Unfall im Chemiepark Dormagen: 25 Verletzte durch Chemikalie
Auf dem Gelände des Chemieparks Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) sind 25 Arbeiter durch den Austritt von Chlorwasserstoff leicht verletzt worden. Die Chemikalie war am Montag (10.09.2012) durch eine undichte Leitung entwichen. Drei Mitarbeiter konnten inzwischen aus der Klinik entlassen werden.

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Auch die Polizei war eingeschaltet
Die betroffenen Mitarbeiter seien mit Augen- und Atemwegsreizungen in die werksärztliche Abteilung gebracht worden, wie ein Sprecher des Chemieparks und die Polizei mitteilte. Drei Mitarbeiter, die zur Beobachtung in eine Klinik eingeliefert worden waren, konnten am Dienstag (11.09.2012) wieder entlassen werden. Dies teilte ein Sprecher der Betreibergesellschaft mit.
Da zunächst unklar war, welche Menge der ätzenden Chemikalie ausgetreten war, sperrte die Polizei die Straßen rund um das Gelände. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Werksfeuerwehr gelang es, den entweichenden Chlorwasserstoff mit Wasser zu binden. Der Gasaustritt konnte den Angaben zufolge nach kurzer Zeit gestoppt werden.
Kettenreaktion führte zu Gas-Unfall
Nach etwa eineinhalb Stunden wurde die Sperrung außerhalb des Geländes wieder aufgehoben. Messwagen des Chemieparks und der Stadt Dormagen hätten außerhalb des Betriebsgeländes keine erhöhten Werte der Chemikalie feststellen können, hieß es. Nach Polizeiangaben hat eine von außen nicht sichtbare Beschädigung eines Behälters mit Chloracetylchlorid eine chemische Reaktion in Gang gesetzt. Dadurch habe sich in dem Behälter Druck aufgebaut, der einen Reinigungsschlauch platzen ließ. So sei eine Wolke aus Chlorwasserstoff freigesetzt worden. Die Schadenshöhe ist noch nicht bezifferbar.
Es handelt sich nach vorläufiger Bewertung um einen Betriebsunfall ohne strafrechtliche Relevanz. Der Container ist nach Polzeiangaben sichergestellt worden und wird noch von Fachleuten begutachtet. Chlorwasserstoff wird den Angaben zufolge in der chemischen Produktion unter anderem zur Herstellung verschiedener organischer Verbindungen und in Haushaltschemikalien verwendet.
Stand: 11.09.2012, 17.41 Uhr
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