Zoomify-Bild - Fünf Jahre Richter-Fenster 11.263 Glas-Quadrate zum Ranzoomen!

Nicht jeder hat es sofort ins Herz geschlossen, aber nach mittlerweile fünf Jahren, ist es zu einer Touristenattraktion im Kölner Dom geworden: Das Kirchenfenster von Gerhard Richter. Bei uns können Sie das Fenster aus der Nähe betrachten.


Gerhard Richter

Als alle Farbquadrate endlich an ihrem Platz waren, suchte Gerhard Richter nach den passenden Worten. "Das ganze ist so toll und ich bin ein bisschen überwältigt", sagte der weltweit gefragte Künstler über "sein Fenster" im Kölner Dom. Am 25. August 2007 wurde das spektakuläre Kunstwerk eingeweiht. Heute zieht das gewagte Farbexperiment jährlich Millionen von Besuchern in seinen Bann - die Kritiker sind weitgehend verstummt.

Der Katalog eines Fliesenlegers?


Die Baumeisterin und der Dom

Dem Erzbistum Köln war der abstrakte Entwurf zunächst ein Dorn im Auge. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner meinte, dass das Werk genauso gut in eine Moschee oder eine Bahnhofsvorhalle passe. Bürger schrieben erboste Briefe an die damalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, in denen das Fenster mit dem Katalog eines Fliesenlegers verglichen wurde. Heute haben sich die Skeptiker, darunter auch Meisner, an das Fenster gewöhnt. "Das Thema ist längst abgehakt", sagt der Sprecher des Erzbistums.

Mit dem Zufallsgenerator zusammengestellt

Das Fenster hat eine Fläche von 106 Quadratmetern und besteht aus 11.263 einzelnen Glasquadraten mit einer Kantenlänge von 9,6 cm. Es wurden 72 verschiedene Farbtöne verwendet. Mit einem Zufallsgenerator hat Gerhard Richter die Quadrate über die Hälfte der Fläche verteilt, für die andere Hälfte wurde das Muster gespiegelt. So gleichen sich die Bahnen 1 und 3, 2 und 5, sowie 4 und 6 - das glauben Sie nicht? Dann zoomen Sie sich jetzt auf dem folgenden Bild ganz nah heran:

Hinweise zu den Funktionen

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Hinweis zu den Funktionen
  • Mit einem Mausklick auf das Plus-Symbol unterhalb des Bildes zoomen Sie in das Foto hinein, mit dem Minus-Symbol wieder heraus.
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  • Wenn der gewählte Ausschnitt des Bildes sehr klein ist, hilft Ihnen zur Orientierung ein Blick auf das Miniaturfoto am linken Rand. Der dortige rote Rahmen zeigt an, in welchem Bereich des Gesamtmotivs Sie sich gerade befinden.

Stand: 25.08.2012, 00.00 Uhr


Kommentare zum Thema (6)

letzter Kommentar: 28.08.2012, 11:26 Uhr

Staifi schrieb am 28.08.2012, 11:26 Uhr:
Ein absolutes Kunstwerk, Dank a d Künstler
Bewunderer des Doms schrieb am 26.08.2012, 10:02 Uhr:
Oh wie wundervoll, diese Glaskunst am schönsten Gotteshaus in Deutschland. Danke dem WDR, der in dieser hektischen Zeit den Weg zur zeitgenössischen Kunst zeigt. Lichtdurchflutet ist der Dom, eine erhabene Innerlichkeit tritt zutage, wenn man ich richtigen Moment anhält, die Gedanken fliegen lässt und versucht, sich in die Gedanken des Künstlers einzudenken, der ein solches Kunstwerk geschaffen hat.
Sylvia schrieb am 26.08.2012, 09:47 Uhr:
Moderne Medien sind voll mit schlimmen Bildern. Geld wird zum Drehen von Horrorfilmen ausgegeben. Diese optische Eindrücke wirken insbesondere auf Kinder/Jugendlichen zerstörerisch. Wo gibt es ein Forum das ermöglicht, Kritiken u. Klagen dagegen auszusprechen? Mit dem RICHTER-FENSTER ist ein Kunstwerk erschaffen worden, das jedem berührt, der bei Sonnenschein sich dort umhüllen lässt. Wie Elisabeth schreibt "arbeitet" der Liebe Gott im Sinne des Künstlers mit Licht, Schattierungen, Strahlen auf die Seele, auf das, was jeder Mensch im Innern hat. Egal wie der Skeptiker es nennt. Das, was jedem Sterblichen bei Sonnenaufgang über dem Siebengebirge o. Sonnenuntergang am Meer immer wieder beeindruckt u. still betrachten läßt, ist das Spüren einer Einmaligkeit, die von einer Höheren Kraft herkommt. Das Gleiche geschieht im Kölner Dom. DANK an Gerhard Richter für die Lichtbrücke, die er uns zum Höheren schenkt. Ärzte sollten das lange Betrachten "verschreiben" - wirkt besser als Medikamente.
Elisabeth Kerp, Sr. schrieb am 26.08.2012, 08:16 Uhr:
Ein Zeugnis und Erzeugnis unserer Zeit: Ein Pixelfenster. Nur die Abendsonne des Okzidents [des Westens] macht das Fenster zum Schau-Erklebnis, wie es das 2. Foto zeigt. Der Kuenstler laesst den lieben Gott fuer sich arbeiten mit Seinem Licht.
nachdenklich schrieb am 25.08.2012, 13:12 Uhr:
da hats wohl nen Glasbruch irgendwo gegeben....ohne Motive, das kann doch jedes Kind ....Kunst...naja....

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