Grausiger Fund in Düsseldorf-Eller: Abgetrennter Fuß führte zur Leiche
Weil ein abgetrennter Fuß am Dienstag (18.09.2012) in einem Schlosspark in Düsseldorf gefunden worden war, könnte der Mord an einem 33-Jährigen aufgeklärt werden. Die Polizei fand nun auch die Leiche. Der mutmaßliche Täter sitzt wegen eines anderen Delikts schon in Haft.
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Video:
Leichenfund in Düsseldorf-Eller
(01:23 Min.)
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Sendung vom 19.09.2012
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Leichenfund in Düsseldorf-Eller
Der zum Teil skelettierte Fuß steckte bei seinem Fund noch in einer Socke. Nach Angaben der Polizei Krefeld war er offenbar von Füchsen verschleppt und in der Nähe des Weges abgelegt worden. Dort wurde er am 13.09.2012 von einem Spaziergänger gefunden. Die Polizei veranlasste sofort eine DNA-Analyse.
Toter wurde seit April vermisst
Die DNA-Analyse ergab, dass es sich um den Fuß eines seit April vermissten 33-jährigen Krefelders handelte. Bei einer Suchaktion am Dienstag (18.09.2012) entdeckten Leichenspürhunde im Schlosspark Eller in Düsseldorf auch den Rest der oberflächlich verscharrten Leiche, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Krefeld. Die Leiche war gefesselt und wies Spuren von Messerstichen auf, der Kopf war über Augen, Nase und Mund mit Klebeband umwickelt. Ein 40-Jähriger soll der Mörder sein.
Bekannter des Opfers wird verdächtigt
Der Hauptverdächtige sitzt bereits seit mehreren Monaten wegen eines anderen Delikts im Gefängnis. Er ist ein Bekannter des ermordeten Krefelders und geriet bereits vor Auffinden der Leiche in Verdacht. Der getötete Mann wurde vermisst, nachdem er längere Zeit seine Miete nicht gezahlt hatte. Der Vermieter ließ die Wohnung zwangsräumen. Als man große Mengen ungeöffneter Post entdeckte, untersuchte die Polizei die Wohnung mit Leichenspürhunden, die an einigen Stellen anschlugen. Seitdem vermutete die Polizei, dass der 33-Jährige tot war. Im Auto des Opfers, das der Hauptverdächtige vor seiner Verhaftung regelmäßig nutzte, wurden Blutspuren des mutmaßlich Getöteten gefunden. Der Verdächtige war außerdem im Besitz der Scheckkarten und der Ausweispapiere des Opfers.
Mutmaßlicher Täter gilt als gewalttätig
Die Ermittler schätzen den mutmaßlichen Täter als gewalttätig ein. Auch Zeugen und Bekannte, die vernommen wurden, berichten von ungewöhnlich aggressiven Reaktionen des Mannes. Womöglich liegt bei ihm eine psychische Störung vor. Die Polizei geht darum davon aus, dass das Mordmotiv auch ein völlig unspektakulärer Grund gewesen sein kann. Der Verdächtige schweigt bisher zu den Vorwürfen.
Stand: 19.09.2012, 13.47 Uhr
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