Stadt Dortmund zum Tod von drei Kindern: Jugendamt sah keine Gefährdung der Kinder
Nach dem Tod von drei Kindern in Dortmund hat sich die Stadt zu den Kontakten zwischen Jugendamt und der Familie geäußert. Demnach habe es zu keinem Zeitpunkt Hinweise auf eine Gefährdung der Kinder gegeben.
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Jugendamt sah keine Gefährdung der Kinder
(00:50 Min.)
WDR aktuell vom 08.08.2012
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Jugendamt sah keine Gefährdung der Kinder
Am Freitag (03.08.2012) waren ein Mädchen im Alter von zwölf Jahren und ihre vier und zehn Jahre alten Brüder mutmaßlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Zwei Kinder wurden nach einem Wohnungsbrand in der Dortmunder Nordstadt tot geborgen, das dritte Kind verstarb im Krankenhaus. Gegen die Lebensgefährtin des Vaters wurde Haftbefehl erlassen. Sie sitzt in U-Haft und bestreitet die Tat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es keine neuen Erkenntnisse zum genauen Tathergang.

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Noch gibt es keine genauen Erkenntnisse zur Todesursache der Kinder
Erstmals hat sich am Mittwoch (08.08.2012) die Stadt Dortmund ausführlich zu den Kontakten geäußert, die zwischen dem Jugendamt der Stadt und der Familie bestanden. Es hat eine Übergabe des Falls vom Jugendamt des alten Wohnortes der Familie gegeben, als diese Anfang September 2011 nach Dortmund umgezogen war. Zuvor sei die Familie nach dem tragischen Tod der Mutter im Jahr 2009 "bei der Bewältigung dieses Traumas und in alltäglichen Dingen wie der Erledigung von Behördenangelenheiten" unterstützt worden.
"Liebevoller Umgang mit den Kindern"
Im Folgenden hat es nach Angaben der Stadt Dortmund zahlreiche Kontakte zwischen Mitarbeitern des Jugendamtes und der Familie gegeben, auch sei bei Kindergärten und Schulen nachgehakt worden, wie es den Kindern gehe. "Das Jugendamt hatte zu keinem Zeitpunkt Erkenntnisse, die auf eine Kindeswohlgefährdung hindeuteten." Die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes hätten bei den persönlichen Kontakten den Eindruck gewonnen, "dass der Vater einen liebevollen Umgang mit seinen Kindern pflegte." Auch sei im Jugendamt keine Meldung eingegangen, die im Zusammenhang mit der Familie gestanden habe. Einzig im Februar 2012 seien die Kinder kurzzeitig in der Obhut des Jugendamtes gewesen. Der Vater hatte zuvor angekündigt, kurzzeitig abwesend zu sein.
Kinder werden in der Türkei beigesetzt
Im Mai 2012 teilte der türkischstämmige Vater dem Jugendamt mit, dass er seine Kinder nach dem Schuljahresende dauerhaft in der Türkei bei Verwandten unterbringen wolle. "Dies entsprach auch dem Wunsch der beiden älteren Kinder", heißt es in einer Erklärung der Stadt Dortmund. Auch aus Schulen und Kindergarten habe es auf Nachfrage keinen Hinweis gegeben, dass die Kinder zu dem Umzug gezwungen worden seien. Am Mittwoch (08.08.2012), so die Stadt Dortmund, habe der Vater Dortmund Richtung Türkei verlassen. Die Kinder sollen dort beigesetzt werden.
Stand: 08.08.2012, 16.30 Uhr
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