Trendgetränk untersucht: Giftspuren in Bubble Tea
Bubble Tea heißt das Trendgetränk mit den bunten süßen Kügelchen. Kinder und Jugendliche lieben es, Ärzte und Verbraucherschützer warnen davor. Aachener Wissenschaftler teilten am Mittwoch (22.08.2012) mit, dass sie Giftspuren in Bubble-Teas eines Mönchengladbacher Ladens gefunden haben.

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Die Bubbles im Bubble Tea: Süße Geleeperlen, die im Mund zerplatzen
Die Chemikalien könnten das Krebsrisiko erhöhen und Allergien auslösen: In allen 20 genommenen Proben des Ladens seien PCB-ähnliche Stoffe gefunden worden. Darunter seien neben Allergenen die Stoffe Styrol, Acetophenon und bromierte Verbindungen. Das berichtete Wolfgang Dott, Direktor des Instituts für Hygiene- und Umweltmedizin der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, WDR.de am Mittwoch. Diese Substanzen hätten in Lebensmitteln nichts zu suchen. Wie hoch die Konzentration der Giftspuren ganz genau war, wurde nicht gesagt. Grenzwerte für die Stoffe gibt es nicht, da sie in Lebensmitteln überhaupt verboten sind.
Ergebnisse gehen an die Staatsanwaltschaft
Das Aachener Forscherteam hatte die Proben zusammen mit einer Mönchengladbacher Firma für Labortechnik untersucht. Der Grund der Tests war laut Dott vor allem, mit Hilfe eines speziellen Geräts Methoden zur chemischen Analyse zu entwickeln. Dafür nahmen sie sich die Bubble Teas vor. "Es ist ja nicht unsere Aufgabe, Lebensmittelüberwachung zu betreiben", sagte Dott. Die Ergebnisse habe er an die Lebensmitteluntersuchungsämter und an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach prüft inzwischen, ob ein Anfangsverdacht einer Straftat vorliegt.
Der Mönchengladbacher Bubble-Tea-Laden gehört den Angaben nach zu einer bundesweiten Kette, die ihre Ware aus Taiwan bezieht. Um welche Kette es sich handelt, ist nicht bekannt.
Ministerium: "Keine aussagekräftigen Angaben erhalten"

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Vor allem Kinder und Jugendliche lieben Bubble Tea
Irritiert ist man beim NRW-Verbraucherministerium: "Derzeit können wir eine angebliche stoffliche Belastung von Proben weder bestätigen noch dementieren", sagte Sprecher Stephan Malessa am Mittwoch zu WDR.de. "Quantitative Prüfergebnisse und aussagekräftige Angaben zur Methode hat das Unternehmen dem Ministerium auch auf Nachfrage nicht zur Verfügung gestellt." Unklar sei zudem, seit wann die Mönchengladbacher Firma und das Institut der RWTH Aachen über die angebliche chemische Belastung wissen. Das Ministerium habe das Institut der RWTH Aachen aufgefordert, unverzüglich Informationen über die betroffenen Chargen zur Verfügung zu stellen, damit gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden könnten, so Sprecher Malessa.
Mutmaßlich gefährliche Kalorienbomben sind zudem teuer
Seitdem vor allen in Städten immer mehr Bubbel-Tea-Cafés eröffnen, schlagen Kinderärzte und Verbraucherschützer Alarm. Die süßen Drinks auf Teebasis mit den glibberigen Fruchtsaftkugeln, den "Bubbles", seien viel zu kalorienhaltig, moniert etwa die Verbraucherzentrale NRW. In einem Becher könnten 500 Kilokalorien stecken - so viel wie bei einer kompletten Kinder-Hauptmahlzeit. Außerdem könnten Konservierungs- und Farbstoffe enthalten sein, ohne dass dies eindeutig angezeigt werden müsse.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sorgt sich vor allem darum, dass sich Kleinkinder an den Kügelchen, die durch dicke Strohhalme aufgesaugt werden, verschlucken können. Nach dem Willen von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) soll der süße Tee mit den Aromakugeln deshalb mit einem Warnhinweis versehen werden. Ein Test von WDR 2 ergab zudem, dass Bubble Tea teuer ist - beim Testeinkauf kostete ein halber Liter drei bis vier Euro.
