Neusser Bürger-Schützenfest 2012: In Uniform über den Markt
Fackelzüge, Paraden, Blumenschmuck, Flaggen und Männer in Uniformen: Am letzten Augustwochenende ist Neuss traditionell in der Hand der Schützen. Fünf Tage lang wird zu Ehren des Königs gefeiert. Höhepunkt war auch in diesem Jahr die Königsparade, die es im WDR Fernsehen und live im Internet zu sehen gab.
-
-
Bild 1 vergrößern
+
(Fotostrecke 1)
Es herrscht wieder Ausnahmezustand in Neuss. Museen, Schwimmbäder und viele Geschäfte bleiben während der Festtage geschlossen. Das Neusser Bürger-Schützenfest ist das größte seiner Art am Niederrhein. Fünf Tage (24.08.-28.08.12) wird gefeiert, getanzt und zu Ehren des Schützenkönigs Rainer II. marschiert. Erwartet werden Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland. Mit dem Fassanstich und dem Start der Kirmes am Freitagabend ging der Rummel los. Offizieller Startschuss war dann aber am Samstag (25.08.12). Traditionell wurde das Fest um Punkt 12 Uhr mit 21 Salutschüssen und dem Läuten der sieben Glocken des Quirinusmünsters eröffnet. Abends zogen die Schützen mit rund 100 Fackeln und beleuchteten Motivwagen durch die Stadt.
WDR überträgt Königsparade
Höhepunkt des Spektakels ist die traditionelle Königsparade am Sonntag. Erstmals in der Geschichte marschiert ein Regiment mit über 7.000 Schützen und Musikern zu Ehren des Schützenkönigs über den Markt. Der WDR überträgt die Königsparade am Sonntag (26.08.12) live von 11 bis 14 Uhr im Fernsehen und im Internet.
Termin kennt man selbst im Kanzleramt
"Das ist Rekord, so viele Teilnehmer hatten wir noch nie. Viele, die hier groß geworden sind, kommen eigens wegen des Stadtschützenfests wieder. Da reisen Leute aus der ganzen Welt an, um alte Freunde zu treffen. Für viele ist das jedes Jahr der Höhepunkt", freut sich Oberschützenmeister Martin Flecken. Selbst im Kanzleramt sei der Termin des Neusser Bürger-Schützenfests bekannt. Der außen- und sicherheitspolitische Berater der Kanzlerin, Dr. Christoph Heusgen versuche regelmäßig bei der Königsparade dabei zu sein, genauso wie CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und Ministerialdirektor Johannes Geismann. NRW-Landtags-Vizepräsident Eckhard Uhlenberg (CDU) wird die Parade auf der Ehrentribüne verfolgen. Getreu der Schützentraditon dürfen dort nur Männer Platz nehmen.
Lebendige Neusser Geschichte
Das Neusser Bürger-Schützenfest hat eine lange Tradition. Es reicht bis ins Jahr 1823 zurück. Damals kamen erstmals 100 Schützen zusammen. Heute sind es 70 Mal so viele. Die Faszination an prachtvollen Uniformen, Fackelzügen und bunten Paraden ist bei Alten und auch den Jungen ungebrochen.
Virtuelle grüne Festwiese
"Die Korps können sich nicht über Nachwuchsprobleme beklagen. Das Interesse ist sehr groß", sagt Oberschützenmeister Martin Flecken. Und gerade den Jungen will man bei allem Brauchtum und Tradition natürlich gerecht werden. Erstmals ist das Schützenfest auch bei Facebook präsent. Auf der virtuellen grünen Festwiese gibt es alle wichtigen Infos und es wird erstmals gepostet, geliked und kommentiert. Mit einer Einschränkung: Während des Schützenumzugs bleibt das Handy in der Tasche der Uniform und es soll nichts gepostet werden.
Stand: 26.08.2012, 10.06 Uhr
Kommentare zum Thema (48)
letzter Kommentar: 29.08.2012, 15:10 Uhr
- WDR.de schrieb am 29.08.2012, 15:10 Uhr:
- @Simon: Bite wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an Publikumsstelle des WDR: publikumsstelle@wdr.de
- Simon schrieb am 29.08.2012, 13:25 Uhr:
- Ich bin selber Neusser Schütze und möchte gerne sehen wie lange oder ob unser Zug im TV war... Kann man sich die Parade irgendwo noch einmal anschauen? Danke im voraus
- @Jochen schrieb am 28.08.2012, 19:19 Uhr:
- So ist das halt! Jedem das seine.... und mir das meiste! :-)
- WDR.de schrieb am 27.08.2012, 16:08 Uhr:
- Kommentar gesperrt. Bitte tragen Sie mit sachlichen Argumenten zur Diskussion bei.
- Heinz Faßbender schrieb am 27.08.2012, 10:25 Uhr:
- ich bin so froh - das der (W) DDR soooo weltoffen ist. Danke.....
Alle Kommentare zu "Neusser Bürger-Schützenfest 2012:In Uniform über den Markt" anzeigen
Seite teilen
Über Soziale Medien