Tatortpremiere im Westfalenstadion: Vier auf Verbrecherjagd in Dortmund
Erster Fall, große Kulisse - der neue Tatort aus Dortmund flimmerte am Freitagabend (17.08.2012) bei der Uraufführung im BVB-Stadion über die Leinwand. Rund 1.200 Zuschauer pilgerten ins Westfalenstadion, um zum allerersten Mal einen Tatort aus Dortmund zu sehen.

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Tatortpremiere: Dortmunder Westfalenstadion wird zum Freilichtkino
Schwarz-gelb sind die Kinosessel an diesem Abend. Hartschale statt Plüsch. Oben freier Himmel, rechts die Südtribüne. Statt Fußball gibt es hier gleich großes Kino. Das riesige Logo auf der Leinwand wird an diesem Abend hundertfach geknipst. Und während sie auf den Rängen noch Biere trinken und Currywurst essen, stimmt Tatort-Regisseur Thomas Jauch schon mal auf Drehort und Personal ein. "Dortmund ist unser Spielplatz, aber nicht als Postkarte. Der Film hat eine eigene Farbe, aber die hat mit den Menschen hier zu tun." Seine vier Hauptdarsteller nennt er "schräge Typen". Und ans Publikum gerichtet verspricht er: "Die werden Sie nicht nach fünf Minuten alle lieb haben." Dafür seien sie aber auch nicht brav und null-acht-fünfzehn.
Keine Klischees, bitte!

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Tatortfans: Gert und Arnhierl Burckhardt
Dicht an der Leinwand sitzen auch Gert und Arnhild Burckhardt. Tatortliebhaber, Dortmunder und Stadionkenner. Bis jetzt galt ihre Liebe vor allem dem Münsteraner Tatort. Aber ein Traditionskrimi aus der eigenen Stadt? "Natürlich ist das toll", sagt Arnhild, gibt aber sofort zu bedenken: "Hauptsache die filmen nicht nur diese Ruhrgebietsklischees: Kumpel Anton, Pulle Bier, Stahl und schlechte Luft. Ich wünschte mir, dass das neue Ruhrgebiet gezeigt wird." Die Schauspieler im neuen Tatort kennen die Burckhardts noch nicht. "Gut so", findet Gert. Das sei doch spannender, als immer die gleichen Gesichter auf der Mattscheibe zu sehen. "Das ist überraschender, weil man keine bestimmten Erwartungen hat." Dann geht es los. Bei der berühmten Anfangsmelodie klatschen und johlen sie noch, dann ist es mucksmäuschenstill.
Der Neue - ein Psycho?

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Vier Ermittler für Dortmund
"Alter Ego" heißt die erste Folge, in der sich gleich vier Ermittler noch ernsthaft aneinander gewöhnen müssen. Jörg Hartmann gibt den knurrigen Chefermittler Peter Faber, der nach ein paar Jahren in Lübeck zurück in seine alte Heimat Dortmund kommt. Doch dem Mann ist irgendwie die Lebensfreude abhandengekommen. Er schluckt Pillen, isst Ravioli aus der Dose, wirkt übellaunig und wenig empathisch. Schwer durchschaubar jedenfalls für seine neuen jungen Kollegen, die ehrgeizige Kommissarin Nora Dalay und den Ermittler Daniel Kossik, Typ sympathischer Draufgänger mit Borussia-Lied als Klingelton. Einzig die Vierte im Team - Hauptkommissarin Martina Bönisch, analytisch, cool und trotzdem mitfühlend, kann den rauen Einzelgänger Faber schneller lesen.
Vom Taubenschlag zum Technopark

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Spurensuche im Technologiepark
Ein junger Mann wird ermordet. 24 Stunden später noch einer. Die beiden waren ein Paar. Die Ermittlungen führen das neue Team zum Dortmunder "U" und in einen Taubenschlag, in dem Technologiepark und hinauf auf eine längst begrünte Halde. "Ich hab die Häuser wieder erkannt", wird Tatortfan Gert Burckhardt später sagen. "Die stehen am Phönixsee." Beide strahlen nach der Premiere. "Man war immer ganz nah dran", erzählt Arnhild. "Die Kameraführung war ungewöhnlich." Und können die Neuen aus Dortmund den alten Kommissaren aus Münster das Wasser reichen? "Aus denen kann was werden."
Die Fernsehzuschauer müssen sich allerdings noch etwas gedulden. Erst am 23. September 2012 wird die WDR-Produktion im Ersten zu sehen sein.
Stand: 18.08.2012, 10.08 Uhr
Kommentare zum Thema (4)
letzter Kommentar: 19.08.2012, 14:51 Uhr
- Anonym schrieb am 19.08.2012, 14:51 Uhr:
- ...mein Gott, watt ein Bohei um 'ne dusselige Krimiserie...
- Für immer Westfalenstadion! schrieb am 18.08.2012, 14:40 Uhr:
- Westfalenstadion? Ist das nicht der Signal Iduna Park?
- Am Vormittag schrieb am 18.08.2012, 11:40 Uhr:
- Habe seit vielen jahren kein ,,Tatort'' gesehen. Zwecklos, wer auch immer spielt, das ist mir wurscht. Hätte aber nichts dagegen einzuwenden, wenn richtigen Verbrechern (Mafia-Unwesentliche) endlich mal das Handwerk gelegt, denen angemessene Haftstrafen ohne ,,Bewährung'' gegeben werden. Ich glaube, das ergäbe viele Urteile, die mehr Aufsehen erregen könnten, als verurteilte Pussys, die wegen ihrer Jugendjahre von Tuten und Blasen keine Ahnung haben können, aber von freien Missbrauchern der Jugend, die voll Ahnung haben und ganz genau wissen, was sie wollen, angestiftet werden.
- Anonym schrieb am 18.08.2012, 11:39 Uhr:
- Nur Text? Keine Bilder?
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