Sparkasse in Nottuln gesprengt: Großer Rumms für kleines Geld
Bei dem Bankraub im westfälischen Nottuln wurde nur ein niedriger vierstelliger Geldbetrag gestohlen, teilte die Sparkasse am Dienstag (25.09.2012) mit. Doch der Schaden durch die Sprengung der Sparkassenfiliale beträgt mehrere 100.000 Euro. Der oder die Täter sind weiter auf der Flucht.
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Einsatzkräfte sperrten den Tatort weiträumig ab (Fotostrecke 1)
Bislang weiß die Polizei nicht einmal, wie viele Täter an dem Überfall beteiligt waren. Eine erste heiße Spur konzentriert sich nach Polizeiangaben auf den mutmaßlichen Fluchtwagen, der etwa 500 Meter vom Tatort entfernt an einer Kreuzung sichergestellt wurde. Das Auto, ein anthrazitfarbener Audi A3, wird derzeit auf Fingerabdrücke und andere Spuren untersucht, sagte ein Polizeisprecher. Anwohner waren auf das Fahrzeug aufmerksam geworden, das in der Nacht vom 20.09.2012 auf den 21.09.2012 im benachbarten Gescher gestohlen worden war.
Die Polizei sucht weitere Zeugen, die den Wagen, der einen auffälligen S04-Aufkleber an der hinteren Stoßstange hat, gesehen haben. Es wird davon ausgegangen, dass die Täter in ein anderes Fluchtfahrzeug umgestiegen sind, nachdem sie den Audi an der Kreuzung abgestellt hatten. Die Sparkasse Westmünsterland hat eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Bei Sprengung verrechnet?
Die Täter hatten bei ihrer Aktion am frühen Montagmorgen (24.09.2012) offensichtlich die Sprengstoffmenge falsch berechnet, sagte der Sprecher. Vermutlich wollten die Täter nur den Geldautomaten knacken, doch durch die Gasgemisch-Explosion gegen zwei Uhr morgens wurde die Geschäftsstelle der Sparkasse im Nottulner Ortsteil Darup komplett zerstört. Fenster wurden nach außen geschleudert, Wände stürzten ein. Auch zwei gegenüber liegende Häuser wurden beschädigt. Trümmerteile seien bis zu 80 Meter weit geflogen, teilte die Polizei mit. Die Straße musste mit Baggern und Schaufeln von Gebäudeteilen und Scherben freigeräumt werden. Die Feuerwehr hat Notstromaggregate eingerichtet.
Haus derzeit nicht bewohnbar
"Wir gehen davon aus, dass sie zielgerichtet den Automaten angegangen sind", sagte ein Polizeisprecher. Der Geldautomat wurde unter den Trümmern zunächst nicht gefunden, es wurden lediglich mehrere leere Geldkassetten in der Bank sicher gestellt. Am Dienstag (25.09.2012) teilte die Sparkasse Westmünsterland mit, es sei ein niedriger vierstelliger Bargeldbetrag aus dem Geldautomaten entwendet worden.
Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab. Statiker untersuchen, ob das Haus einsturzgefährdet ist und abgerissen werden muss. Die über der Filiale gelegenen Wohnungen sind vorerst unbewohnbar, die Geschäftsstelle für mehrere Monate nicht benutzbar. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf mehrere 100.000 Euro, teilte die Polizei mit. Nach ersten Ermittlungen könnte die Sprengung der Sparkassenfiliale zu einer bundesweiten Serie gehören, so die Polizei.
Stand: 25.09.2012, 12.10 Uhr
- Bankautomaten gesprengt [Mediathek]
- Audio: Bürger in Nottuln-Darup nach Bankraub besorgt um Sicherheit [WDR 2] Anja Wengenroth, WDR 2 Zwischen Rhein und Weser
- Audio: Bankräuber sprengen komplette Sparkassenfiliale in die Luft (24.09.2012) Anja Wengenroth / Gudrun Höpker, WDR 2 Westzeit
Kommentare zum Thema (36)
letzter Kommentar: 26.09.2012, 11:11 Uhr
- Krabum schrieb am 26.09.2012, 11:11 Uhr:
- Also es wurde und wird wohl leider auch in Zukunft schon für wesentlich weniger irgendwas in die Luft gejagt... Und vor dem Auseinanderpflücken einer Berichterstattung empfehle ich ganz einfach die Quelle der Berichterstattung zu wechseln (`zunächst nicht gefunden`= nicht auf Anhieb sondern später, `Täter `weiter auf der Flucht`= es gibt keine neuen Anhaltspunkte und die allgemeine Emanzipation aller Geschlechter und Länder lebe hoch...) ;-P Armer WDR.
- Günna schrieb am 26.09.2012, 00:35 Uhr:
- Da sollten mal in Ruhe die polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden. Wahrscheinlich hat Otto Normalverbraucher mal wieder ordentlich daneben gegriffen und der oder die Knaller in Nottuln, verfolgen keine politische Ideologie sondern sind einfach nur Verbrecher mit einem Hang, sich auf diese Art und Weise bereichern zu wollen. Mich interessiert auch nicht, ob die den Coup nun mit Gas oder Sprengstoff gelandet haben. Polizeilich verfolgen, aufgreifen, vor Gericht und dort verurteilen und dann ab in den Knast. Da können diese Halunken mal für Jahre einsitzen und nachdenken und nix mit § 57 StGB. Vollverbüßung und danach noch die FA am Hals, das wäre schon angemessen. Die Spam Frage ist drollig oder soll provoziert werden? Da findet Otto wieder den Weg ins Nationale.
- otto schrieb am 25.09.2012, 18:29 Uhr:
- nicht besonders schlau, die Herren Täter! Wahrscheinlich wieder ein paar verblendete deutschnationale Rechtsextremisten, die ihr kriminelles Leben finazieren wollen!
- Anonym schrieb am 25.09.2012, 16:34 Uhr:
- @ Horst : Für 'ne viertel Million kann man's schon mal krachen lassen!
- Horst schrieb am 25.09.2012, 11:46 Uhr:
- Wieviel Geld ist in sonem Automaten eigentlich drin, kann mir kaum vorstellen das sich der aufwand lohnt ...
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