Feuerwehr-Einsatz an Erdloch: Erde tut sich auf in Ratingen
Unverhofft tiefe Einblicke in die Bergbaugeschichte von Ratingen gab es am Freitag (16.12.2011) im Ortsteil Breitscheid, genauer in der Straße "An der Hoffnung". Dort tat sich die Erde auf und gab den Blick frei auf eine alte Mine, die bislang nicht amtlich verzeichnet war.
![Bildrechte: WDR [m], Nora Urru Karte Ratingen-Breitscheid](/themen/panorama/erdloch104_v-ARDAustauschformat.jpg)
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Unglücksstelle Ratingen Breitscheid
Verletzt wurde niemand, als zwischen zwei Mehrfamilienhäusern am Freitagmittag die Erde nachgab. Auf einer Fläche von zunächst vier Quadratmetern hatte sich der Boden abgesenkt. In den folgenden Stunden wuchs diese Öffnung nach Angaben der Feuerwehr auf neun Quadratmeter an. "Eine gemauerte und mit Stahlträgern bewehrte 'Deckel'-Konstruktion war plötzlich eingestürzt", so die Feuerwehr. Ein fünf Meter tiefer Schacht mit einem Durchmesser von fünf Metern sei freigelegt worden. Wahrscheinlich liege unter der nun eingestürzten Konstruktion "ein Schacht unbekannter Tiefe."
Bergbau am Unglücksort nicht amtlich verzeichnet

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Erdloch in Ratingen-Breitscheid
Die zuständige Behörde für den Altbergbau war nach Angaben der Feuerwehr "keine bergwerkliche Tätigkeit an dieser Stelle bekannt." Zahlreiche anwesende Zeitzeugen hätten jedoch "unter Beibringung von ausführlichen Berichten und Bildmaterial" auf der Existenz eines Schachtes einer ehemaligen Grube beharrt. Nach Angaben der Feuerwehr erzählten Anwohner, dass es sich um eine Silbermine aus dem frühen 20. Jahrhundert handelt. Über die Jahrzehnte sei deren Stützkonstruktion wohl ausgewaschen worden und habe schließlich nachgegeben, erklärte ein Feuerwehr-Sprecher am Samstag (17.12.2011). Noch am Samstag begann die Feuerwehr damit, das Loch aufzufüllen.
Stand: 17.12.2011, 15.53 Uhr
Kommentare zum Thema (8)
letzter Kommentar: 17.12.2011, 15:28 Uhr
- Moatl schrieb am 17.12.2011, 15:28 Uhr:
- Alte, heute unbekannte Schachtanlagen sind in Bergbauregionen keine Seltenheit und haben was mit Ostereiern gemeinsam. Man findet sie erst, wenn sie zu »stinken« beginnen.
- scheer schrieb am 17.12.2011, 15:24 Uhr:
- Der Straßenname "An der Hoffnung" ist eindeutig ein Hinweis auf bergbauliche Tätigkeiten. Ist sogar vom Schreibtisch aus zu erkennen.
- Behörden schrieb am 17.12.2011, 15:01 Uhr:
- "Zahlreiche anwesende Zeitzeugen hätten jedoch .. auf der Existenz eines Schachtes .. beharrt" liebe Behörden, glaubt den Alten !!
- Simon wrieden schrieb am 17.12.2011, 14:14 Uhr:
- Vielleicht sollte man auch in Erwägung ziehen (wenn es keine offizelle bergbau Tätikeit gab)das evt es möglich ist das ein depot der nazis eingestürzt ist.Gab es schon öfter und sollte von fachpersonal untersucht werden..Es werden ja noch eine menge sachen vermisst und wasseranschluss ist auch gegeben!wäre ein gutes versteck
- tut nix zur sache schrieb am 17.12.2011, 13:54 Uhr:
- @maltamueller ja super Kommentar, wie wär's mit "googel-n"oder "bing-en" oder "ask-en".
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