Interview: Kinderjury der Ruhrtriennale "Als hätten die alle einen Krampf"

Die erste Ruhrtriennale unter der Leitung von Heiner Goebbels war selbst für Kulturerprobte eine Herausforderung. Was mögen da Kinder denken? WDR.de hat drei Mitglieder der extra eingesetzten Kinderjury, die am Sonntag ihre Preise verliehen hat, nach ihren Eindrücken gefragt.


Pascal, Rijad und Eeske (v.l.) sind Teil der Kinderjury der Ruhrtriennale 2012
Bild 1 vergrößern +

Pascal, Rijad und Eeske (v.l.) sind Teil der Kinderjury der Ruhrtriennale 2012

Die Leitung der Ruhrtriennale hat als "freiwillige Selbstkontrolle" die "Children's Choice Awards" eingeführt: In einem Projekt der kanadischen Performancegruppe "Mammalian Diving Reflex" bewerten 72 Kinder von drei Schulen aus dem Ruhrgebiet insgesamt 25 Veranstaltungen des Festivals. Am Sonntag (30.09.2012) fand die Preisverleihung statt, bei der rund 40 von den Kindern gewählte Auszeichnungen verliehen wurden, unter anderem für das peinlichste Kostüm und die talentierteste Person. WDR.de hat mit drei der "Unbestechlichen", Rijad Delic (12), Eeske Hahn (12) und Pascal Ulrich (13) aus der 7. Klasse der Erich Kästner Gesamtschule in Bochum, gesprochen.

Jeder von euch hat fünf Veranstaltungen bei der Ruhrtriennale besucht. Wie haben sie euch gefallen?

Rijad: Ganz gut eigentlich. Bei "Prometheus" haben manche Sänger Altgriechisch gelernt. Das fand ich sehr toll. Man lernt ja Altgriechisch nicht von einer Sekunde zur anderen.


Pascal: Danach hatte ich taube Ohren, weil da so eine Frau war, die die ganze Zeit hysterisch rumgeschrien hat. Das war zwar schön, aber das war mir ein bisschen zu laut. An manchen Stellen musste ich die Ohren zuhalten. Ungefähr nach einer Stunde war es ziemlich langweilig, weil man nichts verstanden hat. Ich fand es zu lang.

Eeske: Ich hatte das Eröffnungsstück, "Europeras 1 & 2". Das war sehr schrecklich, weil es drei Stunden lang ging, mit einer kleinen Pause. Da wurden Arien durcheinander gesungen, das war ziemlich anstrengend für die Ohren.

Und wie haben euch die anderen Stücke, die ihr gesehen habt, gefallen? Es war ja viel Tanztheater dabei: "Twin paradox", "Cesena" oder "Enfant", bei dem Erwachsene gemeinsam mit Kindern getanzt haben.

Rijad: Bei den anderen Stücken haben sie nur getanzt und nicht gesungen oder gesprochen wie bei "Prometheus". Bei "Enfant" haben die nur rumgeschrien und getanzt.


Mitglieder der Kinderjury in der Ausstellung "12 Rooms"
Bild 2 vergrößern +

Die Ausstellung "12 Rooms" wird bewertet

Pascal: Am Ende sah das da aus, als hätten die alle einen Krampf bekommen und sich auf den Boden gelegt und rumgezappelt. Das sah schon witzig aus. Da sind, bevor die aufgehört haben, schon einige Leute rausgegangen, weil die sich am Ende alle ausgezogen haben. Das fand ich irgendwie komisch. Das war ja unser erstes richtiges Stück. Davor hatten wir zwei Ausstellungen: "12 Rooms" (Anm.d.Red.: Live-Art-Performance in zwölf Räumen des Folkwang Museums) fand ich sehr gut. Die andere war "Our Century", das mit diesen Paletten, die die da zusammengebaut haben, das fand ich auch cool.

Eeske: "Twin paradox" war doof. Weil wir da rum saßen und uns gelangweilt haben. Das einzige Gute war, dass da aus dem Boden irgendwann so Konfetti kam. Das war das schlimmste Stück, find ich. Ich hab mich im ersten Moment erst mal erschrocken, weil da eine Frau lag, in Schwarz, und dann kam eine andere Frau und hat sich auf die draufgelegt. Da hab ich gedacht: "Oh Gott, was kommt jetzt?" Und dann war es genauso schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Pascal: Beim Stück, "Cesena" mussten wir um vier Uhr raus, das war ein Sonnenaufgangsstück. Am Anfang war es ganz dunkel und da war ein Mann, der hat rumgeschrien. Als wir da waren, sind ganz viele Leute eingeschlafen.

