Tag der offenen Tür mit den Klangkörpern Mittendrin, wo die Musik spielt

Die WDR-Studios durchstreifen, Konzerte mitsingen, Technik begreifen, mit Profis musizieren - zum vierten Mal öffnet das Kölner Funkhaus an Sonntag (02.09.2012) seine Türen für ein großes Publikum. WDR-Musiker laden zu Mitmach-Musik, Workshops und Führungen ein. Gucken und mitmachen gratis!


"Mittendrin" lautet das Motto des Tages. Und dies ist durchaus wörtlich zu nehmen: Wer sich am Sonntag (02.09.2012) auf den Weg zum Kölner Funkhaus am Wallrafplatz macht, kann hier einen Tag lang am Konzertbetrieb vor und hinter der Bühne teilnehmen. Das Publikum kann die WDR-Musiker nicht nur hautnah erleben, wer will, wird auch Teil eines Chors oder musiziert gemeinssam mit den Profis. Mit dabei sind die preisgekrönte WDR Big Band, der Rundfunkchor, das Rundfunkorchester und das Sinfonieorchester.

Mitmachen erwünscht!


Laienchor beim Tag der offenen Tür im WDR-Funkhaus
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Laienchöre singen mit Profis

Bei vielen verschiedenen Mitmachaktionen können Besucher in die Welt der Musik eintauchen. Zum Beispiel beim Workshop "Carmina Burana zum Mitsingen", einer Chorprobe für Laiensänger. "Mischen: Possible" lautet der vielsagende Titel eines Workshops im Regieraum - Techniker zeigen dabei Schnitt und Abmischung einer WDR Big Band Aufnahme."Klingeltöne schneiden" heißt es in Studio 91, während im Stimmzimmer des Funkhauses den ganzen Tag über verschiedene Instrumente einzeln vorgestellt werden. Wer seiner eigenen Stimme noch nicht ganz vertraut, schaut beim Workshop des WDR Rundfunkchors vorbei. Hier geht es um "Atem, Körper und Stimme".

Von Jazz bis zum Sommernachtstraum


Der WDR-Rundkunkchor
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Lernen vom WDR-Rundfunkchor

Auch zahlreiche Konzerte können Besucher beim Tag der offenen Tür gratis besuchen. Zum Beispiel, wenn die WDR Big Band einen Einblick in ein neues Projekt gibt, das die jazzbewegten 1960er-Jahre in den Mittelpunkt stellt. "Buddah goes to Bayreuth" nennt
WDR Rundfunkchor seine Darbietung in Studio 3 und das WDR Sinfonieorchester Köln gibt den "Sommernachtstraum" in Saal 1. Und frei nach Patrick Süskind spielt Nicolaus Hoffmann mit dem WDR Rundfunkorchester das Konzert "Der Kontrabass" im Pianoatelier.

Wassermusiker treffen Blechbläser


Besucherin beim Tag der offenen Tür im WDR-Funkhaus
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Große Erlebnisse für kleine Besucher

Auch für kleine Besucher stehen etliche Mitmachaktionen und Klangexperimente auf dem Programm. So lädt das Wasserorchester Kinder im Alter ab drei Jahren dazu ein, mit Wasser Musik zu machen. Das Blechbläserquintett des Sinfonieorchesters erklärt Kindern seine Instrumente. Und wer mag, besucht die Holzbläser in der Bärenbude.

Der Tag mit den WDR-Klangkörpern findet am Sonntag (02.09.2012) von 12 bis 19 Uhr im Funkhaus Wallrafplatz statt. Der Eintritt ist frei.


Stand: 31.08.2012, 06.00 Uhr




Kulturnachrichten

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    In Köln findet im Juni erstmals ein Festival der Philosophie statt. Die "Phil.Cologne" steht unter dem Motto "Die Suche hat begonnen...". In 44 Veranstaltungen geht es um den aufrechten Gang, den Tod, den Weltraum und auch um Fußball. Zu den Veranstaltungen werden Philosophen wie Richard David Precht, Oskar Negt und Rüdiger Safranski erwartet, aber auch die frühere Bischöfin Margot Käßmann und Astronaut Reinhold Ewald. Die "Phil.Cologne" ist eine Tochter des etablierten Literaturfestivals "Lit.Cologne", das in diesem Jahr mehr als 90.000 Besucher anzog. Das Festival der Philosophie beginnt am 26. Juni und dauert fünf Tage.

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    Die Bayreuther Festspielchefin Katharina Wagner will den Nachlass ihres Vaters Wolfgang in Kürze dem Bayerischen Staatsarchiv zur Verfügung stellen. Im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel sagte sie, damit habe die Forschung Zugang zu dem Material. Nachlässe des Wagner-Clans sind von besonderer Brisanz, weil die Familie in der NS-Zeit einen engen Umgang mit den Nazi-Größen pflegte. In den vergangenen Jahren wurde diskutiert, wie mit dem Nachlass Wolfgang Wagners umgegangen werden soll. Der Enkel von Richard Wagner hatte die Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg übernommen und sich auch mit der braunen Vergangenheit der Familie auseinandergesetzt. Er starb 2010.

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    Der Lette Andris Nelsons wird neuer Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra. Das Orchester zählt zu den fünf bedeutendsten in den USA. Es nominierte den 34-Jährigen als 15. Musikdirektor seit seiner Gründung vor mehr als 100 Jahren. Nelsons löst James Levine ab, der den Posten seit 2004 innehatte. Nelsons leitete bis 2009 die Nordwestdeutsche Philharmonie in Herford und arbeitete in letzten Jahren mehrfach mit dem WDR Sinfonieorchester Köln zusammen.

