Safer Internet Day So surfen Sie sicher

76 Prozent der Deutschen sind online, Tendenz weiter steigend. Wer sich viel im Netz bewegt, hinterlässt fast immer personenbezogene Daten. Zum Safer Internet Day geben wir Tipps zu Datenschutz und Sicherheit im Netz.


Zum zehnten Mal findet der weltweite Safer Internet Day statt. Auf Initiative der Europäischen Kommission gibt es an diesem Tag, dem 5. Februar 2013, weltweit Veranstaltungen und Aktionen zum Thema "Sicherheit im Netz". Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Aspekte.

Datenschutz


Datenschutz steht bei Diskussion um sichere Internetnutzung meist im Mittelpunkt. Wer online unterwegs ist - ob über den Computer oder via mobilem Zugriff - ist über seine IP-Adresse identifizierbar, große Unternehmen wie Google und Facebook protokollieren zum Teil das Surf-Verhalten und persönliche Vorlieben ihrer Nutzer und speichern diese Informationen zudem für einen ungewissen Zeitraum. Viele Nutzer, ganz besonders aber Datenschützer beunruhigen diese zum Teil hochgradig intransparenten Praktiken von Internetunternehmen. Nicht immer aber ist Panik angebracht. Die EU möchte mit ihrer neuen Datenschutz-Richtlinie Usern nun ein Recht auf Kontrolle und Löschung ihrer Daten zurückgeben. Aktuelles rund um das Thema Datenschutz in den Links zum Thema:

Privatsphäre bei Facebook


Kaum ein Unternehmen geriet so oft in das Visier von Datenschutzbeauftragten und Verbraucherschützern wie Facebook. Das weltweit größte soziale Netzwerk verwaltet bei seinen über einer Milliarde Nutzer gigantische Datenmengen. Auch über 20 Millionen Deutsche sind bei Facebook angemeldet. Die Nutzung des Netzwerks ist kostenlos, Geld verdienen die Betreiber mit den Nutzerdaten: Je besser Facebook seine Mitglieder kennt, desto präziser können Facebook-Partnerunternehmen oder Kunden ihre Zielgruppe etwa über individuelle Werbung erreichen. Das Netzwerk wirbt dafür - wann immer es neue interne Diensten und Features ankündigt -, Daten einzugeben: über persönliche Interessen, Hobbys, Musik-Geschmack, Beziehungsstatus, Geburts- oder aktuellem Aufenthaltsort.


Je mehr Daten, desto individueller und vielseitiger können User das Netzwerk nutzen - so jedenfalls wirbt das Unternehmen regelmäßig. Was viele dabei oft vergessen: Welche persönlichen Informationen Nutzer bei Facebook preisgeben und wem sie darauf Zugriff erlauben, ist ihnen zunächst einmal selbst überlassen. Nach viel Kritik in der Vergangenheit haben die Facebook-Macher nun nachgebessert: Das Menü "Privatsphäreeinstellungen" ist etwas übersichtlicher geworden, gut verständlich ist es deshalb aber noch lange nicht.

Tipps zur Datensicherheit bei Facebook und eine Übersicht zu den aktuellsten Diskussionen rund um Facebook und Datenschutz gibt es in den Links zum Thema.

Passwörter sicher machen


Egal, ob für den Zugang zum sozialen Netzwerk, zum Kundenkonto bei einem Online-Versand oder E-Mail-Account, bei der Verschlüsselung im WLAN-Funknetz oder für das Online-Banking: Wer das Internet möglichst vielseitig nutzen möchte, benötigt viele Passwörter. Die sollen private Nutzerkonten vor dem Zugriff und Missbrauch durch Fremde schützen. Sicherheit bieten Passwörter aber nur dann, wenn sie gut gewählt sind und natürlich geheim bleiben. Wichtig ist deshalb auch, jedes Passwort nur einem Dienst zuzuordnen. Denn sollte es einem Fremden gelingen, ein Passwort zu knacken, so sind wenigstens nicht gleich alle Accounts in Gefahr. Tipps rund um Passwortsicherheit gibt es in den Links zum Thema.

Computer vor Fremdzugriff schützen

Private Daten liegen nicht nur in Online-Accounts oder in Clouds, sondern vor allem offline, also auf der Festplatte des heimischen Computers. Manche Nutzer haben dort neben privaten Fotos, Dokumenten und Medien auch Zugangsdaten zu Online-Accounts gespeichert. Umso wichtiger ist es, auch den Desktop-Computer vor dem Zugriff von Kriminellen zu schützen. Die entwickeln immer neue Strategien, um sich möglichst unbemerkt in fremde Systeme einzuschleichen: Trojaner und Viren, kleine Schadprogramme also, finden auf unterschiedliche Weise Zugang zu Privatcomputern und können dort erheblichen Schaden anrichten.