Rijad: Das Stück sollte auf die Pest hindeuten. Auf der Fläche, wo die getanzt haben, war Sand aufgestreut und das solle die Pest sein. Die haben das mit dem Tanz irgendwie beschrieben.

Was hat euch am besten gefallen?

Rijad: Prometheus war das Beste. Das Schlechteste war, um vier Uhr aufzustehen.

Pascal: "Everyday" fand ich am besten und "12 Rooms" auch. Aber "Everyday" war richtig witzig, da waren diese fünf Musiker, die haben zu Bildern, zu Schwarz-Weiß- und Buntfilmen, die Geräusche gemacht, mit Trompete, Klavier, Trommeln, einem Gong.


Die Kinderjury der Ruhrtriennale bei "Boredoms"
Bild 3 vergrößern +

Bei den Trommlern von "Boredoms" konnte man sich unterhalten

Eeske: Die Video-Ausstellung "Current" war ganz gut. Das fand ich ganz lustig, weil es auch nicht so lang war und man rumlaufen konnte. Bei "Boredoms" (Anm.d.Red.: Konzert von zwölf Schlagzeugern) mussten wir Ohrstöpsel haben, weil es so laut war. Ich fand es aber ganz gut, weil man sich unterhalten konnte. Wenn es langweilig war, habe ich mich mit einer Freundin unterhalten. Bei "Europeras" konnte man sich nicht unterhalten, weil hinter uns so viele Leute saßen, wir hätten die gestört.

Glaubt ihr, dass ihr alles verstanden habt?

Pascal: "Cesena", wo es um die Pest ging, das habe ich schon zum Teil verstanden. Aber "Enfant", wo die alle so rumgezappelt haben, habe ich überhaupt nicht verstanden. Uns wurde gesagt, die Kinder sollten die Erwachsenen nachmachen, aber wenn man mir das nicht gesagt hätte, hätte ich das auch nicht verstanden.

Eeske: Ich hab "Twin paradox" überhaupt nicht verstanden. Da waren ein Mann und eine Frau, die übereinander lagen. Dann haben sie sich hochgezogen und wieder runtergezogen, hin und her geschaukelt, das war unverständlich.

Hat es euch insgesamt Spaß gemacht?

Pascal: Mir hat es Spaß gemacht. Wenn ich die Chance hätte, würde ich es noch mal machen. Alle anderen zahlen ja richtig Geld und wir können uns das umsonst angucken, wir können in der ersten Reihe sitzen

Eeske: Ich würde es auch noch mal machen, aber vielleicht andere Stücke. Ich fand auch gut, dass sich alle Leute Mühe gegeben haben, das so toll zu machen.

Was glaubt ihr, warum die anderen Besucher zu Veranstaltungen der Ruhrtriennale gehen?

Pascal: Mir ist aufgefallen, dass bei den Stücken mehr als die Hälfte ältere Menschen sind, die wahrscheinlich Geld dafür haben. Ich glaub, die interessieren sich da vielleicht auch für. Immer wenn wir da rein kommen, gucken uns die alten Leute so an, und fragen: "Was wollen denn die Kinder hier? Das ist doch nichts für Kinder."

Findet ihr, dass so etwas wie die Ruhrtriennale nichts für Kinder ist?

Rijad: Warum nicht? Ich finde es toll, dass die auch Kinder reinlassen, dass da auch Schulen mitmachen. Dickes Lob.

Ihr könntet ja auch so reingehen. Würdet ihr das machen?

Eeske: Das weiß ich nicht. Kommt drauf an, in welches Stück. Ich würde mir das vorher erst mal durchlesen und wissen wollen, was ich da schaue. Und vielleicht auch andere fragen, wie das ist. Also ich hoffe, es gibt da auch bessere Stücke, die ich auch verstehe. Ansonsten glaube ich nicht.

Rijad: Ich würde gerne mit meiner Familie mal hinfahren.

Pascal: Wenn ich wüsste, was da läuft, dann ja. Aber wir wussten ja nicht, was wir uns da anschauen. Meistens hab ich etwas anderes erwartet.

Jetzt mal ehrlich: Für wie verrückt haltet ihr die Künstler?

Rijad: Gar nicht.

Pascal: Ich halte sie für ein bisschen verrückt. Wenn man mit ihnen spricht, sind sie ganz ruhig und zurückhaltend, aber auf der Bühne sind sie anders. Die Leute, die sich das ausdenken, müssen schon ein bisschen komisch im Kopf sein.

Habt ihr denn den Intendanten der Ruhrtriennale, Heiner Goebbels, kennengelernt?

Eeske: Nein, ich hab ihn nur im Video gesehen.

Pascal: Ich hab ihn gar nicht gesehen.

