Kardinal Meisner legt Bundespräsident Wulff indirekt Rücktritt nahe

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat Bundespräsident Christian Wulff indirekt den Rücktritt nahegelegt. Im WDR Fernsehen sagte Meisner am Dienstagabend (20.12.2011), wenn er selbst in einer vergleichbaren Lage wäre, "dann müsste ich meinen Hirtenstab abgeben, dann müsste ich resignieren". An Wulffs Stelle würde er nun erklären: "Ich bin ein armer Sünder, habe versagt."

Meisner fügte jedoch hinzu, er könne nicht beurteilen, ob die Vorwürfe gegen Wulff stimmen. "Ich beneide ihn nicht darum, jetzt in der Situation die Weihnachtsansprache zu halten", meinte er. "Ich würde ihm das nicht raten." Nach dem Wirbel um einen 500.000-Euro-Privatkredit und Ferien bei vermögenden Freunden war am Dienstag bekannt geworden, dass der Unternehmer Carsten Maschmeyer 2008 eine Anzeigen-Kampagne für ein Wulff-Buch bezahlt hatte.




Stand: 21.12.2011, 07.59 Uhr