Ein Tag Leben in NRW Premieren-Freude

Von Michael H. Gerloff

Fast fünf Monate hat Regisseurin Luzia Schmid an "Ein Tag Leben in NRW" gearbeitet. Wie es ihr vor der Premiere geht, erzählt Sie uns in einem kurzen Gespräch.


Luzia, Du hast mit Deinem Cutter Rudi Heinen über 100 Stunden Material, rund 3.500 Clips vom 30. April 2012 gesehen. Was für ein Bild hast Du jetzt von diesem Tag?

Luzia Schmid: Dass es ein ganz normaler Tag war, eigentlich wie wir es uns erhofft hatten. Geblieben sind mir Einblicke in fremde Leben, die mich, gerade weil sie manchmal so kurz und eingeschränkt waren, besonders faszinierten.

Filmpremieren sind ja immer etwas besonderes. Zur heutigen erwarten wir fast 200 Beteiligte, die Du bisher nur aus ihren Clips kennst - wie fühlst Du Dich dabei?

Luzia Schmid: In erster Linie freue ich mich darauf,  Menschen, die etwas eingeschickt haben, persönlich kennen zu lernen. Natürlich hoffe ich darüber hinaus, dass sie sich nicht nur im wörtlichen Sinn in dem Film wieder finden. Auch wenn wir vielleicht nur einen Bruchteil dessen, was sie eingeschickt  hatten, verwendet haben.

Du hast jetzt fast fünf Monate am Film gearbeitet - freust Du Dich trotzdem noch, den Film heute abend im Kino zu sehen?

Luzia Schmid: Natürlich freue ich mich auf die Premiere im Kino. Ich bin sehr gespannt zu sehen, wie der Film auf der Leinwand wirkt. Zudem ist es immer interessant, die Reaktion eines Publikums auf einen Film 1:1 mitzubekommen, und das ist nur im Kino möglich.


Update: Nach dem Premierenabend

Luzia, der Saal war mit fast 300 Leuten voll besetzt - wie hast Du die Premierenatmosphäre erlebt?


Luzia Schmid: Es war eine sehr schöne Atmosphäre. Die Leute sind toll mit dem Film mitgegangen, und auch danach herrschte eine heitere, gelöste Stimmung. Es war ein tolles Erlebnis, die Früchte der langen Arbeit mit so vielen Beteiligten  in so einem tollen Kino gemeinsam zu sehen. Besonders schön war es für mich, im Foyer viele mir unbekannte-bekannte Gesichter zu sehen, die "Protagonisten". Ich habe versucht, so viele  von Ihnen wie möglich anzusprechen, aber das war leider nicht bei allen möglich.

Was hat Dich am meisten berührt?


Luzia Schmid: Eine besondere Geschichte erzählte mir das Ehepaar aus Castrop-Rauxel, (der Herr, der im Film die Einstellungen durchzählt). Ihre Liebesgeschichte ist eine außergewöhnliche, echt deutsch/deutsche Liebesgeschichte über die Grenze zwischen  der DDR und BRD hinweg, mit allem Drum und Dran und einem Happy End. Aber am schönsten war es einfach, einige der wirklichen Menschen hinter der eingesandten Filmen kennen zu lernen.

Ein Tag Leben-Player


Stand: 04.10.2012, 14.07 Uhr


Kommentare zum Thema (3)

letzter Kommentar: 03.10.2012, 23.49 Uhr

Monika schrieb am 03.10.2012, 23.49 Uhr:
Ganz überraschend hatte ich die Möglichkeit an der Premiere dabei zu sein. Der Film hat mir sehr gut gefallen, ich fand ihn bewegend und lustig zugleich. Auch wenn zum Teil sehr persönliche Dinge gezeigt wurden, fand ich niemanden bloß gestellt. Sehr gelungen fand ich die musikalische Gestaltung des Films. Am Freitag werde ich ihn mir noch mal anschauen und auch das Hörspiel anhören.
Bernd-Grode schrieb am 03.10.2012, 16.42 Uhr:
Meine Ehefrau und ich waren bei der Premiere "Ein Tag Leben in NRW". Es war für uns ein überwältigendes Erlebnis. Bin vom Hotel am Friesenwall zur Residenz am Kaiserwilhelmring mit starken Schmerzen in der Ferse (Fersensporn) gehumpelt. Vom Film und den vielen herzlichen Glückwünschen vom WDR war ich so beeindruckt, das ich den restlichen Abend in Köln fast schmerzfrei mit meiner Frau verbracht habe.
Wolfgang / Schmidtheim / Köln schrieb am 02.10.2012, 11.19 Uhr:
Liebe Frau Schmid, Herr Heinen, lieber Herr Biermann, wir durften bei der Premiere des Films "Ein Tag Leben" dabei sein. Es war ein sehr kurzweiliger Film, diese 1 1/2 Stunden sind im Fluge vergangen. Danke Ebenso möchten wir uns bei Herrn Bierman bedanken, der diese Sendung für den Hörfunk aufgearbeitet hat. Ich habe immer noch das Wort Griechenland im Kopf. Die Griechen haben sich nach dem 2. Weltkrieg sich vehement für uns eingesetzt. Wo wären wir heute ohne die Griechen.... Hier sollten wir alle einmal weiterdenken. Ich kann das Hörspiel im WDR 5 Freitag 22:05 bis 23:00 Uhr nur empfehlen.