Wetterprognose für Ostern Will man den Hasen vor die Tür schicken?

Eiseskälte, schneidende Windböen - und Ostern ist gerade mal eine Woche weg. Wird's noch was mit dem Eiersuchen ohne Wintermantel? Oder läuft die Heizung am Feiertagswochenende weiter auf Hochtouren? Unser Wetterexperte wagt sich vorsichtig an eine Prognose.


Ostereier auf einer Wiese
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Die Eier rot, der Himmel grau.

So viel vorweg: Auch im vergangenen Jahr waren die Temperaturen rund um Ostern alles andere als freundlich. Bei zehn bis zwölf Grad und häufigen Regenschauern wurden die Eier eher hinterm Vorhang oder unterm Bett statt in Beet und Wald versteckt. Das Stöhnen, dass es dieses Jahr besonders schlimm sei, kann man sich also sparen.

Andererseits: Irgendwo muss er ja raus, der Frust darüber, dass 2013 bislang Sonnenstrahlen Mangelware und milde Temperaturen ein zwei Tage währender Ausrutscher waren. Eine Woche vor Ostern stellt sich da die bange Frage: Bleibt's auch weiter so bescheiden? Eine eindeutige Prognose kann WDR-Wetterexperte Jürgen Weiß nicht abgeben. Nur so viel: "Es wird sicher nicht so kalt bleiben." Und er schiebt nach: "Was bei der derzeitigen Ausgangslage auch kein Kunststück ist."

Windige Kälte, ein paar Tage Sonne


Was heißt das konkret? Bis Dienstag und Mittwoch (26.03./27.03.2013) hält sich die windige Kälte, sagt Weiß. Die Niederschläge, die es am Sonntag teilweise noch geben kann, sind ab Montag erst einmal vorbei. Jetzt die wahrscheinlich wichtigste Nachricht: Die Sonne feiert ein Comeback. Kräftig ist sie noch nicht, bis Mittwoch/Donnerstag steigen die Temperaturen nur sachte auf sechs bis sieben Grad. Aber besser als die graue Schockfrost-Stimmung ist das allemal. Apropos Frost: Nachts bleiben die Grade unter Null. In Eifel und Sauerland können sie sogar an zweistelligen Minusbereichen kratzen.

Niederschlagsfeld ärgert Süden NRWs

Was danach kommt? Es klingt eher unerfreulich, auch wenn sich Jürgen Weiß nicht festlegen will. Fest steht: Ein sogenanntes "Niederschlagsfeld" über Baden-Württemberg kann ab Donnerstag auch den Süden NRWs ärgern. Die Temperaturen steigen dabei wohl auf bis zu acht Grad - was auch der Trend fürs Osterwochenende sein dürfte, so Weiß.

Zum Schluss: Doch noch ein bisschen Neid und Nostalgie schüren. Vor zwei Jahren lag der Ostersonntag äußerst spät am 24. April. Und das Wetter? Fantastisch! 25 bis 27 Grad, praller Sonnenschein. Diese Verhältnisse, und immerhin das lässt sich mit Bestimmtheit sagen, werden 2013 nicht herrschen.


Stand: 24.03.2013, 11.29 Uhr


Kommentare zum Thema (7)

letzter Kommentar: 25.03.2013, 20.16 Uhr

roberta schrieb am 25.03.2013, 20.16 Uhr:
wenn man sonst nichts zu maulen hat, mault man übers wetter. klasse. das wetter derzeit ist für ende märz eigentlich normal, nur die jüngeren jahre waren unnormal. ältere, und ich meine keineswegs greise, können sich noch gut daran erinnern: wenn ostern anfang april war, dann wurden häufig die osternester im schnee gesucht. die wärme der jüngeren zeit, gar die hitze april 2007 mit extremer trockenheit und waldbrandgefahr und temperaturen um die 30 grad ohne chance auf schatten unter noch unbelaubten bäumen - das war unnormal. läge ostern wieder ende april, was bald ja geschieht, dann kann man ostern auch die grillsaison eröffnen. aber ostern gehört zu den beweglichen festen und wenns halt so früh ist, dann ists nix mit sonnenbaden, grillparty und kurzen hosen. sonne, sommer, wärme kommen noch früh genug und dann wird im forum gestöhnt dass es ja auch so heiß ist und die klimaerwärmung alles kaputt macht.
@ Lümmel schrieb am 25.03.2013, 12.48 Uhr:
Gut, dass wir solche Menschen wie Sie nicht mehr hier haben...
W.Mann schrieb am 25.03.2013, 12.38 Uhr:
Wir haben normales mitteleuropäisches Wetter. Ich muss es wissen, ich bin Landesbeauftragter für Meteorologie im Bundesministerium für Wetteraufzeichnungen.
Lümmel schrieb am 25.03.2013, 10.42 Uhr:
@ursula paone "...und hier scheint mir alles lahm und muerrisch." Das liegt nicht nur am Wetter. Die Menschen sind zum großen Teil so in diesem Land. Deshalb und natürlich auch wegen der Sonne, bin ich in ca. 5 Jahren auch Wahlitaliener!!!
O.Hase schrieb am 24.03.2013, 16.04 Uhr:
Langfristige Wetterstatistiken zeigen, dass die aktuelle Wetterlage garnicht so ungewoehnlich ist. Es gab immer wieder Extreme, sei es Hitze- oder Kaelteeinbrueche zu unpassenden Zeiten. Viele kluge Leute streiten sich , wer Schuld hat an diesen Wetter-Kapriolen und ob wir "Erdlinge" durch ungebremstes Wachstum und hemmlosem Verbrauch von Ressourcen u. ae. zu unserem Untergang beitragen. Nehmen wir es gelassen, und machen DAS BESTE AUS SCLECHTEM WETTER.

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