäftsführer Benedikt Faßbender sagt lediglich, dass eine Routineuntersuchung die Infektion zutage brachte. Daraufhin sperrte das Veterinäramt der Stadt Köln die Rennbahn am Montag (01.10.2012) sofort in einem Umkreis von einem Kilometer ab. "Die betreffenden Pferde dürfen für drei Monate das Gelände nicht verlassen. Außerdem dürfen in dieser Zeit keine neuen Pferde in den Sperrbezirk gebracht werden", teilte die Stadt mit.
Warten auf die Testergebnisse
Zurzeit werden die rund 300 Pferde untersucht, so Faßbender: Eine Blutprobe soll zeigen, ob sich die Tiere angesteckt haben. Mit dem Ergebnis rechnet Faßbender allerdings frühestens nächste Woche. Und selbst wenn das negativ ausfällt, bedeute das nicht, dass die Quarantäne vor Ablauf der drei Monate aufgehoben werde: "Die Inkubationszeit beträgt sechs Wochen, da muss ein zweiter Test gemacht werden." Drei Monate Sperre, "das ist schon heftig"."
"Eine Katastrophe"
Für den Rennverein, das größte deutsche Trainingszentrum, bedeutet die Quarantäne nach Faßbenders Worten eine "Katastrophe". Die geplanten Renntage am 3. und 17. Oktober fallen aus, der für den 14. Oktober geplante Preis des Winterfavoriten wird auf eine andere Bahn verlegt. Faßbender bedauert besonders, dass das Rennen am 3.Oktober nicht stattfindet, das zugunsten des Kölner Kinderschutzbundes ausgerichtet wird: "Mit dem Geld werden ja auch Stellen und ähnliches bezahlt."
Der Galopper-Dachverband war schockiert: "Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen bedauert außerordentlich, dass nun Danedream ihre Titel im Arc nicht verteidigen kann und die anderen Pferde in Köln nicht an Leistungsprüfungen teilnehmen können. Es ist eine Katastrophe für alle Beteiligten, insbesondere Besitzer und Aktive in Köln", kommentierte Turf-Chefmanager Andreas Tiedtke.
Stand: 02.10.2012, 14.35 Uhr
Kommentare zum Thema (4)
letzter Kommentar: 06.10.2012, 14:44 Uhr
- Jochen schrieb am 06.10.2012, 14:44 Uhr:
- @Oje: Ich denke auch das ist mehr ein Luxusproblem als alles andere. Wen in der breiten Masse der Bevölkerung interessiert es ob ein alter Gaul noch zwei Rennen vor dem Ruhestand läuft oder nicht? Oder ob ein paar Pferde eingeschläfert werden müssen. Das ist nun wirklich keine Katastrophe und ifür die meißten Menschen gar nicht wichtig. Die Arbeitsplätze auf der Rennbahn sind da schon wesentlich relevanter!
- Michelle schrieb am 04.10.2012, 21:02 Uhr:
- Ihr seit doch bescheuert, euch interessiert nur ob ihr weiterhin arbeit habt oder nicht und die Pferde die getötet werden müssen können auch nichts dafür, das ihre Besitzer nun mal reich sind, die können sich ihre besitzer schließlich nicht aussuchen. Und es ist ja nicht nur die Galopprenbahn betroffen, sondern auch noch die, die mit ihren eigenen Pferden da waren, für die, die so einen verlust nicht so einfach verkraften, sei es finanziel oder Emotional.
- Bitte schrieb am 02.10.2012, 18:28 Uhr:
- Ja super und wie geht es nun weiter mit meiner Prüfung??? ich hätte irgendwann in diesen 3 Monaten meine Abschlussprüfung auf dieser Rennbahn. Weiß jemand was daraus nun wird
- Oje schrieb am 02.10.2012, 15:14 Uhr:
- Wen interessiert sowas? Die Superreichen haben ein Luxusproblemchen, und meine Zukunft ist schwarz, weil ich nicht weiss, wie ich jemals wieder an einen Job gelangen soll.
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