Motiv des Täters unklar: Achtjähriger in Oberhausen erstochen
Ein 27-Jähriger soll in der Nacht auf Donnerstag (09.08.2012) den achtjährigen Sohn seiner Freundin in Oberhausen erstochen haben. Wie die Polizei mitteilte, steht ein Motiv noch nicht fest. Der Mann leide an Depressionen und Angstzuständen.

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Der Rest eines Polizeiabsperrbandes hängt in Oberhausen am Tatort
Der mutmaßliche Täter konnte noch nicht vernommen werden, weil er sich selbst schwer verletzt hatte und mehrere Stunden in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Die Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, die Polizei will ihn im Laufe des Tages verhören. Wenn er vernommen werden kann, wird er am Freitag dem Haftrichter vorgeführt.
Mit dem Messer ins Kinderzimmer

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Treppenhaus voller Blut
Die Mutter des Jungen hat unterdessen ausgesagt, dass sie in der Nacht wach geworden sei, weil ihr Freund mit einem Messer in der Wohnung umherlief. Die Geräusche hätten auch das Kind geweckt. Der Mann sei daraufhin in das Kinderzimmer geeilt und habe auf den Jungen eingestochen. Die Mutter rannte mit dem schwer verletzten Kind auf die Straße. "Ich hörte die Mutter rufen: 'Hilfe, Hilfe, mein Kind! Ruf' einer die Polizei, der verblutet!'", berichtete eine Augenzeugin. Passanten alarmierten Polizei und Rettungsdienst; Beamte konnten das Kind zunächst wiederbeleben, es starb aber im Krankenhaus. Die Obduktion ergab nach Angaben der Polizei, dass zweimal auf den Jungen eingestochen worden sei, ein Stich habe zum Tod geführt. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, habe die Polizei sichergestellt.
Mann lebte in "völlig normalen Verhältnissen"
Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter in der Wohnung fest. Er sei in der Vergangenheit bereits als psychisch krank aufgefallen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Demnach nahm der Mann Medikamente gegen Depressionen. Wegen dieser Depressionen und wegen Angstzuständen befinde sich der mutmaßliche Täter nach Polizeiangaben in ärztlicher Behandlung. Der 27-Jährige war seit einem halben Jahr mit der Mutter zusammen, wohnte aber nicht bei ihr. Er lebte in "völlig normalen Verhältnissen" und sei bisher nicht mit Gewaltdelikten aufgefallen.
Drei tote Kinder in Dortmund
Erst am vergangenen Freitag (03.08.2012) waren im Ruhrgebiet drei Kinder Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. In einer Wohnung in Dortmund war ein Feuer ausgebrochen. Bei den Löscharbeiten wurden die Leichen eines vierjährigen Jungen und eines zwölf Jahre alten Mädchens gefunden, ein zehn Jahre alter Bruder erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Eine Obduktion ergab, dass alle drei Kinder einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen waren. Tatverdächtig ist die 29 Jahre alte Lebensgefährtin des Vaters. Sie sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet die Tat.
Stand: 09.08.2012, 16.19 Uhr
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