Vorsicht ist der einfachste Schutz: nicht vorschnell Downloads starten, per Mail verschickte Links nicht anklicken und keine E-Mail-Anlagen öffnen, wenn Identität und Seriosität von Anbieter und Absender nicht zweifelsfrei ausgemacht werden können. Gerade bei Zweifel erregenden Anlagen in Mails von Freunden und Bekannten Achtung: Ist der Text fehlerhaft, möglicherweise werblich und entspricht so gar nicht den Mails, die der Absender normalerweise verschickt? Dann wurde womöglich der Mailaccount des Bekannten gehackt und ohne sein Zutun werden nun Spam-Mails an sein gesamtes Adressbuch verschickt. Tipp: Am besten sofort den Absender informieren und die Mail löschen.


Virenschutzprogramme, Firewalls und verschlüsselter Datenaustausch bieten zusätzlich Schutz vor Malware. Es empfiehlt sich außerdem, stets aktuelle Browserversionen zu verwenden und regelmäßig nach Updates der verwendeten Virenschutzprogramme zu suchen. Weitere Tipps in den Links zum Thema.


Stand: 05.02.2013, 00.01 Uhr


Kommentare zum Thema (11)

letzter Kommentar: 07.02.2013, 09.21 Uhr

Ach ja schrieb am 07.02.2013, 09.21 Uhr:
Kaspersky aka"kasperle"hat gerade,wieder einmal,nach einem Update-die Computer die das update installierten vom Internet abgeklemmt...ja,ja-patch ist schon raus...
Lustig schrieb am 06.02.2013, 09.21 Uhr:
nur das mindestens 99% der Kisten ueber die windosen infiziert werden mit Linuxen arbeiten,dh.bereits infiziert sind.Ja,ja-andere Wege als bei einer desktop buechse,aber auch die bekommt man bei tuxen auf.Auch tuxe haben Scheunentore die teilweise erst nach Jahren abgedichtet werden-dies mal dazu!Das Problem von windoz ist,das einfach zu viele Funktionen installiert werden(um den Markt "dicht"zu machen)und dies auch noch vorkonfiguriert.Dabei gibt es keinen"offiziellen"Weg dies bei,oder vor der Installation abzuwaehlen-ausser man ist in der Lage dies mit frei erhaeltlichen tools selber zu konfigurieren.Btw.@Franz-Josef,ich habe auch noch nie eine SoftwareFW oder geschweige denn einen"Virenscanner"gebraucht und dies als windoz user seit 18 Jahren.Immer als admin unterwegs,auch in den dunkelsten Ecken des Internet.Un nu gommst du ;)
cuno schrieb am 06.02.2013, 02.39 Uhr:
Die Windows-Welt: da werden Betriebssysteme verkauft mit Einfallsöffnungen groß wie Scheunentore. Zur Abhilfe muß man sich teure, kostenpflichtige Programme dazu kaufen. Kein Mensch braucht Computer mit solchen Scheunentoren. Um vernünftig mit dem Computer arbeiten zu können, ist (-- zumindest für den Normal-User --) ein abgesichertes Betriebssystem Voraussetzung. Und dafür hat Windows zu sorgen !
sedi schrieb am 05.02.2013, 20.43 Uhr:
Ich arbeite neben Windows auch mit Linux.Das Linux so sicher ist hat aber unter anderem auch den Grund,das es eben kaum verbreitet ist.Das wiederum macht es eben für die Viren,Trojaner und Malwareschreiber einfach uninteressant.Hätte man hier die Verbreitung von Windows so würde das ''ruhige arbeiten'' mit Linux auch vorbei sein!Auch wenn Linux nun mal weniger anfällig ist als Windows.
Franz-Josef Nett schrieb am 05.02.2013, 19.50 Uhr:
In all diesen Ratschlägen wird immer vorausgesetzt, dass die Nutzer mit Windows arbeiten. Es wäre schön, wenn stärker darauf hingewiesen würde, dass man den meisten Angriffen mit der Installation des stabilen, schnellen und kostenlosen Linux-Betriebsystems aus dem Weg gehen würde! Mein Rechner ist eine komplett Windows-freie Zone, und daher habe ich noch nie einen Virus, Trojaner oder sonstige malware eingefangen. Ich brauche keine Virenscanner und andere Schutzprogramme, die ich auch noch ständig pflegen müsste, und bekomme so Zeit, den Rechner dafür zu nutzen, wofür er da ist, als Arbeitsgerät.

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