Weitere Untersuchungen angekündigt
Das NRW-Verbraucherschutzministerium kündigte weitere Untersuchungen an. Das Ministerium wies darauf hin, dass bereits bei Analysen im Saarland erhöhte Belastungen mit Keimen und fehlende Kenntlichmachung von Konservierungsstoffen festgestellt worden seien. Eine Gesundheitsgefahr sei davon aber nicht ausgegangen.
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- PCB
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PCB steht für Polychlorierte Biphenyle - das sind giftige und krebserregende chemische Chlorverbindungen. Bis in die 80er Jahre wurde PCB in elektrischen Kondensatoren und Hydraulikanlagen eingesetzt. In Deutschland ist PCB seit 1989 verboten, durch die "Stockholmer Konvention" vom 22. Mai 2001 auch weltweit. PCB zählt zu den zwölf als "dreckiges Dutzend" bekannten organischen Giftstoffen. Typische mit PCB in Zusammenhang gebrachte Erkrankungen sind unter anderem Krebs, Haarausfall und Leberschäden. Es gibt viele verschiedene PCB-Arten, die sich in ihrer Giftigkeit enorm unterscheiden. Einige von ihnen sind eng verwandt mit Dioxinen - und ebenso giftig.
Stand: 22.08.2012, 17.31 Uhr
Kommentare zum Thema (64)
letzter Kommentar: 27.08.2012, 15:50 Uhr
- Ignaz schrieb am 27.08.2012, 15:50 Uhr:
- Nachtrag : Es handelte sich bei dem genannten Rattenversuch um Saccharin nicht Aspartam... mea culpa.
- Ignaz schrieb am 27.08.2012, 15:26 Uhr:
- Hans-Jürgen Reckers, sie gehören zu der Spezies Mensch, die keine Beweise braucht um stock und steif Behauptungen als Wahrheiten zu deklarieren. In welchen Kriegen und zu welchen Zweck wurde das Aspartam denn eingesetzt? In jeder Toxikologievorlesung erfährt man, dass der Rattenversuch nur deshalb zu dem Ergebnis krebserregned kam, weil man den Ratten Dosen an Aspartam verabreicht hat, die so groß waren, dass es sich nichtmehr in der Flüssigkeit der Ratte lösen konnte und deshalb auskristallisiert ist. Die Kristalle haben die Zellen so gereizt, dass es zu inneren Verletzungen kam. Das Ergebnis von damals konnte unter realistischeren Bedingungen nie reproduziert werden. Was bezwecken sie damit? Als Vorschlag will ich sie selbst zitieren: "Hier wird das wahre Gesicht dieses Systems gezeigt, nämlich Ängste unter den Menschen zu verbreiten." Schaun sie mal in den Spiegel...
- Markus schrieb am 25.08.2012, 10:22 Uhr:
- Ich möchte gerne Walter Moers zitieren: "Blubberlutsch - die Modedroge für Jugendliche die sich nun gar nichts trauen." (aus W.Moers, Schoener Drogen mit dem kleinen AL) ...
- RinaLokal1985 schrieb am 24.08.2012, 16:20 Uhr:
- Ob Acrylamid, Ozonschicht oder wie jetzt Bubble Tea – ist doch alles plötzlich krebserregend und dann verschwindet es wieder in der Versenkung. Wenn man die 100%ige Sicherheit über die Inhaltsstoffe haben will, muss man die Bobas halt selbst mit eigenen Zutaten herstellen. Es gibt es sogar eine Firma die sowas anbietet: (Anm. d. Red.: link gesperrt). Schaut einfach mal rein und sagt, wie ihr es findet. liebe Grüße Rina
- Hans-Jürgen Reckers schrieb am 24.08.2012, 00:13 Uhr:
- Oje, und was ist mit ASPARTAM,, eines der größten Nervengifte, welches die USA in ihren Kriegen eingesetzt hat und heute in der BRD fast in allen süßen- und Lightprodukten enthalten ist, insbesondere in zuckerfreien Bonbons oder in Medikamenten.ASPARTAM und Glutamat, eines der größten Stoffwechselschädiger in Lebensmittel.Ich achte und informiere bereits in Kaufhäusern auch andere Menschen, dies macht auch Spaß aufzuklären. Ich würde mich freuen, wenn Sie zumindest diesen Beitrag veröffentlichen, einen meiner bereits drei verfassten Beiträge. Mit freundlichem aufklärerischen Gruß Hans-Jürgen Reckers
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