Wie, der hat sich euch nicht mal vorgestellt? Was für einen Preis könnte er denn dafür bekommen?

Rijad: Der Intendant, der uns abblitzen ließ. Eiskalt.

Das Gespräch führte Vera Lisakowski

Stichworte

Heiner Goebbels

Heiner Goebbels, geboren am 17.08.1952, ist bis 2014 künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale. Er lebt seit 1972 in Frankfurt am Main. Nach abgeschlossenen Studien in Soziologie und Musik komponierte er Musiktheaterstücke, szenische Konzerte, Hörstücke und Kompositionen für Ensemble und großes Orchester.

Seit Beginn der 1990er Jahre komponierte und inszenierte er eigene Musiktheaterstücke, zum Beispiel Schwarz auf Weiß (1996), Max Black (1998), Eislermaterial (1998), Hashirigaki (2000), Landschaft mit entfernten Verwandten (2002), Eraritjaritjaka (2004), Stifters Dinge (2007), Songs of Wars I have seen (2007), I went to the house but did not enter (2008).

Goebbels veröffentlichte zahlreiche CDs, für die er zwei Grammy Nominierungen erhielt. Im September 2012 erhält er den International Ibsen Award, einen der wichtigsten Theaterpreise weltweit. Goebbels ist Professor am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen und seit 2006 Präsident der Hessischen Theaterakademie.


Stand: 30.09.2012, 06.00 Uhr


Kommentare zum Thema (2)

letzter Kommentar: 01.10.2012, 11:46 Uhr

DetlefausDuisburg schrieb am 01.10.2012, 11:46 Uhr:
Man kann es auch so formulieren: Kunst kommt von können, käme es von wollen, hieße es Wunst.Ich bewundere die Kinder, die sich durch diese(n) Wu(n)st durchgequält haben. Mich würde mal interessieren, wieviel Geld der Steuerzahler zu diesen experimentellen Spielwiesen beigesteuert hat.
Nette Kinder schrieb am 30.09.2012, 21:16 Uhr:
In dem Alter waere ich nicht derart hoeflich gewesen,sondern haette klar angesagt das dies nur Verwirrtes von Verwirrten fuer verwirrte Quatschkoepfe ist.


Kulturnachrichten

  • Maximilian Schnaus erhält Paul Hindemith-Preis

    Der Paul Hindemith-Preis geht in diesem Jahr an den Organisten und Komponisten Maximilian Schnaus. Die Auszeichnung wird vom Schleswig-Holstein Musik Festival im Rahmen eines Kompostitionswettbewerbs für Orgel vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Maximilian Schnaus wurde 1986 im fränkischen Bad Neustadt geboren. Ausgezeichnet wurde er für seine Komposition "Come sweetest death", die im Juli in Lübeck uraufgeführt wird.

  • Berliner Kurzfilm in Cannes ausgezeichnet

    Beim Filmfest in Cannes hat der deutsche Kurzfilm "Komm und Spiel" den Preis für die beste Neuentdeckung erhalten. Regisseurin Daria Belova erzählt von dem Jungen Grisha, der in Berlin Krieg spielt - bis auf einmal Bilder der Gegenwart mit denen aus dem Zweiten Weltkrieg verschmelzen. Daria Belova wurde in St. Petersburg geboren und studiert seit 2008 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. "Komm und Spiel" ist einer der wenigen deutschen Beiträge beim diesjährigen Filmfest in Cannes.

  • Göttinger Unibibliothek gibt NS-Raubgut zurück

    Die Göttinger Universitätsbibliothek hat NS-Raubgut nach Frankreich zurückgegeben. Dabei handelt es sich um drei Bände zur Kunstgeschichte in Indien und Siam sowie um mehr als 4.000 Landkarten. Bereits im Februar hatte die Universitätsbibliothek 38 Bücher an die polnische Stadt Posen zurückgegeben. Insgesamt haben Wissenschaftler in einem Forschungsprojekt rund 1.100 Bücher aus dem Göttinger Bestand als eindeutige oder verdächtige NS-Raubgutfälle identifiziert. Im Dritten Reich waren neben Kunstwerken auch Bücher in großem Umfang beschlagnahmt und geraubt worden.

  • Höhlenmalereien im Norden Mexikos entdeckt

    Forscher haben im Nordosten Mexikos fast 5.000 gut erhaltene Höhlenmalereien entdeckt. Dargestellt sind unter anderem Menschen, Hirsche, Eidechsen und Tausendfüßler. Nach Auffassung der leitenden Archäologin Martha García Sánchez belegt der Fund, dass in der Region drei Jäger- und Sammlerkulturen aus der Zeit vor der spanischen Eroberung gelebt haben müssen. Sie hätten sich offenbar 200 Jahre lang der spanischen Kontrolle entzogen.

