Südfassade des Kölner Doms bröckelt: Kölner Dom: Mann durch Steinschlag verletzt
Ein herabfallender Stein vom Kölner Dom hat am Montagmittag (19.03.2012) einen Passanten verletzt. Der Mann sei vermutlich nur leicht verletzt, sagte Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner. Steinschläge bei gutem Wetter seien äußerst selten.
"Das habe ich seit 13 Jahren nicht mehr erlebt", sagte Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner am Montagmittag (19.03.2012). Sonst käme es zu Steinschlägen am Kölner Dom nur bei Sturm und Regen. Gegen 13 Uhr hatten sich Steine von der Südseite des Doms gelöst, auf der Höhe der ersten Fensterreihe, zwischen dem Marien- und dem sogenannten Pitterpfeiler. Ein Passant wurde durch die Steine verletzt und ins Krankenhaus gebracht. "Dem Mann ist kein Stein auf den Kopf gefallen", betonte die Dombaumeisterin. Die Verletzungen seien durch Steine entstanden, die zunächst auf den Boden fielen und durch den Aufprall wieder hochsprangen. Schock-Werner habe den Passanten noch an der Unfallstelle gesprochen - sie gehe von einer leichten Verletzung aus.
"Keine hundertprozentige Sicherheit"
Nach dem Unfall wurde das rechte der drei großen Eingangsportale vorübergehend durch die Feuerwehr abgesperrt. Steinmetze untersuchten die Fassade nach weiteren losen Steinen. "Ich vermute, dass der Steinschlag mit dem Temperaturunterschied zwischen dem Frost im Februar und den jetzigen Temperaturen zusammenhängt", sagte Barbara Schock-Werner. Dompropst Norbert Feldhoff ergänzte: "Bei so einem komplizierten Gebäude, wie dem Kölner Dom, hat man keine hundertprozentige Sicherheit."
Der Kölner Dom zählt zu den beliebtesten Touristen-Zielen Deutschlands. Im Jahr hat das Bauwerk etwa sechs Millionen Besucher.
Stand: 19.03.2012, 15.00 Uhr
Kommentare zum Thema (6)
letzter Kommentar: 20.03.2012, 23:42 Uhr
- Stuermer schrieb am 20.03.2012, 23:42 Uhr:
- Was werden wir tun wenn das letzte Denkmal und die letzte Kirche gegen Flachbildfernseher eingetauscht wurden......
- Stürmer schrieb am 20.03.2012, 23:16 Uhr:
- @Berny: Ich kann es auch etwas härter ausdrücken: ich bin nicht bereit die Kulturgüter Deutschlands oder die Erungenschaften unserer Kultur gegen Flachbildfernseher oder gar den allgemeinen Konsum von Nichtschaffenden einzutauschen.
- Stürmer schrieb am 20.03.2012, 22:59 Uhr:
- @Berny49: Was wollen Sie denn? Der Wunsch den Unterhalt von Kulturstätten, Denkmälern und Kirchen besser Hartz4lern zum Ausgeben/Konsumieren zukommen zu lassen ist doch schon lange die Praxis. Die Substanz dieses Landes wird aufgelöst, um denen die nichts schaffen den gleichen Anteil(Konsum) zukommen zu lassen wie denen die Schwerstarbeit leisten. Das reale "Einkommen" dieses Landes wird schon vorher verbraucht, um z.B. Israel auch das sechste Brennstoffzelle U-Boot zu bezahlen (ging da um mehrere Milliarden SteuerEuro gesamt) oder über den Umweg Griechenland die verspekulierten Banken in ihren Rückzahlungen zu bedienen. Sie sollten nicht den Abriss ihres völkischen Eigentumes fordern, sondern das diese Politik ihre Bürger von dem eingenommenen Steuergeld am konsumieren hält, ... anstatt das reale Eikommen dieses Staates überall zu verballern. Sie denken da etwas naiv und kurzfristig. Irgentwann sind keine Kirchen zum aufbrauchen mehr da...und dann?
- Colonia schrieb am 19.03.2012, 19:52 Uhr:
- Berny: Sie haben bestimmt recht, daß die Erhaltung des Domes sehr teuer ist. Und man kann auch darüber nachdenken, ob dieses Geld besser anderweitig zu verwenden wäre. Aber der Kölner Dom(und einige andere Kathedralen auch)ist unwiederbringlich.Daran wurde viele,viele Jahre gebaut und er gehört zu Köln und zu uns allen. Wieviel Geld wird denn für den Unterhalt von sogenannten Sport-/Fußball-Arenen ausgegeben.Jede Stadt, die auf sich hält, braucht ein solches Statussymbol.In den 1970er/80er Jahren waren es die beheizbaren Freibäder,heute sind es die "Arenen".Überdimensioniert und wenn kein ausverkauftes Haus, dann rechnet sich das Ganze nicht.Was kosten die Polizei-Einsätze bei den Fußballspielen?Ich hab' nichts gegen Fußball, aber die Vereine halten sie vornehm zurück, wenn es um die Kosten für die Sicherheit geht. Für die vermeintlichen Superstars sind sie bereit, Millionenbeträge auf den Tisch zu legen. Auch die könnten in Hartz IV fließen. Nichts für ungut. Der Dom muß bleiben.
- Berny, 49 schrieb am 19.03.2012, 19:00 Uhr:
- Ich würde den Kölner dom lieber heute als morgen abreissen. Was der Unterhalt kostet! Wenn man das mit allen Kirchen und Denkmälern machen würde, wäre mehr Geld für Harz IV über.
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