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    Die Sage über den Rattenfänger von Hameln soll UNESCO-Kulturerbe werden. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann sagte, die Rattenfängersage gelte als hohes, weltweit verbreitetes Kulturgut und sei einzigartig. Hameln hat eine Wissenschaftlerin engagiert, die das Antragsverfahren vorantreiben soll. Die Rattenfängersage wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist nach Schätzungen rund einer Milliarde Menschen bekannt. Die UNESCO schützt nicht nur Bauwerke, sondern auch herausragende immaterielle Kulturgüter als gemeinsames Erbe der Menschheit.

  • Moers Festival beginnt mit John Zorn

    Das internationale Musikfestival in Moers beginnt am Freitag mit einem Konzert des New Yorker Komponisten und Saxofonisten John Zorn. Am Eröffnungsabend sind gleich vier Konzerte seiner Musik gewidmet, die mit Elementen des Jazz, der Klassik und des Rock arbeitet. Bis Sonntag treten Musiker aus Europa, Afrika, Lateinamerika und den USA im Moerser Schlosspark auf. Es ist das letzte Mal, dass das Moers Festival im Zirkuszelt stattfindet. Aus Kostengründen zieht das traditionsreiche Musikfest im kommenden Jahr in eine feste Veranstaltungshalle um.

  • Kleist-Preis für Katja Lange-Müller

    Der Kleist-Preis 2013 geht an die Schriftstellerin Katja Lange-Müller. Die Kleist-Gesellschaft teilte mit, die 62-Jährige sei eine der sprachmächtigsten Autorinnen der deutschen Gegenwartsliteratur. Lange-Müller wuchs in der DDR auf und reiste 1984 nach West-Berlin aus. Sie schreibt Erzählungen und Romane. Zuletzt erschien ihr Roman "Böse Schafe", in dem sie eine deutsch-deutsche Liebesgeschichte im Berlin der 80er Jahre schildert. Der Kleist-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

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    Die letzte Wohnstätte von Kaiser Wilhelm II. im niederländischen Exil bleibt erhalten. Das "Huis Doorn" in der Nähe von Utrecht wird von September an ein Museum über den Ersten Weltkrieg beherbergen. Der Museumsdirektor sagte zur Begründung, Wilhelm II. habe eine Hauptrolle im Ersten Weltkrieg gespielt. Nachdem im vergangenen Jahr die staatlichen Subventionen für das Haus drastisch gekürzt worden waren, drohte der Villa das Aus. Der Museumsdirektor kündigte an, dass das neue Museum ausschließlich mit Ehrenamtlichen arbeiten werde. Kaiser Wilhelm II. hatte von 1920 bis zu seinem Tod im Jahr 1941 auf dem kleinen Landgut gelebt.

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    In China ist ein bekannter tibetischer Autor zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wie der Radiosender "Radio Free Asia" berichtet, wurde der 36-jährige Gartse Jigme zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, sein Buch "Der Mut des Königs" verbreitet zu haben. Jigme schildert darin die Leiden Tibets und der Tibeter und schreibt auch über den Dalai Lama, die Exilregierung und die Selbstverbrennungen. Gartse Jigme war im Januar festgenommen worden. Seitdem hat seine Familie keine Nachrichten mehr von ihm erhalten.

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    In Berlin ist der Civis-Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt verliehen worden. Der mit gut 20.000 Euro dotierte Preis ging an acht Radio- und Fernsehprogramme aus Deutschland, Polen und der Schweiz. Auch zwei Produktionen des Westdeutschen Rundfunks wurden ausgezeichnet. So kürte die Jury das Porträt eines iranischen Boxtrainers als beste lange Radioreportage. Einen Preis erhielt auch die Fernsehdokumentation "Die story: Friedhof der Illegalen". Autor Andreas Morell zeigt darin das Elend der Flüchtlinge, die über die türkisch-griechische Grenze nach Europa einreisen wollen. Der Civis-Medienpreis würdigt Beiträge, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft fördern.

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    Der Düsseldorfer Unternehmer und Mäzen Udo van Meeteren wird am Freitag mit dem Deutschen Stifterpreis geehrt. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen teilte mit, der 86-Jährige habe an Rhein und Ruhr viele mäzenatische Spuren hinterlassen. Die von ihm 1980 gegründete Stiftung van Meeteren fördert Wissenschaft, Kultur, Naturschutz, den internationalen Jugendaustausch sowie soziale und karitative Projekte. Außerdem war er an der Gründung der Stiftung Schloss und Park Benrath sowie weiterer Einrichtungen beteiligt. Die undotierte Auszeichnung wird Udo van Meeteren im Rahmen des Deutschen Stiftungstags in Düsseldorf übergeben.

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    Im jahrelangen Rechtsstreit um Fotos einer Kunstperformance von Joseph Beuys hat der Bundesgerichtshof sein Urteil verkündet. Demnach kann die Witwe von Joseph Beuys dem Museum Schloss Moyland nicht mehr verbieten, Fotos einer Fett- und Schokoladenaktion ihres Mannes auszustellen. Die Witwe hatte argumentiert, dass die Kunstaktion ihres Mannes urheberrechtlich geschützt sei und die Fotos eine unzulässige Bearbeitung darstellten. Die Richter der beiden ersten Instanzen gaben der Witwe Recht. Der Bundesgerichtshof urteilte dagegen, dass Beuys die Fotoserie selbst inszeniert habe. Beuys hatte 1964 in einer Fernsehsendung live aus Margarine-Riegeln eine Fettecke hergestellt und mit Schokolade ein Transparent gemalt.