NRW-Polizei rüstet auf: Neue Blitzer für knapp sieben Millionen Euro
Die NRW-Polizei setzt 48 neue Radar-Messgeräte gegen Raser ein. Die modernen Blitzer sollen Gesichter und Kennzeichen von zu schnellen Fahrern im Straßenverkehr besser erkennen. Kosten: 6,7 Millionen Euro.

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Laserpistolen und moderne Lichtschranken sollen Raser entlarven
"Mit Hightech" werde die Polizei den "Kampf gegen Raser verschärfen", teilte das NRW-Innenministerium am Freitag (21.12.2012) mit. Ab sofort seien 48 moderne digitale Messgeräte einsatzbereit. Zu jedem Blitzer gehört ein Dienstauto. Die Anschaffung kostet insgesamt 6,7 Millionen Euro. Die neuen Radarmesser sollen laut Ministerium Teil der "Strategie für Verkehrssicherheit" sein.
Fünf Lichtschranken erfassen Fahrzeug
Lohnt sich die Investition? Innenminister Ralf Jäger ist davon überzeugt. "Die neuen Geräte messen die Geschwindigkeit mit Lichtschranken. Dadurch sind sie vielseitiger als die bisher eingesetzten Radargeräte", sagte der SPD-Politiker in Düsseldorf. Die Polizei werde durch die neue Technik flexibler. Kern der neuen Geräte mit dem Namen ESO 3.0 seien fünf nebeneinander angeordnete Lichtschranken. Drei messen die Geschwindigkeit, zwei die Position des Fahrzeuges. So sollen die Polizisten in Kurven, an steigenden und abschüssigen Straßen sowie über vier Fahrstreifen hinweg messen können. Da die neuen Geräte mit mehreren Kameras gekoppelt werden, sollen zum Beispiel Kennzeichen von Motorradrasern sowie Gesichter von Autofahrern besser erkennbar sein.

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Polizei will neue Biltzanlage mit fünf Lichtschranken einsetzen
Jägers Beamte veranstalteten im Oktober 2012 den dritten "Blitz-Marathon". Dabei fuhren drei Prozent aller gemessenen Fahrzeuge zu schnell. Der Minister schätzt, dass die Zahl der Verkehrsunfälle durch mehr Kontrollen verringert werden kann. Experten halten den Effekt solcher "Blitz-Offensiven" für sehr begrenzt. Der Verkehrspsychologe Karl-Friedrich Voss zweifelte anlässlich der letzten Radar-Aktion der NRW-Polizei "daran, dass diese Kontrollen die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen". Im ersten Halbjahr 2013 soll laut Ministerium der nächste Marathon folgen.
Stand: 21.12.2012, 13.58 Uhr
- Blitzmarathon-Bilanz: Raser-Rekorde und dumme Ausreden (25.10.2012)
- Audio: Blitzer am Start: Kontrolle an der Rheinhauserner Brücke in Duisburg (24.10.2012) Helmut Rehmsen / Benjamin Sartory, Morgenmagazin
- Bilanz nach Blitzmarathon: WDR aktuell vom 25.10.2012
- Apps und Navis gegen Starenkästen: FAQ zur Diskussion um Blitzerwarner (19.09.2012)
Kommentare zum Thema (76)
letzter Kommentar: 24.12.2012, 10:39 Uhr
- Sascha schrieb am 24.12.2012, 10:39 Uhr:
- Wir sind gestern erst wieder innerorts überholt worden. 50km/h, hatten wir auch lt. Tacho. Auf einmal schiesst mit bestimmt 70-80kmh ein Polo an uns vorbei. Dem hätte eine Geschwindigkeitskontrolle bestimmt gut getan.
- steuerzahler schrieb am 24.12.2012, 10:15 Uhr:
- Halte mich an die Regeln dann brauch ich auch nicht zahlen. Es ist schon lutig wie sich manche Fahre bemühen einen in der Stadt von der Straße zu schubsen nur weil man sich an die erlaubte Geschwindigkeit hält. die gleichen Versuche nur dann mit Lichthupe in Baustellen auf der Autobahn. Interessant ist das es sich meist um wenige Automodelle handelt. In der Regel sind es Mittelklassefahrzeuge. Macht Kleinwagen fahren gelassener? Allen auch den Rasern ein unfallfreies Fest.
- Kontrollen sind gut! schrieb am 23.12.2012, 12:50 Uhr:
- Ich wünsche mir noch engmaschigere Geschwindigkeitskontrollen und deutlich höherere Strafen. Auch für 40km/h Fahrer in 30er Zonen! Denn schon diese 10 Km/h entscheiden u.U. über Leben oder Tod! Es ist erschreckend wie viele Pappnasen es gibt die diese Tatsache nicht zur Kenntnis nehmen wollen (oder können, weil die entsprechenden Resourcen nicht vorhanden sind) Diese Leute gefährden unsere Kinder, Senioren und letzlich uns Alle. Da helfen nur Kontrollen und deftige Strafen! Wer sich an die Regeln hält hat dabei ja nichts zu befürchten und wer nicht in der Lage ist seine Geschwindigkeit zu kontrollieren und entsprechend der Regeln zu fahren sollte über kurz oder lang keinen Führerschein mehr haben. Deshalb engmaschige Kontrollen, ohne jegliche Vorankündigung!
- OWL schrieb am 23.12.2012, 12:21 Uhr:
- Gegen diese modernen Wegelagerer habe ich schon seit Jahrzehnten ein gutes Mittel. Es ist preiswert und verhindert, dass ich die leere Staatskasse fülle. Ich fahre einfach nur so schnell, wie es erlaubt ist. Zur meiner Hilfe und Orientierung, hat dieser Staat an den Straßen entsprechende Verkehrszeichen aufgestellt, die gelten aber auch für die anderen Verkehrsteilnehmer. Das klappt immer und ich muss mich nicht aufregen, Geld zahle ich keines und nach blöden Ausreden für meine Raserei muss ich nicht suchen.
- CB-6,7 Milionen Euronen! schrieb am 23.12.2012, 11:44 Uhr:
- ...überlegt mal, wieviel günstigen Wohnraum man damit in den unbezahlbaren Stadtgebieten hätte schaffen können! Oder ne Kita bauen oder oder... Ich denke, wenn sich die Städte an den unfallträchtigen Stellen postiernen würden, kämen sie mit den vorhandenen Geräten aus.
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