Gasversorgung zusammengebrochen: Tausende im Kreis Paderborn ohne Heizung
Bei eisigen Temperaturen sind am Freitagmorgen (03.02.2012) bei Tausenden von Menschen in Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) die Heizungen ausgefallen. Schuld waren offenbar Rohrstäube, die die Filter der Gasleitungen verstopften. Mittlerweile sind sämtliche Heizungen wieder in Betrieb

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Nachtarbeit für die Monteure
900 Haushalte und eine Klinik waren von dem Zusammenbruch der Gaszufuhr betroffen, so ein Sprecher der Feuerwehr. Nachdem am Freitagmorgen um 9.30 Uhr die ersten Notrufe eingegangen waren, rückten 50 Monteure aus, um die Heizungen wieder ans Laufen zu bringen. Ein zeitaufwändiges Unternehmen, da die Gasanlagen erst ausgestellt, das Gas eingespeist und die Leitungen dann überprüft werden mussten. In der Klinik funktionierte die Heizung schon am Nachmittag wieder, aber in den meisten Wohnungen mussten die Menschen weiter frieren. Gegen zwei Uhr in der Nacht, die Temperaturen von minus 15 Grad brachte, wurden die Arbeiten eingestellt. Am Samstagmorgen (04.02.2012) waren 200 Anschlüsse wieder am Netz, die übrigen funktionierten ab dem Nachmittag wieder. Es gab nur noch einige wenige Ausnahmen - etwa, weil die Anlage einen Schaden erlitten hatte, erklärte Michael Wippermann, Sprecher des Gasversorgers Eon Westfalen-Weser am Samstag.
War das Wetter schuld?

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Eisige Kälte in Wünnenberger Wohnungen
Die Gasversorgung brach zusammen, weil Rohrstäube die Filter der Leitungen verstopften. Es gibt Vermutungen, dass diese Stäube aufgewirbelt wurden, weil wegen der Kälte mehr Gas als sonst gebraucht und mit Hochdruck in die Leitungen eingespeist wurde. Unternehmenssprecher Wippermann lässt das aber noch offen: "Das Wetter allein kann es nicht sein. Winter gibt es immer, aber so etwas hatten wir noch nie."
Heizlüfter zum Warmhalten

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Aufwärmen nach der eisigen Nacht
Die Ursachenforschung steht noch also noch aus. Auch die Frage nach Schadenersatz oder Wiedergutmachung kann Wippermann noch nicht beantworten, nur so viel: "Wenn Schäden entstanden sind, müssen wir das klären." Denn es gab zwar Notunterkünfte und Sammelstellen, die Hilfskräfte eingerichtet hatten. Auch Eon hatte eine warme Stube eingerichtet, die aber kaum in Anspruch genommen worden sei, so Wippermann. Aber: "Die Leute haben sich irgendwie organisiert, haben zum Beispiel den Heizlüfter angeschaltet" - was vielen eine deutlich höhere Stromkosten beschert haben dürfte.
Andere verfeuerten Holz oder wickelten sich in Decken ein, wie das Ehepaar Kroll. "Rückblickend ist das gar nicht so schlimm", sagt Karl Kroll im WDR Fernsehen, aber: "Wenn's länger gedauert hätte, wäre es kritisch geworden." Die Krolls hatten schon am Morgen wieder Heizung, aber die Nacht sitzt ihnen noch in den Knochen. Karin Kroll: "Ich hab mir überlegt, wie es wäre, wenn wir mit Eiszapfen an der Nase aufgewacht wären. Aber das ist Gottseidank nicht passiert." .
Stand: 04.02.2012, 16.52 Uhr
- Audio: Bad Wünnenberg: Heizungen laufen fast alle wieder [WDR 2] Annette Wieners, WDR 2 Der Tag
- Audio: Ungefähr die Hälfte der 900 Haushalte in Bad Wünnenberg kann wieder heizen (04.02.2012) Christian Saftig, WDR 2 am Samstag
- Wieder Heizung in Bad Wünnenberg [Mediathek]
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