Brand in Regionalbahn Zweites Feuer innerhalb von zwei Tagen

Schon wieder kam es zu einem Brand in einem Regionalzug, und diesmal gab es Verletzte: Wahrscheinlich durch einen technischem Defekt brach am Montag (25.06.2012) in einer Regionalbahn bei Aachen ein Feuer aus. 60 Passagiere mussten sich in Sicherheit bringen, zwei von ihnen erlitten Rauchvergiftungen.


Rund 60 Fahrgäste befanden sich am Montag (25.06.2012) in der Regionalbahn 20 zwischen Stolberg und dem niederländischen Heerlen, als gegen 10.50 Uhr ein Feuer am Triebwagen ausbrach. Im Zug breitete sich schnell dichter Rauch aus, durch eine automatisch eingeleitete Schnellbremsung kam der Zug in Höhe des Aachener Stadtteils Eilendorf zum Stehen. Die beiden Lokführer entriegelten die Türen, damit die Passagiere aussteigen konnten. Zwei von ihnen erlitten Rauchvergiftungen und mussten in eine Klinik gebracht werden, fünf weitere Fahrgäste, die über Atembeschwerden klagten, konnten vor Ort von einem Notarzt versorgt werden. Auch die Fahrgäste eines nachfolgenden Zuges mussten ihre Bahn auf freier Strecke verlassen. Die Oberleitung war wegen Überhitzung gerissen.

Erst am Samstag Feuer in S-Bahn bei Essen


Die Feuerwehr hatte den Brand nach einer Stunde unter Kontolle, die Passagiere wurden mit Bussen zum Aachener Hauptbahnhof gebracht. Die Bahnstrecke Köln-Aachen musste vorübergehend für den Bahnverkehr gesperrt werden, ist aber mittlerweile wieder frei. Lediglich an den Oberleitungen werde teilweise noch gearbeitet, hieß es bei der Bahn. Erst am Samstag (23.06.2012) war in einer S-Bahn auf der Höhe Essen-Kettwig ein Feuer ausgebrochen. Der Triebkopf der Bahn war komplett ausgebrannt, der Zug musste evakuiert werden. Alle 150 Passagiere blieben unverletzt. Ein technischer Defekt wurde hier als Ursache ermittelt.

Als Ursache für den Brand vermutet die Polizei auch diesmal einen technischen Defekt. "Wir ermitteln aber in alle Richtungen", sagte der Sprecher.


Stand: 25.06.2012, 17.55 Uhr


Kommentare zum Thema (4)

letzter Kommentar: 26.06.2012, 20.50 Uhr

Daniel schrieb am 26.06.2012, 20.50 Uhr:
@Kris:Die Triebwagen haben ein alter von gut 13 Jahren,da kanns schonmal vorkommen,leider gottes des schönen Triebwagens,denn diese Baureihe hatte einen etwas größeren Vorfall mit den Achsen. 13 Jahre aber fuhren 26 Fahrzeuge der euregiobahn ohne Problem.Momentan kommen die wohl seltener zum Werk,und ich hab gemerkt,das manche wie im Leerlauf Gas geben,und erst später abfahren als normal,bei einem hab ich heute auch ein komischen Geruch gespürt(gerochen),sei dahin gestellt ob Triebwagen oder Gestank des Mülls,aufjeden Fall lief 643 225/725 ganz ok,denn die euregiobahn kommt von guten Erbauern und werden gut gepflegt,das war meiner Meinung nach, starker Verschleiß.Naja,hoffe das er nicht geschrottet wird,sondern ein Triebkopf in einen nicht mehr gebaut werdenden(Bauform),als ersatz gebauten Triebkopf eingebaut wird,denn alle 26 Triebwagen werden gebraucht,der Unglücksumlauf fährt nur mit einem Triebwagen anstatt 2...Viele Grüße aus Herzogenrath!!!
Horst schrieb am 26.06.2012, 14.46 Uhr:
Naja das sone alte 143 aus DDR beständen mal abfackelt kann man ja noch nachvollziehen... vielleicht sollte man solche Triebwagen mit Löschsystemen ausstatten...
Realist schrieb am 26.06.2012, 12.07 Uhr:
@Kris: In einer technisierten Welt wird es immer wieder zu Störfällen kommen. Es ist weder sinnvoll umsetzbar, noch wirtschaftlich bezahlbar das letzte Quentchen Sicherheit zu erzeugen. Insofern seien wir froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist.
Kris schrieb am 25.06.2012, 20.59 Uhr:
Wer spart denn da am falschen Ende? Die Entwickler oder die Bahn?