Blitz-Marathon am Mittwoch: "Rasen hört nicht an Ländergrenzen auf"
Beim 3. Blitz-Marathon am Mittwoch wird an 3.000 Stellen in NRW 24 Stunden lang die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Das gab Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Montag (22.10.2012) in Münster bekannt. Auch in Niedersachsen und den Niederlanden wird geblitzt.

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Blitz-Marathon am Mittwoch an über 3.000 Stellen in NRW
Tausende Polizisten werden am Mittwoch (24.10.2012) ab 6 Uhr morgens zu schnelle Auto- und Motorradfahrer blitzen. Gemessen wird an 3.335 Kontrollstellen in NRW. 24 Stunden dauert der 3. Blitz-Marathon. Er ist Teil der Kampagne "Brems Dich - rette Leben!". 1.259 Kontrollstellen gehen dabei auf Bürgervorschläge zurück. Grund des Blitz-Marathons ist die bundesweit steigende Zahl von Geschwindigkeitsunfällen. Das teilte am Montag (22.10.2012) Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf einer Pressekonferenz in Münster mit.
Neu ist an dem Blitzmarathon, dass Niedersachsen und die Niederlande mit den NRW-Behörden kooperieren. "Rasen hört nicht an Ländergrenzen auf. Überall ist zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nummer eins", so Jäger. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte: "Mit unseren Überwachungsmaßnahmen wollen wir gemeinsam Leben retten."
An einer flächendeckenden Einführung von Tempo 130 ist Jäger allerdings nicht interessiert. Er verweist darauf, dass die Richtgeschwindigkeiten einzuhalten sind. "Entscheidend ist, dass die Menschen die bestehenden Regeln einhalten", sagte der Innenminister.
Weniger Verkehrstote und Schwerverletzte in 2012
Laut NRW-Innenministerium starben im ersten Dreivierteljahr 2012 in NRW 73 Menschen weniger auf den Straßen. Das ist ein Minus von 15,4 Prozent (2012 bislang: 395 Tote). Auch die Zahl der Schwerverletzten sank um 682 Fälle beziehungsweise 6,6 Prozent (2012 bislang: 9634). Insgesamt waren 2011 auf den NRW-Straßen 634 Menschen gestorben. 13.900 Menschen hatten schwere Verletzungen erlitten. "Statistisch lässt sich nicht belegen, welchen Anteil die verstärkten Polizeikontrollen daran haben. Aber ich bin überzeugt davon, dass die öffentlichen Diskussionen um die Blitz-Marathons einen wichtigen Beitrag dazu beigetragen haben", so Innenminister Jäger.
Der am Mittwoch beginnende Blitz-Marathon ist bereits der dritte in diesem Jahr. 17.169 Temposünder hatte die Polizei während des Blitz-Marathons im Februar 2012 erwischt. Damals war an rund 1.400 Kontrollstellen gemessen worden. Anfang Juli 2012 war an 3.142 Messstellen kontrolliert worden. Das Ergebnis: Rund 22.000 Verkehrsteilnehmer fuhren zu schnell.
Stand: 22.10.2012, 12.11 Uhr
- Mehr als 17.000 Autos geblitzt: "Blitz-Marathon" wird wiederholt (11.02.2012)
- "Eine Kultur des Schnellfahrens" : Interview mit Verkehrspsychologen (10.02.2012) [Aktuelle Stunde]
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Messstellen-Finder für ganz NRW Aktion "Brems Dich - rette Leben!"
Homepage Polizei NRW
Kommentare zum Thema (48)
letzter Kommentar: 24.10.2012, 13:52 Uhr
- Jürgen Sielaff und Maik Schneider schrieb am 24.10.2012, 13:52 Uhr:
- Richtig man sollte ihn nicht Radarfalle nennen sondern "ABZOCKERKASTEN" !!!
- Sterndeuter schrieb am 24.10.2012, 07:16 Uhr:
- Ich würde mir wünschen, dass mit der gleichen Konsequenz diejenigen aus dem Verkehr gezogen werden, die bei Dunkelheit mit unbeleuchteten Fahrrädern unterwegs sind. Das Gefährdungspotenzial ist sicherlich nicht geringer. Nur spricht komischerweise darüber niemand...
- Agnes schrieb am 23.10.2012, 11:42 Uhr:
- @Analytiker: Toll, Sie haben Anjas Probleme auf den Punkt gebracht. Vielen Dank dafür! Denn diese Anja ist nicht repräsentativ für das weibl. Geschlecht!
- Analytiker schrieb am 23.10.2012, 09:51 Uhr:
- @Anja : Sie scheinen eher ein Problem mit dem männlichen Geschlecht zu haben. Mutmaßlich ist ihr Taxifahrer mit 55 km/h statt mit 50 km/h durch die Stadt gefahren. Sie haben dann eine Taxifahrerin verlangt und mutmaßlich auch bei der Polizei Polizistinnen. Da Sie die mutmaßliche Geschwindigkeitsüberschreitung juristisch nicht beweisen können, droht ihnen eventuell ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung. Ihr Verlangen nach dem weiblichen Geschlecht wird dann in diesem Verfahren gegen Sie sicher nicht hilfreich sein.
- Speedy Gonzales schrieb am 23.10.2012, 09:18 Uhr:
- Ein angekündigter Blitzmarathon bringt meiner Meinung nach tatsächlich mehr als verdeckte Kontrollen. Ich (und viele andere) werde am Mittwoch morgen in mein Auto steigen und wissen, dass die Blitzen überall lauern könnten. Also werde ich bestimmt (noch) angepasster fahren als sonst. Wäre ich ein rücksichtsloser Raser, würde ich ohne das Wissen über die Bltzaktion heizen wie sonst und somit wäre das Risio für die Allgemeinheit nicht verringert. Die Polizei würde vielleicht mehr kassieren, aber darum sollte es nicht gehen. Wer würde noch zu schnell fahren, wenn wir wüssten, dass wir flächendeckend kontrolliert würden? Schnelle Autos sind auch nicht das Problem. Da wo es erlaubt ist, genieße ich die Freiheit auch mal 180 oder schneller zu fahren. Trotzdem kann ich in Wohngebieten angepasst fahren.
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