  • Deutsche Theaterlandschaft als Weltkulturerbe

    Die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft soll nach dem Willen des Deutsche Bühnenvereins zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt werden. Der Präsident des Bühnenvereins, Klaus Zehelein, sagte in einem Zeitungsinterview, eine Anerkennung von der UNESCO als Weltkulturerbe werde zwar keinen zusätzlichen Cent in die Kassen spülen. Die Aufmerksamkeit gegenüber der Theaterlandschaft werde aber dann eine andere sein. In Kiel treffen sich die Intendanten und Direktoren der deutschen Theater und Orchester zur Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins.

  • Nike Wagner wird neue Intendantin des Beethovenfestes

    Nike Wagner wird neue Intendantin des Bonner Beethovenfestes. Der Rat der Stadt wählte die Urenkelin von Richard Wagner einstimmig auf den Leitungsposten des Musikfestivals. Nike Wagner folgt auf die scheidende Intendantin Ilona Schmiel, die an die Tonhalle Zürich wechselt. Wagner tritt ihr Amt zu Beginn des kommenden Jahres an. Bekannt wurde die 1945 in Bayreuth geborene Kulturwissenschaftlerin unter anderem durch die kritische Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte. Nike Wagner leitet seit 2004 das Kunstfest "Pèlerinages" in Weimar.

  • Streichquartett des 14-jährigen Max Bruch entdeckt

    Eine Frankfurter Wissenschaftlerin hat ein verschollen geglaubtes Streichquartett von Max Bruch entdeckt. Der Komponist war 14 Jahre alt, als er sich damit 1852 um ein Stipendium der Frankfurter Mozart-Stiftung bewarb. Er gewann mit dem Streichquartett ein Vierjahres-Stipendium. Die Musikwissenschaftlerin Ulrike Kienzle fand die Handschrift bei Recherchen über die Geschichte der Mozart-Stiftung und ihrer Stipendiaten.

  • Emscherkunst-Projekt erhält UNESCO-Auszeichnung

    Die Freiluftausstellung Emscherkunst ist von der UNESCO als Beitrag zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet worden. Das teilten die Veranstalter des Projektes in Essen mit. Premiere hatte die Emscherkunst im Kulturhauptstadtjahr 2010. Mit der Ausstellung sollte der Umbau des Abwasserflusses Emscher hin zu einer natürlichen Flusslandschaft künstlerisch begleitet werden. Ab dem 22. Juni folgt für genau 100 Tage eine Neuauflage des Kunstprojektes. Herzstück der Ausstellungsfläche ist wieder die Emscherinsel zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal.

  • Europaparlament: Kultur aus Freihandel mit USA ausnehmen

    Das Europaparlament hat sich dafür ausgesprochen, die Kultur aus dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA auszuklammern. Das Straßburger Plenum verlangte in einer Entschließung, dass die "kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas" gewahrt bleiben müsse. Kulturschaffende fürchten, dass im Zuge einer Liberalisierung Möglichkeiten wegfallen könnten, Filme und andere Kulturgüter öffentlich zu fördern. Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den USA sollen im Sommer beginnen.

  • Fotografin Leibovitz erhält Prinz-von-Asturien-Preis

    Die amerikanische Fotografin Annie Leibovitz erhält den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Kommunikation und Humanwissenschaften. Zur Begründung hieß es, Leibovitz habe den internationalen Fotojournalismus dynamisiert. Der Prinz-von-Asturien-Preis gilt als die "spanische Version des Nobelpreises". Er wird alljährlich in acht Sparten vergeben und ist mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Die Auszeichnungen werden den Preisträgern im Oktober vom spanischen Kronprinzen Felipe überreicht.

  • UNESCO Deutschland sorgt sich um kulturelle Vielfalt in der EU

    Die Deutsche UNESCO-Kommission sorgt sich um die kulturelle Vielfalt in der Europäischen Union. Anlass dafür ist das zwischen der EU und den USA geplante Freihandelsabkommen. Dieses Abkommen dürfe nicht zu einem Verbot öffentlicher Förderung von Kultur, Wissenschaft, Bildung und Medien führen, heißt es in einer Erklärung der deutschen Sektion der Weltkulturorganisation UNESCO. Vergangene Woche hatte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels erklärt, er sorge sich mit Blick auf das Freihandelsabkommen um die Buchpreisbindung in Deutschland. Der Verband forderte die Bundesregierung auf, der EU-Kommission nur dann ein Verhandlungsmandat für das Abkommen zu erteilen, wenn der Kultur- und Mediensektor ausgenommen werde.