Zwischenfall am Flughafen Köln/Bonn Rauch im Flugzeug - Ventil war kaputt

Die Ursache für die Rauchentwicklung in einem Flugzeug auf dem Köln-Bonner Flughafen ist geklärt. Ein Ventill in der Hydraulik war defekt. Das teilte die Chartergesellschaft XL Airways am Dienstag (04.09.2012) mit. Elf Menschen waren bei dem Zwischenfall verletzt worden.


Passagierflugzeug auf dem Köln-Bonner Flughafen
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Öger Türk ist der türkische Reiseveranstalter, mit dem XL Airways kooperiert

"Der Fehler ist identifiziert. Ein Rückschlagventil im Hydrauliksystem in Höhe des Fahrwerkschachtes war defekt, sagte Herbert Euler, Sprecher der deutschen Chartergesellschaft XL Airways, WDR.de am Dienstag (04.09.2012). Nach einem Testflug werde die Maschine voraussichtlich am Abend wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen.

Elf Passagiere im Krankenhaus

Zum Vorfall selbst ergänzte der Sprecher: "Beim Bremsvorgang nach der Landung ist verdampfte Hydraulikflüssigkeit über den Fahrwerkschacht in die Kabine gelangt. Das war nicht gefährlich. Es war eben kein Rauch, es waren Dämpfe von Hydraulikflüssigkeit. Die haben zugegebenermaßen einen beißenden Geruch." Dennoch kamen nach Angaben der Feuerwehr elf Passagiere mit Rauchgasvergiftungen und Reizungen der Atemwege ins Krankenhaus. Fünf von ihnen seien sogar mittelschwer verletzt gewesen.

Zwischenlandung wegen Crew-Tausch

Der Zwischenfall in der mit 186 Passagieren besetzten Boeing 737, die aus Hannover kam, hatte sich am Montag (03.09.2012) bei der Landung auf dem Flughafen Köln-Bonn ereignet. Dass die Maschine bei dem Nonstop-Flug nach Gaziantep in der Türkei dort überhaupt zwischenlandete, hatte damit zu tun, dass die Crew ausgetauscht werden musste. "Die hätte ansonsten ihre Dienstzeit überschritten", erklärte XL-Sprecher Euler.

Verletzte am Flugzeug behandelt

Der Vorfall hatte am Montag (03.09.2012) einen Großalarm auf dem Köln-Bonner Flughafen ausgelöst. Die Flughafenfeuerwehr hatte nach der Landung sofort Verstärkung von der Kölner Feuerwehr angefordert. Etwa 40 Rettungskräfte, darunter mehrere Notärzte, waren im Einsatz. "Alle Passagiere konnten das Flugzeug eigenständig verlassen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Seinen Angaben zufolge wurden die Verletzten erst unmittelbar neben dem Flugzeug behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die anderen Fluggäste wurden mit Bussen in ein Betreuungszentrum des Airports gefahren.


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Nach Angaben von XL Airways waren insgesamt waren 186 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeugs gewesen. Auf der Maschine stand der Schriftzug "Öger Türk". Das ist der türkische Reiseveranstalter, mit dem XL Airways kooperiert. Die Passagiere waren überwiegend türkische Staatsbürger. Sie wurden am Montagabend mit einer Ersatzmaschine nach Gaziantep geflogen.


Stand: 04.09.2012, 10.34 Uhr


Kommentare zum Thema (2)

letzter Kommentar: 05.09.2012, 17:27 Uhr

WDR.de schrieb am 05.09.2012, 17:27 Uhr:
Posting wurde entfernt. Bitte tragen Sie mit sachlichen Argumenten zum Thema des Artikels bei.
chemo schrieb am 04.09.2012, 20:22 Uhr:
Die Dämpfe dieser Hydraulikflüssigkeiten sollen sehr ungesund sein. Diese Dämpfe(Abgas,Öldämpfe) werden oft auf Parkposition des Flugzeuges über die Lüftung in das Kabineninnere gesogen.Viele Flugbegleiter klagen über Beeinträchtigung ihrer Gesundheit.